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Nordeuropa

Aus Politik und Zeitgeschichte (B 47/2004)

Nordeuropa

Finnland, Schweden und Dänemark sind Mitglieder der Europäischen Union, während Norwegen und Island ihre Distanz zur europäischen Integration betonen. In der Debatte um die Reform der sozialen Sicherungssysteme gelten die nordischen Länder insgesamt vielen in der EU als Vorbilder.

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    Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen sind seit dem 19. Jahrhundert gefestigte Demokratien: Island gehörte bis 1944 zum dänischen Königreich, Finnland und Island sind Republiken, die drei anderen Staaten weisen Monarchen als Staatsoberhäupter auf. Finnland gilt seit seinem Beitritt 1995 geradezu als "Musterknabe" in der EU und hat als einziges skandinavisches Land den Euro eingeführt. Norwegen und Island kooperieren als Mitglieder der Europäischen Freihandelszone (EFTA) durch Handelsverträge eng mit der EU. Gleichwohl betonen beide Staaten ihre Distanz zur europäischen Integration.

    Mittlerweile gelten die nordischen Länder in der Debatte um die notwendigen Reformen der sozialen Sicherungssysteme in vielerlei Hinsicht als Vorbilder. Die Regierungen haben Mitte der neunziger Jahre harte Einschnitte ins soziale Netz vorgenommen. Sie verschafften sich damit Handlungsspielräume, um in Forschung und Bildung zu investieren. Das Nordeuropa-Bild vieler Deutscher ist indes nach wie vor vom idyllischen "Nordland" geprägt. Es ist an der Zeit, überkommene, von zauberhafter Natur und IKEA, von Fischfang und hohen Alkoholpreisen geprägte Klischees einer Revision zu unterziehen.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 15.11.2004, Erscheinungsort: Bonn

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