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Datenreport 2018

14.11.2018 | Von:
Johanna Mischke

Bildung

Erstklassige Bildungssysteme und qualifizierte Fachkräfte gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für Europas Zukunftsfähigkeit in der globalisierten Welt. Um den immer neuen Anforderungen der Wissensgesellschaft gerecht zu werden, ist eine hochwertige Ausbildung des Nachwuchses unabdingbar. Die jährlichen Aufwendungen der EU-Staaten dafür unterscheiden sich jedoch erheblich.

Öffentliche Gesamtausgaben für Bildung

Schweden investierte 2015 mit 7,1 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) den EU-weit größten Anteil in sein nationales Bildungssystem. Hoch war die Quote auch in Finnland mit 6,8 %. Deutschland blieb mit 4,5 % unter dem EU-Durchschnitt von 5,1 %.
Abb 11 Öffentliche Gesamtausgaben für Bildung 2015 
— in Prozent des BruttoinlandsproduktsÖffentliche Gesamtausgaben für Bildung 2015 — in Prozent des Bruttoinlandsprodukts Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Frühe Schulabgängerinnen und -abgänger

Verlassen junge Menschen die Schule nur mit einem niedrigen oder ohne Bildungsabschluss, haben sie auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen als Gleichaltrige mit höherem Bildungsabschluss. Als frühe Schulabgängerinnen und -abgänger gelten 18- bis 24-Jährige, die höchstens den Sekundarbereich I (siehe Kapitel 3.1, Abb 1) abgeschlossen haben und sich nicht in Aus- / Weiterbildung befinden.

In der EU sank die Quote der frühen Schulabgängerinnen und -abgänger 2017 auf den neuen Tiefstand von 10,6 %. Malta (18,8 %) sowie Rumänien (18,3 %) und Spanien (18,2 %) verzeichneten überdurchschnittliche Quoten. In Deutschland lag der Anteil bei 10,0 %. In einigen osteuropäischen EU-Staaten sind frühzeitige Schulabgängerinnen und -abgänger hingegen sehr selten, so zum Beispiel in Kroatien (3,0 %). Junge Männer verließen in fast allen EU-Staaten häufiger die Schule früher als ihre Altersgenossinnen.
Abb 12 Frühe Schulabgängerinnen und -abgänger 2017 
— in Prozent der 18- bis 24-JährigenFrühe Schulabgängerinnen und -abgänger 2017 — in Prozent der 18- bis 24-Jährigen Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Hohe Bildungsabschlüsse

Einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung hoch qualifizierter Fachleute leisten die Bildungseinrichtungen des Tertiärbereichs. In Deutschland zählen dazu Universitäten, Fachhochschulen, Verwaltungsfachhochschulen, Berufsakademien, Fachschulen (ohne Schulen für Gesundheits- und Sozialberufe), Meisterkurse, Technikerschulen, Fachakademien sowie Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher.

Tatsächlich erwerben immer mehr junge Menschen einen Hochschulgrad oder einen vergleichbar hohen Abschluss. In Deutschland waren es 2017 in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen 34 %. Das stellte einen neuen Höchstwert dar; im EU-Vergleich lag Deutschland aber weiterhin im unteren Drittel. Der EU-Durchschnitt lag bereits bei 40 %, wobei Frauen deutlich häufiger hoch qualifiziert waren (45 %) als Männer (35 %). Der Bildungsvorsprung der Frauen hat sich in den vergangenen Jahren stetig vergrößert.
Abb 13 30- bis 34-Jährige mit Tertiärabschluss 
— in Prozent30- bis 34-Jährige mit Tertiärabschluss — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Abb 14 30- bis 34-Jährige in der EU 
mit Tertiärabschluss — in Prozent30- bis 34-Jährige in der EU mit Tertiärabschluss — in Prozent Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)



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