Leipzig
16.-25.10.2025
Grenzen

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Medienberichte

Medienberichte 12. Festival Politik im Freien Theater in Leipzig

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(© Thomas Dietze)

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Das passt zum Thema „Grenzen“, dass sich diese Ausgabe des alle drei Jahre stattfindenden Festivals gegeben hat.

Torben Ibs, Tanznetz, 17.10.2025

Eine schöne Performance [„Dancing with our Neighbours“], die Diversitäten auslotet und ausleuchtet und die Grenzen zum vermeintlich fremden Nachbarn niederreißen will. Das passt zum Thema „Grenzen“, dass sich diese Ausgabe des alle drei Jahre stattfindenden Festivals gegeben hat. Es ist erstmals in Leipzig und wird erstmals von fünf Theatern zusammen organisiert und wie immer von der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet. […]. Dieses Festival startet mit Pauken und Trompeten. Das spricht eher nach Grenzen niederreißen denn aufrichten.

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In jeder Ecke der Stadt sind Spielorte zu entdecken. Bei jedem Fußweg stößt man wie zufällig auf Veranstaltungen des Rahmenprogramms.

Erik Zielke, nd-aktuell, 21.10.2025

In jeder Ecke der Stadt sind Spielorte zu entdecken. Bei jedem Fußweg stößt man wie zufällig auf Veranstaltungen des Rahmenprogramms. Stadtteilführungen mit Künstlern und Ausstellungen, Videokunst und Diskussionsrunden komplettieren das Theaterangebot. Die anderen Festivalbesucher erkennt man weithin sichtbar an ihren bunten Schals, ein Werbeaccessoire der Veranstalter, das man dieser Tage stolz bekennend wie ein Fußballfan zur Schau stellt.
Politik im Freien Theater wird seit 1988 von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet und findet im Dreijahresrhythmus in wechselnden Städten statt. Aber keine Sorge, hier sorgt kein staatstragender Zensor für ein streng pädagogisches oder ein vorgeblich politisch ausgewogenes Programm. Man darf sich auf Kunst einstellen.

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Erstmalig bespielte das Festival Orte jenseits der Stadtgrenze.

Torben Ibs, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2025

Diese Vielzahl von fünf beteiligten Theatern war ein Novum der Festivalgeschichte. Erstmalig bespielte das Festival Orte jenseits der Stadtgrenze. In der Stadt Wurzen entstand als Veranstaltungsraum ein Teppichladen, der sich mit der Geschichte der Textilindustrie auseinandersetzte, die nach 1989 einen jähen Abbruch fand.

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Differenziert und oft auch mutig sind die Handschriften, die Politik im Freien Theater 2025 gezeigt hat.

Vincent Koch, nachtkritik, 28.10.2025

Differenziert und oft auch mutig sind die Handschriften, die Politik im Freien Theater 2025 gezeigt hat. Das freie Theater adressiert die Gegenwart – und geht dabei nicht mit dem Holzhammer zu Werk, mit dem manche Theaterabende derzeit die Krisen der Gegenwart zu bändigen versuchen, sondern besinnt sich subtilerer Darstellungsmittel. Sinnlich, spielerisch und mit Raum für Ambivalenzen, aber mit Eindeutigkeit dort, wo sie vonnöten ist.

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Rassismus und die Herausforderungen einer durchtechnologisierten Welt, Gemeinschaft und Identität, Krieg und gesellschaftliche Teilhabe sind die Schlagworte, mit denen man das Gastspielprogramm beschreiben könnte.

Erik Zielke, nd-aktuell, 21.10.2025

Während die einen meinen, sobald sich jemand auf die Bühne stellt, handelte es sich schon um einen politischen Akt, muss für andere schon ein Parteiprogramm verlesen werden, damit von politischem Theater die Rede sein kann. Die Auswahljury hat sich für einen Mittelweg entschieden. Rassismus und die Herausforderungen einer durchtechnologisierten Welt, Gemeinschaft und Identität, Krieg und gesellschaftliche Teilhabe sind die Schlagworte, mit denen man das Gastspielprogramm beschreiben könnte, das 16 Produktionen umfasst.

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Das Festival hat eindrucksvoll gezeigt, dass man auch mit jungen Menschen spielerisch Themen wie die NS-Zeit und Flucht verhandeln kann – und dass Theater als Orte früher, politischer Bildung unverzichtbar sind.

Vincent Koch, nachtkritik, 28.10.2025

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Die unterschiedlichen Ästhetiken können dabei als Sinnbild für die verhandelten Konflikte gelesen werden.

Torben Ibs, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2025

[„The Director’s Guide for Theater During Wartime” und „KHARKIV CALLING”] sind die zwei eindringlichsten Stücke dieser 12. Ausgabe des Festivals Politik im Freien Theater, das erstmalig in Leipzig stattfand. Die unterschiedlichen Ästhetiken können dabei als Sinnbild für die verhandelten Konflikte gelesen werden: klare Frontlinie gegen komplizierte Gemengelagen.

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Leipzig hat mit seinem Regionalprogramm in dem alle drei Jahre in einer anderen Stadt gastierenden Festival einen neuen Akzent gesetzt.

Dimo Rieß, Leipziger Volkszeitung, 26.10.2025

(…) auch „Durchfall ist meine Lieblingsfarbe“ am Abschlusstag des 12. Festivals Politik im Freien Theater am Samstagabend im TDJW ist wie viele Veranstaltungen zuvor ausverkauft. Was Milena Mushak und Anne Paffenholz von der veranstaltenden Bundeszentrale für politische Bildung eine positive Bilanz ziehen lässt. Die insgesamt 150 Veranstaltungen von Theaterstücken bis zu Vorträgen an zehn Festivaltagen waren gut besucht. Leipzig hat dabei mit seinem Regionalprogramm in dem alle drei Jahre in einer anderen Stadt gastierenden Festival einen neuen Akzent gesetzt.

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Ein unterhaltsamer Abend mit politisch brisantem Hintergrund.

Torben Ibs, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2025

Kommunikatives bot auch der inoffizielle Festivalabschluss „Bullseye“ von Stefan Mießeler. Er verwandelte die Schaubühne Lindenfels in ein brodelndes Dart-Event samt Cheerleading und Fangesängen. Das Spektakel diente den drei Performern als Vehikel, um über Klassismus zu reflektieren, wobei Dart-Biographien und Pierre Bourdieus Soziologietheoreme scheinbar mühelos kurzgeschlossen wurden. Ein unterhaltsamer Abend mit politisch brisantem Hintergrund – das taugt zum Motto dieses faszinierenden Theaterfestivals.

Fussnoten