Ein ehemaliger polnischer Gefangener des Konzentrationslagers Dachau bezichtigt nach der Befreiung durch amerikanische Truppen am 30. April 1945 einen Bewacher der Misshandlung von Häftlingen.

Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte
1945 – 1949

Die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung fand unter dem Titel: "Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte 1945 – 1949" im dbb-Forum in Berlin statt. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre haben die Sichtweisen auf die Massenverbrechen des Nationalsozialismus entscheidend geprägt, standen aber bislang selten im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Gerade weil heute so viele Bilder und Narrative über den Holocaust scheinbar fixiert sind und unsere Betrachtung auf die nationalsozialistischen Verbrechen prägen, ist der Blick auf jene Jahre geeignet, sich mit diesen unmittelbaren Erfahrungen, Bildern, Berichten auseinanderzusetzen, sich auf das Ungeheuerliche einzulassen, das damals zum ersten Mal zu sehen und zu hören war.

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Hartmut Bomhoff am 25.02.2015

Danach: Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte 1945-1949

Zusammenfassender Kurzfilm mit Inhalten und Eindrücken aus der 5. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung, die sich den unmitelbaren Nachkriegsjahren widmete. Vom 25. bis 27. Januar 2015 referierten und diskutierten Holocaustforscher aus aller Welt über die Zeit von 1945 bis 1949, in der die Sichtweisen auf die Massenverbrechen des Nationalsozialismus entscheidend geprägt wurden. Weiter...

BpB-Präsident Thomas Krüger beim Eröffnungsvortrag.

Clara Woopen am 25.01.2015

„Ein Ereignis, das in der Vergangenheit liegt, aber nicht vergangen ist“

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, eröffnete die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung. In seiner Rede schlug er einen weiten Bogen von der Zäsur, die der Holocaust in die Geschichte gerissen habe bis zur aktuellen Solidaritätsbekundung „Je suis Charlie“. Weiter...

Dominique Roth am 25.01.2015

"Der Holocaust lässt sich nicht in die Geschichte einreihen"

Mit dem Eröffnungsvortrag von Thomas Krüger startete am 25. Januar 2015 die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung. Der Schwerpunkt der Konferenz liegt auf der Erfahrungsgeschichte des Holocaust in der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945-1949. Krüger betont, dass es auf dieser Konferenz „keine Vokabel, kein bloßes Wort, sondern eine historisch gewordene Sprachchiffre“ sei. Weiter...

Dan Diner

Laura Busse am 25.01.2015

„Zwischenzeit“: Eröffnungsvortrag 
von Dan Diner

Dan Diner schließt mit seinem Keynote-Vortrag an die von Thomas Krüger benannte „Zäsur“ nach dem Kriegsende 1945 an. Er bezeichnet die Periode, die im Titel der Konferenz als „Danach 1945-1949“ fixiert wird, als „Zwischenzeit“. Historisierungen dieser Art und Periodisierungen bleiben notwendig, um die historischen Ereignisse in den Kontext des Geschehens einzubetten. 
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Dominique Roth am 25.01.2015

"Zwischenzeit" - Die Bedeutung der Nachkriegsjahre 1945-1949

In seinem Eröffnungsvortrag zur 5. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung beleuchtet Dan Diner (The Hebrew University of Jerusalem, Department of History) unmittelbaren Nachkriegsjahre. Er streift die zahlreichen parallelen Entwicklungslinien in der Welt nach Kriegsende und öffnet die vielen Themen, die im Laufe der Konferenz noch tiefer beleuchtete werden. Weiter...

Harald Welzer bei seinem Vortrag.

Laurent Quint am 25.01.2015

„Die Handlungsfolgen von gestern sind die Handlungsbedingungen von heute.“

Zivilisationsbruch – Zwischenzeit – Displaced Persons: die Wissenschaftler Harald Welzer (Universität Flensburg) und Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin) stellen das Programm der Konferenz vor. Dabei soll es auch darum gehen, die Periodisierung der Geschichte und die Ordnungsherstellungen der Historiker zu hinterfragen. Weiter...

