Der Arbeitsplatz des DJs befindet sich auf der so genannten "DJ-Bühne", einer im Verhältnis zur Tanzfläche zumeist leicht erhöhten Plattform am Rande derselben, die dem DJ und den Tanzenden eine relativ gute Sicht auf einander ermöglicht. Die DJ-Bühne wird dominiert vom so genannten "DJ-Pult", einem in der Regel tischhohen Gestell mit einer ebenen Arbeitsfläche. Darauf ist, normalerweise mittig, ein Mischpult mit zahlreichen Drehknöpfen und Schiebereglern ("faders") angeordnet, mittels derer beim Mischen das Klangbild und die Lautstärke zweier Musikstücke ("tracks") angeglichen bzw. abgestimmt, das heißt klanglich gefiltert, werden kann. Links und rechts vom Mischpult befindet sich normalerweise jeweils (mindestens) ein Plattenspieler mit einem "Pitchregler" (oder "pitcher") zum Beschleunigen und Verlangsamen der Laufgeschwindigkeit der jeweiligen Platte.
Zur Grundausstattung des Arbeitsplatzes (Mischer und zwei Plattenspieler) gehören außerdem ein bis zwei zum DJ hin ausgerichtete Lautsprecher (Monitorboxen). Während der DJ über seinen an die Mischkonsole angeschlossenen Kopfhörer eine Platte vorhören kann, schallt ihm aus den möglichst kopfnah installierten Monitoren - ohne Zeitverzögerung ("delay") - die Musik der anderen Platte entgegen, die auch auf der Tanzfläche zu hören ist. Diese Doppelbeschallung ist für ein beatsynchrones Einmischen ("Eintunen") der Platten unerlässlich, weshalb der DJ den Kopfhörer eher selten bzw. jeweils nur für kurze Zeit über beiden Ohren trägt.
Die Wünsche des DJs, die technischen Geräte und ihre Anordnung auf dem DJ-Pult bereffend, sind in einem "technical rider" aufgeführt, den der Partyveranstalter vom DJ bzw. von dessen Agenten ("booker") erhält, wenn er einen DJ engagiert. Die Einhaltung dieser Anweisungen wird dem DJ, zusätzlich zu anderen Leistungen (Anfahrt bzw. Transport, Unterbringung, Versorgung usw. des DJs betreffend), in der Regel vertraglich zugesichert, was ihm bei offensichtlicher Nichterfüllung auch ohne Verdienstausfall den Rücktritt vom Engagement ermöglicht.
Sieht man von relativ neuen, quasi-sakralen Star-Inszenierungen ab, dann fällt auf, dass der DJ sich so gut wie nie allein auf der Bühne aufhält, sondern typischerweise von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Personen umgeben ist. Dabei handelt es sich zum einen um ablauftechnisch funktionale Personen am Pult (Stage-Manager, Ton-Techniker, Licht-Techniker, Reparaturdienstleistende, logistisches Personal), zum anderen um ablauftechnisch nicht-funktionale Personen ("Freunde", Freunde von "Freunden", andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.), und schließlich um ablauftechnisch dysfunktionale Personen am Pult (motorisch unkontrollierte Personen, aggressive Personen, belästigende Personen - kurz und mit den Worten von DJ Hardy Hard - bürgerlich Kay Lippert -: "Nerver und Frager").
Hinter bzw. neben dem DJ-Pult findet sich eine mitunter erhöhte Ablage bzw. Stellfläche für Plattenkoffer. Oft stehen die Plattenkoffer aber auch auf dem Boden neben oder hinter dem DJ. Um das DJ-Pult herum verlaufen Kabel, stehen sonstige technische Geräte, Spots, Plattenkoffer anderer DJs, die vor ihm oder nach ihm an der Reihe waren bzw. sind, Getränke (eventuell in einer Kühlbox oder in Kartons oder Kisten), liegen Kleidungsstücke und Mäntel, seine eigenen und die aller möglichen Freunde. Außerdem sammelt sich im Laufe der Party zusehends Müll an: Getränkeflaschen, -dosen, -becher, Flyer, Zigarettenkippen, -schachteln und -asche, verschüttete Flüssigkeiten, usw.
Darüber hinaus ist der Arbeitsplatz des DJs in der Partysituation strukturell durch eine andauernd (sehr) hohe Lautstärke, durch mäßige bis schlechte Beleuchtung, durch eine eher minder gute Belüftung, durch begrenzten Raum bzw. Enge und durch aufbautechnische und gerätetechnische Instabilitäten geprägt. Je nach Höhe der Arbeits- und der vorgesehenen Stellfläche für die Plattenkoffer wird dem DJ nicht selten eine ständig gebückte Haltung abverlangt, die sich über die Dauer des Sets als körperlich ausgesprochen strapaziös erweisen und chronische Rückenerkrankungen zu Folge haben kann. |
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