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Alter und Alterssicherung
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Fakten

Da ein Teil der Rentner mehr als eine Rente bezieht, liegt die Anzahl der Rentner unter der des Rentenbestandes. Ende 2007 lag die Zahl der Rentner bei rund 20 Millionen, die des Rentenbestandes bei 24,34 Millionen (ohne Waisenrenten).

Zwischen 1993 und 2006 erhöhte sich die Anzahl der Rentner von 15,38 auf 20,12 Millionen (plus 30,8 Prozent). Am 1. Juli 2007 lag die Zahl der Rentner bei 20,24 Millionen. Davon waren 16,28 Millionen Einzelrentner (80,4 Prozent) und 3,97 Millionen Mehrfachrentner (19,6 Prozent). In Ostdeutschland lag der Anteil an Mehrfachrentnern mit 23,2 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland (zusammen mit dem Ausland) mit 18,7 Prozent.

Fast jede dritte Rentnerin (30,4 Prozent) gehörte zur Gruppe der Mehrfachrentner. Bei den Männern lag der Anteil bei lediglich 4,7 Prozent. Dieser Unterschied ist dadurch zu erklären, dass Frauen – gegebenenfalls zusätzlich zu eigenen Rentenansprüchen – sehr viel häufiger eine Witwenrente erhalten als Männer eine Witwerrente. Mitte 2007 waren 90 Prozent der Mehrfachrentner Frauen.

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag aus allen Rentenleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Beispiel Versichertenrente und/oder Hinterbliebenenrente) lag Mitte 2007 bei den Männern bei 963 Euro pro Person. Bei den Frauen war der entsprechende Betrag mit 691 Euro deutlich niedriger. Während bei den Einzelrentnern der Rentenzahlbetrag bei 742 Euro pro Person lag, erhielten Mehrfachrentner durchschnittlich 1.067 Euro.

Bezogen auf die Bundesländer erhielten Männer in Nordrhein-Westfalen (1.088 Euro), Berlin-Ost (1.087 Euro) und im Saarland (1.074 Euro) die höchsten durchschnittlichen Rentenzahlbeträge pro Person; die niedrigsten entfielen auf Mecklenburg-Vorpommern (953 Euro), Bayern (960 Euro) und Berlin-West (967 Euro). Bei den Frauen waren die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge pro Person in Berlin-Ost (921 Euro), in Sachsen (865 Euro) sowie in Thüringen (849 Euro) am höchsten. Die geringsten Beträge erhielten die Frauen in Rheinland-Pfalz (620 Euro), im Saarland (635 Euro) und in Niedersachsen (659 Euro).

Mitte 2007 lebten 73 Prozent aller Rentner in Westdeutschland, 20 Prozent lebten in Ostdeutschland und 7 Prozent im Ausland. In Ostdeutschland (ohne Berlin) lag der Anteil der Rentner an der jeweiligen Bevölkerung der Länder zwischen 27,0 Prozent in Brandenburg und 29,8 Prozent in Sachsen-Anhalt. In Westdeutschland lag der entsprechende Anteil zwischen 20,1 Prozent in Hamburg und 23,7 Prozent im Saarland.

In absoluten Zahlen lebten mit knapp 4 Millionen Rentnern die meisten Rentner in Nordrhein-Westfalen; am wenigsten lebten in Bremen (156.000). Den höchsten Frauenanteil hatten Hamburg (60,5 Prozent), Berlin-West (60,3 Prozent) und Sachsen (59,7 Prozent). Das Saarland (55,9 Prozent), Rheinland-Pfalz (57,4 Prozent) sowie Nordrhein-Westfalen und Hessen (jeweils 57,7 Prozent) hatten hingegen die niedrigsten Frauenanteile unter den Rentnern.

Datenquelle

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): Rentenversicherung in Zahlen 2008 (PDF-Version: 540 KB); Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik-Portal

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative-Commons-Lizenz
by-nc-nd/2.0/de lizenziert.

Rentner (GRV)

Nach Bundesländern, in absoluten Zahlen, Anteil an der Bevölkerung in Prozent, 2007*

  Rentner Anteil der Rentner
an der Bevölkerung
der Länder**
Sachsen-Anhalt 718.185 29,8
Sachsen 1.251.336 29,7
Thüringen 653.142 28,5
Mecklenburg-Vorpommern 464.227 27,6
Brandenburg 685.721 27,0
Saarland 246.093 23,7
Bremen 156.259 23,6
Schleswig-Holstein 656.681 23,1
Niedersachsen 1.805.758 22,7
Nordrhein-Westfalen 3.999.222 22,2
Rheinland-Pfalz 891.046 22,0
Hessen 1.319.467 21,7
Berlin 735.376 21,5
Bayern 2.637.292 21,1
Baden-Württemberg 2.244.847 20,9
Hamburg 355.433 20,1
Ausland 1.387.055 x
ohne Angabe 35.683 x
insgesamt 20.242.823 x

* ohne Waisenrenten
** Anzahl der Rentner am 1.7.2007 bezogen auf die Bevölkerungszahl der Länder am 31.12.2007

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): Rentenversicherung in Zahlen 2008; Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Statistik-Portal




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