Die bpb

Das war 2018 - Ein Jahresrückblick

Bevor wir den Blick auf anstehende Projekte, Veranstaltungen, Konferenzen, Studienreisen, Festivals, Netzwerke und Publikationen richten, wollen wir zurückblicken und das ereignisreiches Jahr 2018 in Bildern Revue passieren lassen. Von A wie "Außenverkauf beendet" bis Z wie "neue Zeitbilder" war mal wieder alles dabei. Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung, freuen uns auf das nächste spannende Jahr und wünschen alles Gute! Für mehr Informationen zu unserem Angebot, für Rückfragen und Feedback können Sie sich jederzeit an info@bpb.de wenden.

Am 14. Februar wurde der provisorische Außenverkauf beendet und das bpb - Medien- und Kommunikationszentrum in Berlin wiedereröffnet. Nach der Neugestaltung finden Sie in der Krausenstraße 4/Ecke Friedrichstraße eine noch freundlichere Umgebung, um einen Blick das aktuelle Angebot der bpb zu werfen. Stöbern, Lesen oder recherchieren ausdrücklich erwünscht!Die Bonner Gespräche haben sich im März dieses Jahres ganz dem Thema „Big Data“ gewidmet. Im Zentrum der Tagung stand dabei die zunehmende Vorhersehbarkeit menschlichen Handelns. Sie betrifft neben dem Bildungs-, Arbeits- oder Einkaufsverhalten auch und vor allem das Wahlverhalten. Die Entwicklung zur digitalen Gesellschaft ist damit auch eine der größten Herausforderungen für die politische Bildung. Deshalb diskutierten bei den Bonner Gesprächen Studierende, Lehrende, Erziehende, Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaften, der Verwaltung und der Politik darüber, wie man den Weg hin zu einer digitalen Gesellschaft am besten meistert.Unterschiedliche Messen, gleicher Auftrag: Die Bundeszentrale für politische Bildung nutzt ihre Auftritte bei Buchmesse, Didakta und Co., um über aktuelle Herausforderungen der politischen Bildung zu informieren und zu diskutieren. Raum für Gespräche boten in Leipzig das „Forum Politik- und Medienbildung“ und in Frankfurt am Main das „LitCam Kulturstadion“. Zudem präsentierte die bpb ihr umfangreiches Publikationsangebot und kam mit vielen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch.Neues aus der bpb-Zeitbilder-Reihe: Das Lesebuchlexikon „Polnische Spuren in Deutschland“ greift die jahrhundertealte deutsch-polnische Geschichte auf und zeigt, wie sehr die deutsche Gesellschaft auch heute noch von den polnischen Nachbarn geprägt ist. In „Flashes of the Future. Die Kunst der 68er oder Die Macht der Ohnmächtigen“ wird auf 592 Seiten mit Essays, Zeitzeugenberichten, Interviews sowie rund 550 Abbildungen das globale "1968" beleuchtet. Der Band „Mittendrin – Fußballfans in Deutschland“ wagt einen Blick auf die deutsche Fanszene. Auch einen neuen Datenreport gab es in diesem Jahr wieder. Zum 16. Mal informiert die bpb darin gemeinsam mit ihren wissenschaftlichen Partnern über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Einfach online bestellen oder kostenlos herunterladen. Für Quiz-Fans gibt es außerdem das Kartenspiel zum Datenreport.Zwei Projekte der Bundeszentrale für politische Bildung erfreuten sich im zurückliegenden Jahr besonderer Ehrungen:  Die Webvideo-Serie „Refugee Eleven“, die bereits im Jahresrückblick 2017 ihren Platz fand, wurde mit dem CIVIS Sonderpreis "Fußball + Integration" im Bereich Online ausgezeichnet. Zudem gewann die bpb mit dem Infokanal „Deine Tägliche Dosis Politik“ den Politikaward in der Kategorie „Digital Public Affairs“. „Refugee Eleven“ porträtiert junge geflüchtete Amateurfußballer und ihre Begegnung mit Profifußballern, die ebenfalls Fluchterfahrungen gemacht haben. „Deine Tägliche Dosis Politik“ versorgt Abonnenten via WhatsApp, Telegram