Leipzig
16.-25.10.2025
Grenzen

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Dea Ex Machina

Dea Ex Machina Swoosh Lieu

Katja Herlemann

/ 3 Minuten zu lesen

In ihrem technologisch-futuristischen Stück Dea Ex Machina huldigen Swoosh Lieu einer Zukunft jenseits binärer Geschlechterrollen. (© Charlotte Bösling)

Juryauswahl

Die feministische Performancegruppe Swoosh Lieu verwandelt das Theater in ein technisch-verspieltes Manifest-Fest, in dem die systemsprengende Kraft der jahrhundertealten, randständigen Figur der Hexe zur Hoffnungsträgerin für eine Zukunft jenseits hegemonialer Männlichkeit wird.

Der Deus ex Machina bezeichnet ursprünglich das Auftauchen einer Gottheit mithilfe einer Bühnenmaschinerie. Bei Swoosh Lieu ist die Maschine eine Göttin, der die neuen "Haecksen" huldigen. Zusammengesetzt aus "Hexen" und dem englischen Tech-Lehnwort "hacken" sind dies die Alchemist:innen der Zukunft, die sich an Lebensformen jenseits biologischer Abstammung und binärer Geschlechterrollen erproben. Sie decodieren Körperbilder, Erzählweisen, bühnentechnische Systeme und entwerfen queerfeministische Verwandtschaftskonzepte.

Der Bühnenraum ist in eine Platine verwandelt, die statt chronologischer Narrative maximale, enthierarchisierte Verknüpfung produziert, in der futuristische Technikkonstruktionen zu Erzählerinnen werden, Scheinwerfer zu Tieren, die Performerinnen zu Verbindungen. Vergangenheit und Zukunft, Mensch und Maschine vermischen sich im Zaubernebel. Das Theater ist bei Swoosh Lieu gleichzeitig Spielplatz und Kampfzone, Labor und Zärtlichkeitsmaschine.

Swoosh Lieu

Swoosh Lieu wurde 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen gegründet und arbeitet seitdem kontinuierlich in unterschiedlichen Konstellationen und Kooperationen. Das queerfeministische Frankfurter Kollektiv schafft temporäre Räume und Bilder in Echtzeit und thematisiert gleichzeitig ihre Herstellung.

Dea Ex Machina

Ein Projekt von: Swoosh Lieu

Konzept und Licht: Johanna Castell
Konzept, Sound und Text: Katharina Pelosi
Konzept, Video, Text und Performance: Rosa Wernecke
Bühne und Kostüm: Magdalena Emmerig
Puppenspiel und Robotik: Frieder Miller
Technische Leitung: Jones Seitz
Technische Leitung Gastspiele: Anahí Pérez
Sprecherinnen: Dela Dabulamanzi und Birte Schnöink
Fachliche Beratung: Hannah Fitsch
Outside Eye: Friederike Thielmann
Ausstattungsassistenz: Katharina Olt
Assistenz: Felix Giesler
Produktionsleitung: Annett Hardegen / Vierte Welt Produktion
Technische Produktion: Gefährliche Arbeit
Lichttechnik: Sebastian Schackert
Tontechnik: David Hoffmann
Bühnenbau: Till Korfhage
Fotos: Charlotte Bösling

Dauer: ca. 70 Minuten
Altersempfehlung: 16+
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

Hinweis: Es kommt an einigen Stellen Stroboskop-Licht zum Einsatz.

Eine Produktion von Swoosh Lieu in Koproduktion mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste, dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Rudolf Augstein Stiftung.
Swoosh Lieu werden gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Fussnoten