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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 41-42/2004)

15 Jahre Mauerfall



Seiten 48
Erscheinungsdatum 04.10.2004
Erscheinungsort Bonn
Bestellnummer 7441
Bereitstellungs-
pauschale
 
0,00 EUR
Verfügbarkeit vergriffen

Inhalt
  • PDF-Version (492 KB)

    Im Herbst 1989 wurde das Politbüro der SED von der dramatischen Fluchtwelle Hunderttausender und den Massenprotesten der "Hierbleiber" förmlich überrollt. Die friedliche Revolution in der DDR war Teil einer Kette von bis dahin kaum vorstellbaren Ereignissen, an deren Ende sich die bipolare Weltordnung auflöste.

    Worin liegt 15 Jahre danach die Bedeutung jenes "wind of change", der damals durch Europa wehte? Der weitgehend geräuschlose Zusammenbruch des Ostblocks belegt, dass legitime Macht nicht auf Bajonettspitzen ruht oder aus Gewehrläufen kommt. Ohne demokratische Legitimation haben Regime keine Überlebenschance. Dazu gehören Bürgerrechte, Gewaltenteilung, Rechtssicherheit, freie Medien, Parteienwettbewerb und freie Wahlen, Reisefreiheit, eine saubere Umwelt und ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit.

    Dies gilt es hervorzuheben, wenn die Erinnerungen an den Alltag in der DDR zunehmend im Nebel des Vergessens verschwinden. Wer die notwendigen Mühen demokratischer Aushandlungsprozesse mit dem mutigen Aufbegehren gegen eine Diktatur verwechselt, begeht Geschichtsklitterung.

  • Inhalt
    Editorial (Hans-Georg Golz)
    15 Jahre Friedliche Revolution (Tobias Hollitzer)
    Leipziger Protokoll (Reinhard Bernhof)
    Die Konstruktion der Ostdeutschen (Thomas Ahbe)
    Opfer-Täter-Gesprächskreise nach dem Ende der DDR (Katharina Gajdukowa)
    Zum Stellenwert der DDR-Geschichte in schulischen Lehrplänen (Ulrich Arnswald)
    Die Umsturzbewegungen 1989 in Mittel- und Osteuropa (Michael Gehler)

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    09. Februar 2012
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