oder Insta mit Informationen zu aktuellen politischen Themen und Debatten.Politische Bildung für alle Menschen attraktiv zu gestalten heißt auch, die Chancen des digitalen Wandels zu ergreifen. Mit der ersten bpb-Streaming-Konferenz am 7. Juli fand zum ersten Mal eine Konferenz ortsunabhängig statt. Entstanden sind rund 20 Stunden Videomaterial zum Themenkomplex „Netzpolitik & Demokratie“ mit 46 Referentinnen und Referenten von 31 europäischen Standorten. Zuschauerinnen und Zuschauer konnten die Konferenz live über die Facebook-Seite der bpb verfolgen und auch im Nachhinein noch ansehen. Im Herbst 2018 folgte der bpb-Konferenz-Marathon. Binnen weniger Tage fanden an drei Standorten in Europa unterschiedliche Konferenzen mit dem Fokus auf Nationalismus, Autoritarismus und Populismus statt. Zentrale Panels, Schalten und Interviews hat die bpb gestreamt und konserviert – so können Sie auch heute noch an unserem etwas anderen Herbst-Marathon teilnehmen.Am 25. Juni 2018 ging Wahre Welle TV „auf Sendung“. Der fiktive Online-Kanal strahlt allerdings – anders als der Name Glauben machen könnte – kein laufendes Fernsehprogramm aus. Stattdessen verbreitet die bpb mit Wahre Welle TV satirische Kurzfilme, die in humoristischer Weise über Verschwörungstheorien aufklären sollen. Dabei erinnern die Clips an bekannte Fernsehformate und sprechen gezielt ein junges Publikum an. Im Anschluss an die Videos können Interessierte sich auf bpb.de über die Hintergründe der Verschwörungstheorien informieren.Im Jahr 2018 gab es viele Jahrestage: Ein besonders schönes Jubiläum nahmen der Bundesrat, das Haus der Geschichte, die Bundesstadt Bonn sowie die Bundeszentrale für politische Bildung zum Anlass, junge Menschen zum Slammen einzuladen: 70 Jahre nach Versammlung des Parlamentarischen Rats lernten die Jugendlichen die Techniken des Slammens kennen. Es wurde diskutiert über gesellschaftliche Herausforderungen, die Geschichte, das Wesen der Demokratie und natürlich über die Rolle des Parlamentarischen Rates. Gastgeber der unterhaltsamen wie lehrreichen Veranstaltung waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender. Die Moderation übernahm bpb-Präsident Thomas Krüger.Wahljahr ist Wahl-O-Mat-Jahr! 2018 standen zwei Landtagswahlen an, bei denen sich das bpb-Tool eines großen Interesses erfreut hat: Über eine Million Nutzer des erstmals angebotenen Wahl-O-Mat zur Hessenwahl und ein neuer Nutzungsrekord bei der Wahl zum bayerischen Landtag zeigen, wie gerne diese Hilfestellung angenommen wird. Wir freuen uns deshalb, auch im kommenden Jahr gemeinsam mit Jung- und Erstwählern, Wissenschaftlern und Journalisten ein zugeschnittenes Frage-Antwort-Tool zu entwickeln, um Wählern Orientierung zu bieten.Kriege, wie jener, der von 1914 bis 1918 tobte, heißen nicht zufällig Weltkriege: Sie betreffen die ganze Welt. Sie sind, aus gegenwärtiger Perspektive, Weltgeschichte. Doch gibt nur diese eine gegenwärtige Perspektive auf ein solches, weltgeschichtliche Ereignis? Beim Geschichtsfestival „War or Peace“ in Berlin beschäftigten sich im Oktober 300 junge Menschen aus aller Welt mit genau dieser Frage – und lernten dabei sowohl andere Blickwinkel auf die Geschichtsschreibung, als auch andernorts spürbare Auswirkungen des 1. Weltkrieges kennen.REICH. Unter diesem prägnanten Motto fand das diesjährige Theaterfestival vom 1. bis zum 11. November in München statt. Die dort gezeigten und diskutierten Produktionen der Freien Theaterszene beschäftigten sich mit wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Ungleichheiten – in Deutschland, Europa, aber auch der bayerischen Landeshauptstadt. Die