Eindruck vom Hackathon, Entwicklung von Prototypen

SpeedLab: Lehrende der Zukunft

Welche Kompetenzen brauchen Lehrende im Jahr 2027? Welche Lerninhalte und Fähigkeiten werden für Lernende relevant sein? Und welche Rollenverschiebungen zwischen den Akteuren finden statt? Alle Bildungsakteure waren eingeladen, bei unserem SpeedLab Thesen und Forderungen für die Lehrenden der Zukunft zu formulieren.

SpeedLab: Lehrende der ZukunftSchule im Jahr 2000, wie sie um 1900 gesehen wurde. (Zeichnung: Jean-Marc Côté oder Villemard // Foto: bearbeitet / Wikimedia Commons / Lizenz CC0 )


Bildung im Jahr 2027. Lehrende arbeiten mit immer neuen digitalen Geräten und Tools. Jede Schülerin und jeder Student lernt im eigenen Tempo und nach individuellen Lernplänen – an dezentralen Lernorten. Die Lehrenden stehen ihnen als Coaches virtuell zur Seite.

Wird Bildungsarbeit schon in zehn Jahren so aussehen? Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Digitalisierung auch den Beruf des Lehrenden nachhaltig verändern wird. Lehrerinnen und Lehrer sind gefordert, sich technisch, methodisch und didaktisch neu zu orientieren und sich laufend auf dem neusten Stand zu halten. Die Veränderungen betreffen die Kompetenzen der Lehrenden, ihr Rollenverständnis und Lehr- und Lerninhalte.

Wie wird Bildungsarbeit in zehn Jahren im Zuge der Digitalisierung aussehen? Beim SpeedLab der werkstatt.bpb.de im Oktober 2017 in Berlin formulierten ca. 60 Bildungsakteure und -akteurinnen Thesen und Forderungen für die Lehrenden der Zukunft. Dabei ging es vor allem um die Aspekte Aus- und Fortbildung Lehrender, Lerninhalte und Fähigkeiten Lernender sowie Rollenverschiebungen zwischen Lehrenden und Lernenden. (© 2017 Bundeszentrale für politische Bildung)


Welche neuen Fähigkeiten brauchen Lehrende künftig, welche bleiben weiterhin wichtig? Wie muss sich die Aus- und Fortbildung von Lehrenden entsprechend wandeln? Welche Lerninhalte stehen künftig im Zentrum, um welche Themen und Kompetenzen geht es für die Lernenden? Und welche Rollenverschiebungen finden statt, sowohl im Kollegium als auch zwischen Lehrenden und Lernenden?

Das SpeedLab „Lehrende der Zukunft“ ging diesen und weiteren Fragestellungen im Rahmen von thematischen Inputs und parallelen LernLabs nach. Akteure aller Bildungsbereiche und -stufen kamen zu einem persönlichen Austausch zusammen und formulierten konkrete Thesen, Forderungen und Wünsche für einen positiven Digitalisierungsprozess an den hiesigen Bildungsstätten sowie erste Schritte, wie jede und jeder Einzelne im Arbeitsalltag dazu beitragen kann, die Ziele zu erreichen.

PDF-Icon Hier geht es zum Programm des SpeedLabs.

Was?
SpeedLab: Lehrende der Zukunft

Wann?
19. Oktober 2017, 10–16 Uhr

Wo?
Colonia Nova
Thiemannstr. 1
12059 Berlin

Wer?
Eingeladen waren Akteure aller Bildungsbereiche und -stufen: schulische und außerschulische Lehrende, Hochschulmitarbeiter, Schülerinnen und Schülervertretungen, (Lehramts-) Studierende, Medienpädagogen, Schulleiterinnen, Aus- und Weiterbildungsanbieter, Vertreterinnen aus der Bildungspolitik und weitere interessierte Bildungsakteure.

Was ist ein SpeedLab?
Ein SpeedLab ist ein Veranstaltungsformat, das Podiumsdiskussion, Vorträge und parallele Kurz-Workshops (LernLabs) kombiniert. In Anlehnung an das Format des "Speeddatings" nehmen alle Teilgebenden an jedem LernLab teil. Ziele unseres SpeedLabs sind der persönliche Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren und die Formulierung konkreter Forderungen und Thesen für die Gestaltung des Lehrendenberufs in der Zukunft.

„Wir müssen bei den Lehramtsstudierenden ein Umdenken erreichen“

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Kognitive Entwicklung als Voraussetzung für die Nutzung digitaler Medien

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(bpb / Fotografin: Katharina Frucht / bearbeitet) Lizenz: cc by-sa/4.0/deed.de

Veranstaltungsrückblick: SpeedLab Lehrende der Zukunft

Lehrende im Jahr 2027: Medienkompetente Lernbegleiter in interdisziplinären Teams

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