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Zukunft Bildung

Der Ausbildungsmarkt


27.5.2016
Hier wird der sogenannte Ausbildungsmarkt unter die Lupe genommen. Was versteht man unter Ausbildungsplatzangebot und -nachfrage? Wie haben sich die beiden Marktseiten in den vergangenen Jahren entwickelt und wie sieht die Ausbildungsmarktlage insgesamt aus?

Kampagneplakat für die duale Ausbildung: Die Betriebe entscheiden frei darüber, wie viele Ausbildungsstellen sie anbieten und mit wem sie diese besetzen.Kampagneplakat für die duale Ausbildung: Die Betriebe entscheiden frei darüber, wie viele Ausbildungsstellen sie anbieten und mit wem sie diese besetzen. (© picture-alliance/dpa, Rolf Vennenbernd)

Der Zugang zur dualen Berufsausbildung ist in Deutschland – im Unterschied zur schulischen oder hochschulischen Ausbildung sowie zu Berufsbildungssystemen der meisten anderen Staaten – marktförmig organisiert. Auch wenn vonseiten der Politik regelmäßig gefordert wird, dass Jugendliche mit einem ausreichenden Angebot an Ausbildungsstellen "versorgt" werden sollen, entscheiden die Betriebe frei darüber, wie viele Ausbildungsstellen sie anbieten und mit wem sie diese besetzen (Granato/Ulrich 2013, S. 315). Im Unterschied zur Begriffsverwendung am Arbeitsmarkt (Ulrich 2005) bezeichnet man am Ausbildungsmarkt als Angebot die angebotenen Ausbildungsstellen, als Nachfrage die Personen, die eine Ausbildung absolvieren möchten.

Die Angebotsseite: Ausbildungsplätze in den Betrieben



Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sowie die bei der Bundesagentur gemeldeten und noch nicht besetzten Ausbildungsstellen werden zusammen als das Ausbildungsplatzangebot in der dualen Berufsausbildung erfasst. Es belief sich für das Ausbildungsjahr 2014/2015 auf rund 563.055 Ausbildungsplätze (vgl. Matthes u.a. 2016). Dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden für diesen Zeitraum rund 522.093 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge gemeldet. Unbesetzt waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit am Ende des Ausbildungsjahres immer noch rund 40.960 Ausbildungsstellen.[1] Üblicherweise werden alle durch die Ausbildung anfallenden Kosten inklusive der Ausbildungsvergütung von den Betrieben selbst übernommen. Zwar gibt es auch die sogenannte "außerbetriebliche Ausbildung", in der die Ausbildungsplätze überwiegend vom Staat finanziert werden (siehe Infobox). Doch ist die Zahl solcher Ausbildungsplätze im Verhältnis zu den betrieblichen Ausbildungsplätzen sehr klein: Von den im Ausbildungsjahr 2014/15 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen war weniger als 4 Prozent überwiegend öffentlich finanziert.

Außerbetriebliche Ausbildung

Bei der überwiegend öffentlich finanzierten Berufsausbildung werden über 50 Prozent der Kosten des praktischen Teils im ersten Jahr der Ausbildung im Rahmen von Sonderprogrammen und Maßnahmen durch finanzielle Zuweisungen der öffentlichen Hand bzw. der Arbeitsverwaltung getragen. Diese Form der Berufsausbildung richtet sich an sogenannte marktbenachteiligte, sozial benachteiligte und lernbeeinträchtigte Jugendliche. Meist sind es außer- bzw. überbetriebliche Bildungsträger, die die entsprechenden Ausbildungsverträge mit diesen Jugendlichen abschließen. Die außerbetriebliche Ausbildung ist ebenfalls dual organisiert, wobei der praktische Teil der Ausbildung zumeist in der Werkstatt eines Bildungsträgers absolviert wird. Die Vermittlung erfolgt bei der außerbetrieblichen Ausbildung durch die Bundesagentur für Arbeit, eine direkte Bewerbung ist nicht möglich.