zehnte Ausgabe von „Politik im Freien Theater“ bot zudem mit „Jugend & Schule“ ein gezielt an Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte gerichtetes Programm mit Schulprojekten, Workshops, Fortbildungen und Ferienwerkstätten.Gerhard Gundermann war Liedermacher, Baggerfahrer – und Inoffizieler Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Im Sommer 2018 kam die Verfilmung seines bewegten Lebens in die deutschen Kinos. Im November ließ auch die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit dem Haus der Geschichte das Leben des 1998 verstorbenen Gundermann Revue passieren. Fast 400 Gäste verfolgten im Anschluss an den Film „Gundermann“ ein Gespräch mit dessen Regisseur Andreas Dresen und der Witwe der Hauptperson, Conny Gundermann. Abschließend interpretierte der Hauptdarsteller Alexander Scheer Lieder von Gerhard Gundermann.Vom 22.11. bis zum 4.12.2018 zeigte die bpb im Bonner Medienzentrum die Ausstellung „Der neue Mensch“. Die Illustrationen von Christian Gralingen halten bildlich fest, was elf Autorinnen und Autoren zuvor in Schrift gegossen haben. Sowohl die Publikation in der bpb-Schriftenreihe „Aus Politik und Zeitgeschehen“ (APuZ), als auch deren künstlerische Verarbeitung beschäftigen sich mit der langen Wunschliste an eine neue Art Mensch: Schöner, klüger, schneller, größer? Was machen Optimierungswahn und einhergehende Abwertung von durch das Raster fallenden Menschen mit unserer Gesellschaft? Über das Jahr hinweg dient das bpb:medienzentrum in Bonn immer mal wieder auch als Ausstellungsort. So zeigte etwa "Alphabet des Ankommens" Comicreportagen über den Neuanfang in einem fremden Land. Bei "Mittendrin" standen Orte der Fußballkultur im Fokus und im Rahmen der Ausstellung "I got a feeling of democracy when it was gone" setzten sich Karlsruher Studierende mit postdemokratischen Elementen in unserer Gesellschaft auseinander.Im Dezember 2018 waren insgesamt 102 Institutionen als Bildungsträger bei der bpb anerkannt. Von diesen 102 Trägern wurden in diesem Jahr 85 Träger durch ein bewilligtes Jahreskontingent gefördert.Die bpb-Bestseller aus der Schriftenreihe des Jahres 2018Zum Ende des Jahres 2018 wagen wir auch erste Blicke in das kommende Jahr, das wieder mit besonderen Ereignissen aufwartet. Für uns von außerordentlicher Bedeutung: 2019 feiern wir 70 Jahre Grundgesetz! Im Rahmen der bpb:weihnachtsaktion können Sie sich oder andere ein Jahr lang mit Paketen rund um die Themen Grundgesetz, Menschenrechte und Demokratie überraschen lassen. Mehr Informationen erhalten Sie hier.



bpb:magazin

bpb:magazin 1/2019

Trotz Digitalisierung und Internet an jedem Ort, zu jeder Zeit: In unserem Alltag spielt das unmittelbare Gespräch untereinander weiterhin eine wichtige Rolle. Daher widmen wir uns im neuen bpb:magazin ganz der Frage "Reden wir!?" Eine Übersicht aktueller Angebote finden Sie am Ende des Heftes.

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Schon einmal mit politischer Bildung in Berührung gekommen? Im bpb-Zeichentrickfilm von Stefan Eling erklärt der Sprecher der Sendung mit der Maus, Armin Maiwald, die Arbeit der bpb!

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Besucherprogramm

Berlin besuchen – Politik begreifen

Woche für Woche reisen zahlreiche Schulklassen und Besuchergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet in die deutsche Hauptstadt. Die bpb bietet in Berlin für interessierte Gruppen ein umfassendes Besucherprogramm an. Gebucht werden können vielseitige Vorträge sowie eine Videobustour zu historischen und aktuellen Politschauplätzen.

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