Opposition activists carry the Ukrainian national flag during an action of protest against the current regime in Kiev, Ukraine, Saturday, May 18, 2013. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

30.10.2014

Dokumentation: Amnesty International: illegale Hinrichtungen in der Ostukraine

20. Oktober 2014 – Der neue Bericht "Summary killings during the conflict in eastern Ukraine" dokumentiert illegale Hinrichtungen in der Ostukraine sowohl durch pro-russische Separatisten als auch durch regierungstreue Kräfte und wirft beiden Seiten falsche Angaben und Übertreibungen vor.

Ostukrainische Soldaten in Luhansk - Amnesty International wirft sowohl ihnen als auch der offiziellen, ukrainischen Seite illegale Hinrichtungen vor.Ostukrainische Soldaten in Luhansk - Amnesty International wirft sowohl ihnen als auch der offiziellen, ukrainischen Seite illegale Hinrichtungen vor. (© picture-alliance/dpa, RIA Novosti)

"Es gibt keine Zweifel an illegalen Hinrichtungen und Gräueltaten, die von pro-russischen Separatisten und ukrainischen Milizen in der Ostukraine begangen worden sind. Es ist jedoch schwierig, das Ausmaß festzustellen", sagt Jovanka Worner Ukraine-Expertin von Amnesty International.

Am 23. September 2014 hatten russische Medien über die Entdeckung von Massengräbern in Komunar und Nyzhna Krynka (Donetzker Gebiet) berichtet. Dieses Gebiet war kurz zuvor noch von ukrainischen Milizen kontrolliert worden. Der russische Außenminister Sergei Lavrov berichtete später von 400 Leichen in diesen Massengräbern.

Eine Delegation von Amnesty International war am 26. September 2014 vor Ort und fand unter anderem Beweise, dass vier Männer von ukrainischen Milizen außergerichtlich hingerichtet wurden. Die Leichen wurden in zwei Gräbern in der Nähe des Dorfes Komunar gefunden. "Viele der schockierenden Fälle, die insbesondere von russischen Medien veröffentlicht wurden, sind enorm übertrieben", sagt Worner. "Es gibt keine überzeugenden Beweise für Massentötungen oder Gräber. Wir haben in einzelnen Fällen Hinrichtungen gesehen, die Kriegsverbrechen sein könnten." Amnesty fordert, dass beide Seiten Untersuchungen einleiten und die Verbrechen aufklären.

Quelle: http://www.amnesty.de/2014/10/20/neuer-bericht-illegale-hinrichtungen-der-ostukraine?destination=startseite


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