Um die Qualität der beruflichen Ausbildung aufrechtzuerhalten, sind die jeweils zuständigen Stellen (je nach Ausbildungsberuf etwa die Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer, Landwirtschaftskammer etc.) nach §32 des BBiG dazu verpflichtet, die Eignung der Ausbildungsstätten (§27) sowie die persönliche und fachliche Eignung der Ausbilder (§28-§30) zu überprüfen. Etwas mehr als die Hälfte aller Betriebe in Deutschland (57%) hatte im Jahr 2014 eine Ausbildungsberechtigung (BIBB-Datenreport 2016, Kapitel A4.10.2). 53 Prozent alleine, weitere 4 Prozent waren nur im Verbund mit anderen Betrieben oder Bildungseinrichtungen dazu berechtigt, auszubilden.[2] Allerdings bildet nur ein Teil der berechtigten Betriebe tatsächlich regelmäßig aus. Wie viele es sind, wird anhand der sogenannten Ausbildungsbetriebsquote errechnet: Sie gibt an, wie viele aller Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten letztlich Betriebe mit Auszubildenden sind. 2014 lag die Ausbildungsbetriebsquote bei 20,3 Prozent und ging somit gegenüber 2007 (24,1 %) deutlich zurück (BIBB-Datenreport 2016, Kapitel A4.10.1).

Abbildung 1 zeigt die längerfristige Entwicklung der beschriebenen Kennzahlen. Da das Ausbildungsplatzangebot auch von der allgemeinen Wirtschaftslage abhängt, wurde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Deutschland mit eingezeichnet [3]. Hier lässt sich gut erkennen, dass mit sinkendem BIP tendenziell auch das Ausbildungsplatzangebot (Säulen) abnimmt, Betriebe also weniger in die Ausbildung möglicher zukünftiger Mitarbeiter investieren. Entsprechend wird der wirtschaftliche Abschwung zu Beginn der 2000er Jahre auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt sichtbar, während mit den anschließenden Boom-Jahren ab 2006 wieder mehr Ausbildungsstellen angeboten werden. Auch die Finanzkrise von 2009, in der Grafik am kurzzeitig starken Einbruch des BIP zu erkennen, wirkte sich deutlich auf das Ausbildungsplatzangebot aus. Ab dem Jahr 2009 lässt sich in den Statistiken zudem das betriebliche und außerbetriebliche Ausbildungsplatzangebot getrennt ausweisen. Während das betriebliche Ausbildungsplatzangebot 2009 und 2010 einbrach, wurden Ausbildungsplätze vermehrt außerbetrieblich gefördert. Seitdem ist das außerbetriebliche Angebot wieder rückläufig. Die Zahl der mit Betrieben abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg 2011 wiederum an, sank bis zum Jahr 2013 und stagniert seitdem. Auffällig ist, dass auch zunehmend mehr Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Dies kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass Betriebe vermehrte Schwierigkeiten haben, geeignete Auszubildende zu finden. Ferner haben sich Betriebe in den letzten Jahren etwas aus der Ausbildung zurückgezogen, was an einer sinkenden Ausbildungsbetriebsquote festgemacht werden kann. Vor allem Kleinstbetriebe mit bis zu neun Beschäftigten bilden immer weniger aus (BIBB-Datenreport 2016, Kapitel A4.10.1; siehe auch Abschnitt "Die duale Ausbildung – ein Zukunftsmodell?").

Abbildung 1: Ausbildungsplatzangebot und Ausbildungsbetriebsquote in Deutschland, 2000–2015Abbildung 1: Ausbildungsplatzangebot und Ausbildungsbetriebsquote in Deutschland, 2000–2015 (PDF-Icon Grafik als PDF) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Die Nachfrageseite: Junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz



Kommen wir nun zur Situation junger Menschen auf dem Ausbildungsmarkt. Das Ausbildungsjahr beginnt formal am 1. Oktober eines jeden Jahres und dauert bis zum 30. September des Folgejahres. Für das Ausbildungsjahr 2014/15 ergab sich eine Nachfrage von 602.900 ausbildungssuchenden Personen. Von diesen hatten 522.093 (knapp 87 %) bis zum 30. September 2015 einen Ausbildungsvertrag im dualen System erhalten (vgl. Matthes u.a. 2016). Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren zu diesem Stichtag noch 80.791 Ausbildungsstellenbewerber als suchend registriert. Betrachtet man nicht nur die am Stichtag noch als suchend registrierten, sondern alle institutionell erfassten Ausbildungsinteressierte (also alle, die einen Ausbildungsvertrag im dualen System unterschrieben hatten oder irgendwann im Ausbildungsjahr bei der BA als Ausbildungsstellenbewerber registriert waren), so liegt deren Zahl deutlich über der offiziell ermittelten Nachfrage, nämlich bei 804.369 Ausbildungsinteressierten. Als Bewerber werden hierbei allerdings lediglich jene Personen gezählt, die von den Vermittlern der BA als "ausbildungsreif" eingestuft wurden. Hervorzuheben ist auch, dass ein erheblicher Teil der Bewerber nicht unmittelbar von der Schule kommt. Wie die BA/BIBB-Bewerberbefragung 2014 zeigt, hatten sich 28 Prozent von ihnen schon in früheren Jahren um eine Ausbildungsstelle bemüht, waren also sogenannte "Altbewerber" (BIBB-Datenreport 2016, Kapitel A3.1.2).