Dominique Roth am 25.01.2015

Thematische Einführung von Harald Welzer und Michael Wildt

Von Zivilisationsbruch bis Displaced Persons: Die Wissenschaftler Harald Welzer (Universität Flensburg) und Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin) geben einen Ausblick auf das Programm der diesjährigen Konferenz. Während Wildt die großen Themen der kommenden Tage streift, hinterfragt sein Kollege Welzer vor allem die Ordnung in der Geschichte, die von Historikern meist nur retrospektiv hergestellt werde. Weiter...

Diskussion Displaced Persons

Martha Düker, Mareike Hengelage am 25.01.2015

Migrationsbewegungen am Ende des Zweiten Weltkriegs

"Millionen sind unterwegs", mit diesen Worten kündigte Michael Wildt, einer der Veranstalter der Konferenz, das erste Panel der Konferenz an. Flucht und Vertreibung sind heute wie gestern aktuelle Themen: Aus dem Nahen Osten und Nordafrika kommen die Menschen aus den Krisenregionen der Welt nach Europa, mit Hoffnung auf Sicherheit. Dies machte das Panel "Displaced Persons – Flüchtlinge – Zwangsmigranten" besonders interessant. Weiter...

Dominique Roth am 25.01.2015

Displaced Persons - Flüchtlinge - Zwangsmigranten

Atina Grossmann (The Cooper Union, New York), Michael Brenner (Ludwig-Maximilian-Universität München) und Stephan Troebst (Universität Leipzig) referieren und diskutieren anschließend über Flucht und Vertreibung, sowohl nach dem Zweiten Weltkrieg als auch aus den aktuellen Krisengebieten im Nahen Osten. Weiter...

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Laura Busse am 25.01.2015

"Bei Massenmorden setzte sein Gedächtnis regelmäßig aus": Täter und Netzwerke

Das letzte Panel des ersten Konferenztages trug den Titel "Täter und Netzwerke". Die drei Referenten sind ausgewiesene Experten der modernen Täterforschung und beschäftigen sich unter anderem mit der Frage nach dem Einfluss der "situativen Handlungsdynamik" bei Massenmorden. Vor allem Wendy Lower hatte 2013 mit ihrer Publikation zur Rolle von Frauen als Täterinnen im Nationalsozialismus die Forschungslage maßgeblich ausdifferenziert. Weiter...

Dominique Roth am 25.01.2015

Vorträge und Diskussion: Täterbilder und Netzwerke

Andrej Angrick (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur), Wolfram Wette (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Wendy Lower (Claramont McKenna College, Kalifornien) beschäftigten sich unter anderem mit der Frage nach dem Einfluss der "situativen Handlungsdynamik" bei Massenmorden. Moderation durch Michaela Christ (Europa-Universität Flensburg). Weiter...

Die Projektplakate wurden im Atrium ausgestellt.

Verena Bunkus am 25.01.2015

Europaweiter Projektwettbewerb

Erneut hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Europa-Universität Flensburg einen europaweiten Projektwettbewerb als Teil der 5. Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung ausgerufen. Vorgestellt wurden elf herausragende Projekte und Konzepte, die erfolgreich wissenschaftliche Befunde in die praktische Bildungsarbeit übersetzen. Weiter...

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Coverbild Nationalsozialismus: Krieg und Holocaust

Nationalsozialismus: Krieg und Holocaust

Der Wille zu Expansion und Krieg bestimmte von Beginn an die NS-Herrschaft, es galt neuen "Lebensraum im Osten" zu gewinnen. Während des Krieges fielen Millionen von Menschen der rassistischen NS-Politik zum Opfer. Das Heft beschreibt den Krieg in Europa, den Holocaust und die "Aufarbeitung" der NS-Zeit nach 1945.Weiter...

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