Ein ehemaliger polnischer Gefangener des Konzentrationslagers Dachau bezichtigt nach der Befreiung durch amerikanische Truppen am 30. April 1945 einen Bewacher der Misshandlung von Häftlingen.

Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte
1945 – 1949

Die 5. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung fand unter dem Titel: "Danach – Der Holocaust als Erfahrungsgeschichte 1945 – 1949" im dbb-Forum in Berlin statt. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre haben die Sichtweisen auf die Massenverbrechen des Nationalsozialismus entscheidend geprägt, standen aber bislang selten im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Gerade weil heute so viele Bilder und Narrative über den Holocaust scheinbar fixiert sind und unsere Betrachtung auf die nationalsozialistischen Verbrechen prägen, ist der Blick auf jene Jahre geeignet, sich mit diesen unmittelbaren Erfahrungen, Bildern, Berichten auseinanderzusetzen, sich auf das Ungeheuerliche einzulassen, das damals zum ersten Mal zu sehen und zu hören war.

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Clara Woopen am 26.01.2015

Ein Blick in die Zukunft?

Die Vorträge und Diskussionen im Panel "Re-Education-Entnazifizierung-Prozesse" eröffneten neue Erkenntnisse und Perspektiven. Immer wieder standen die Unterschiede zwischen zeitgenössischen und gegenwärtigen Bewertungen der Nachkriegszeit zur Debatte.

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Dominique Roth am 26.01.2015

Vorträge und Diskussion: Entnazifizierung - Re-Education - Prozesse

Katharina Gerund (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Hanne Leßau (Ruhr-Universität Bochum) und Alexa Stiller (Universität Bern) beschäftigten sich unter anderem mit den Nürnberger Prozessen. Moderation durch Susanne Beer (Centre Marc Bloch, Berlin).

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Dominique Roth am 26.01.2015

Filmvortrag Selling Democracy

Einführung durch Dr. Rainer Rother (Deutsche Kinemathek, Berlin).

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Hartmut Bomhoff am 26.01.2015

Miriam Rürup im Gespräch

Miriam Rürup vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden über die Folgen der Heimatlosigkeit der Displaced Persons.

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Hartmut Bomhoff am 26.01.2015

Hanne Leßau im Gespräch

Hanne Leßau, Historikerin an der Ruhr-Universität Bochum, über die Entnazifizierung im amerikanischen Sektor, die Rolle der Kirche im Nachkriegsdeutschland und über den von Lutz Niethammer geprägten Begriff "Mitläuferfabrik".

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Eindrücke vom zweiten Tag der Konferenz

Ulrike Weckel (Justus-Liebig-Universität Gießen; hinter dem weißen Tisch rechts) und Christa Schikorra (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg; hinter dem weißen Tisch links) leiteten den Workshop „Frühe Berichte, Bilder und Filme der nationalsozialistischen Verbrechen“.

Laurent Quint am 27.01.2015

Die Macht der Bilder

Die Aufnahmen der Alliierten sind im kollektiven Gedächtnis verankert: Leichenberge, Massengräber und ausgehungerte Körper. Doch welche Rolle und Funktion können diese Bilder und Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit in der historisch-politischen Bildungsarbeit spielen? Und wie ist ihre Wirkung 70 Jahre nach der Shoah?

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Workshop 3 mit Christoph Pallaske und Hanna Huhtasaari.

Mareike Hengelage am 27.01.2015

Ohne Grenzen? – Holocaust und Erinnerung im Zeitalter digitaler Medien

"Historisch denken | Geschichte machen" heißt der Blog des Kölner Geschichtsdidaktikers Christoph Pallaske. Anlässlich des Workshops "Mediale Darstellungen zwischen historischer Präzision und Fiktionalisierung" hatte er in Zusammenarbeit mit Hanna Huhtasaari (bpb) den Blogbeitrag "Digitales Geschichtslernen zum Holocaust" erstellt und sechs Gruppenarbeiten zu unterschiedlichen Themen vorbereitet.

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Clara Woopen am 27.01.2015

Erinnerungskultur im Wandel

Wie die sogenannten "Basisnarrative" von Kollaboration und Widerstand in verschiedenen nationalen Kontexten der Nachkriegszeit ausgehandelt wurden, thematisierte Workshop vier unter der Leitung von Claudia Lenz. Ein Blick auf die Geschlechterrollen verriet, dass das Aushandeln der Erinnerungskultur keineswegs abgeschlossen ist.

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Astrid Messerschmidt im Interview

Clara Woopen am 27.01.2015

"Was hat das mit mir zu tun?"

Was soll eine Erziehung nach Auschwitz leisten? Was muss sich in den Vermittlungsformen, was in der Struktur der Bildungseinrichtungen ändern? Astrid Messerschmidt fordert im Interview eine intensivere Auseinandersetzung mit den Bezügen von Auschwitz zu unserer heutigen Zeit.

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Workshop 6 mit Michele Barricelli und Magdalena Scharf

Martha Düker am 27.01.2015

Open Space: Eine Methode zur Vermittlung historisch-politischer Inhalte

Am letzten Tag der Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung sollte es um die Einbindung des Themas "Danach" in die eigene historisch-politische Arbeit gehen. Der Workshop sechs mit 22 Teilnehmenden stellte die Methode Open Space im Rahmen des Konferenz-Themas vor. Die Referierenden waren Michele Barricelli von der Leibniz Universität Hannover und Magdalena Scharf von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

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Hartmut Bomhoff am 27.01.2015

Irmela von der Lühe im Gespräch

Irmela von der Lühe von der Freien Universität in Berlin über das richtige Maß an Empathie mit den Opfern des Holocausts, über ein verfehltes Zeitzeugenprogramm und über die Eventisierung einer Erinnerungskultur.

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