Die Nachfrage nach betrieblichen Ausbildungsstellen hängt zum einen von der demografischen Entwicklung ab, also von der Geburtenzahl und der Zahl der Schulabgänger. Schon seit der Jahrtausendwende sinkt die Bevölkerungszahl in Deutschland (BIBB-Datenreport 2015, Kapitel C1.2) und es wird auch von der Zuwanderung abhängen, wie sie sich künftig entwickeln wird. In welchem Maße es gelingen wird, die aktuell in Deutschland aufgenommenen Flüchtlinge auch in das duale Ausbildungssystem zu integrieren, ist weiterhin offen. Seit Mitte der 2000er Jahre nimmt die Zahl der Abgänger aus den allgemeinbildenden Schulen ab, obgleich die doppelten Abiturjahrgänge zwischen 2007 und 2013 den Rückgang zwischenzeitlich etwas gemildert haben (BIBB-Datenreport 2015, Kapitel C1.2). Zum anderen wird die Nachfrage nach Ausbildungsstellen auch davon beeinflusst, welche (Aus-)Bildungsentscheidungen die Jugendlichen treffen, also welche Schulabschlüsse sie erwerben und welche Ausbildungswege sie anschließend wählen. So strebten in den vergangenen Jahren mehr und mehr junge Menschen ein Hochschulstudium an und auch die Zahl derer, die an Schulen des Gesundheitswesens eine vollzeitschulische Ausbildung beginnen, ist gestiegen (BIBB-Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015, Kapitel C1.1). Trotz dieser Entwicklungen beginnt aber nach wie vor ein Großteil der Jugendlichen eine duale Berufsausbildung. Die Ausbildungsanfängerquote, also der Anteil der Wohnbevölkerung Deutschlands, die irgendwann im Laufe ihres Lebens eine duale Berufsausbildung aufnehmen, ist zwar zurückgegangen, sie beträgt im Jahr 2014 aber immer noch 53,4 Prozent (BIBB-Datenreport 2016, Kapitel A4.5).

Die Ausbildungsmarktlage



Wie gut Angebot und Nachfrage am Ausbildungsmarkt zusammenpassen, in welchem Maße die Betriebe ihre Ausbildungsplätze besetzen können bzw. ob Ausbildungsinteressierte einen Ausbildungsplatz erhalten, betrachtet man bei der Analyse der Ausbildungs(stellen)marktlage. Häufig wird dazu die sogenannte Angebots-Nachfrage-Relation (ANR) herangezogen. Sie setzt die Zahl der verfügbaren Ausbildungsstellen und die Zahl der Ausbildungssuchenden ins Verhältnis zueinander (siehe Infobox zu den Details ihrer Berechnung). Für das Ausbildungsjahr 2014/15 standen entsprechend der ANR bundesweit rechnerisch 90 betriebliche Ausbildungsplatzangebote 100 Nachfragenden gegenüber. Inklusive der überwiegend öffentlich finanzierten Ausbildungsplätze ergab sich eine ANR von 93,4 Prozent, also rechnerisch 93 Ausbildungsplatzangebote je 100 Nachfragenden. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen seitens der ausbildungsreifen Bewerber war demnach etwas höher als die Zahl der tatsächlich angebotenen Ausbildungsplätze.

Angebots-Nachfrage-Relation (ANR)

Die Angebots-Nachfrage-Relation (ANR; "erweiterte" Definition) auf dem Ausbildungsstellenmarkt errechnet sich aus dem Quotienten von Angebot und Nachfrage. Das Ausbildungsplatzangebot setzt sich aus der Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30.09. und der zum 30.09. bei der BA gemeldeten und noch unbesetzten Ausbildungsplätze zusammen. Die Nachfrage wird als Summe aus den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zuzüglich der bei der BA registrierten Ausbildungsstellenbewerber, die zum 30.09. weiterhin einen Ausbildungsplatz suchen, errechnet. Berücksichtigt man nur das betriebliche Ausbildungsplatzangebot, schließt also die außerbetrieblichen Ausbildungsstellen aus, ergibt sich die betriebliche ANR. Konkret beträgt diese für das Ausbildungsjahr 2014/2015:

ANR =522.093 + 40.960=563.055= 93,4
522.093 + 80.791602.886


ANRbetrieblich =503.229 + 40.960=544.188= 90,3
522.093 + 80.791602.886

Quelle: Matthes u.a. 2016; Daten: Ausbildungsstatistik der BA und BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September (Einzelwerte der BIBB-Erhebung aus Datenschutzgründen jeweils auf ein Vielfaches von drei gerundet, deshalb können Summenwerte von der Summe der Einzelwerte geringfügig abweichen.)


Diese rein statistische Durchschnittskennzahl ist allerdings kritisch zu sehen. So gibt es deutliche Unterschiede zwischen Regionen: Während zum Beispiel im Arbeitsagenturbezirk Regensburg oder Greifswald eine ANR von über 114 ausgewiesen wird (dort gab es also mehr Ausbildungsplätze als ausbildungsreife Bewerber), liegt diese in Recklinghausen oder Hameln deutlich ungünstiger bei weniger als 80 (dort gab es also weniger Ausbildungsplätze als Bewerber).[4] Darüber hinaus ist nicht jeder freie Ausbildungsplatz auch jedem Bewerber zugänglich, denn die Betriebe wählen ihre Auszubildenden nicht selten äußerst kritisch aus. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz hängt dabei wesentlich von den individuellen Merkmalen der Bewerber ab, insbesondere von deren Schulbildung. Obwohl es keine formalen Zugangsvoraussetzungen gibt und es rein rechtlich gesehen möglich ist, nach dem Erfüllen der allgemeinen Schulpflicht auch ganz ohne Abschluss eine duale Ausbildung zu beginnen, haben Personen, die keinen oder nur einen Hauptschulabschluss haben, faktisch deutlich geringere Aussichten einen Ausbildungsplatz zu bekommen (siehe Beruf, Berufswahl und Übergang in Ausbildung). Auch erfasst die ANR in der Nachfrage überhaupt nur einen Teil derjenigen Personen, die sich für einen Ausbildungsplatz interessieren. Denn von der BA werden nur diejenigen offiziell als Bewerber gezählt (und gehen damit in die Angebots-Nachfrage-Relation ein), die vom zuständigen Vermittler der BA als "ausbildungsreif" und für den angestrebten Beruf geeignet eingestuft werden (Müller-Kohlenberg u.a. 2005).[5]

Probleme am Ausbildungsstellenmarkt können sich aber nicht nur in einer zu niedrigen (Mangel an Ausbildungsstellen) oder einer zu hohen (Mangel an Ausbildungsstellenbewerbern) Angebots-Nachfrage-Relation zeigen. Schwierig ist auch, wenn zeitgleich Ausbildungsstellenangebote nicht besetzt und Nachfragende nicht in Ausbildung vermittelt werden können. Diese sogenannten "Passungsprobleme" nehmen seit 2009 zu (Matthes u.a. 2016). Warum werden die offenen Ausbildungsstellen nicht mit den noch suchenden Bewerbern besetzt? Dass Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt nicht zusammenfinden, kann verschiedene Gründe haben. Sie können auf der beruflichen Ebene liegen: Diejenigen, die noch nach einer Ausbildungsstelle suchen, wünschen sich nicht die Berufe, für die es noch offene Ausbildungsstellen gibt. Oder auf der qualifikatorischer Ebene: Diejenigen, die sich auf noch offene Stellen bewerben, haben nicht die Schulabschlüsse, die die Betriebe fordern. Schließlich kann die Region ausschlaggebend sein: In manchen Regionen sind viele Ausbildungsstellen nicht besetzt, in anderen sind viele Jugendliche ohne Ausbildungsstelle .

Literatur



BIBB (Hrsg.) (2016): Datenreport zum Berufsbildungsbericht. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Vorversion Bonn; URL: https://www.bibb.de/datenreport/

BIBB (Hrsg.) (2015): Datenreport zum Berufsbildungsbericht. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Bonn.

Granato, Mona; Ulrich, Joachim G. (2013): Die Reformierbarkeit des Zugangs in duale Berufsausbildung im Spannungsfeld institutioneller Widersprüche. In: Swiss Journal of Sociology, 39/2, S. 315 – 339.

Matthes, Stefanie; Ulrich, Joachim G.; Flemming, Simone; Granat, Ralf (2016): Mehr Ausbildungsplatzangebote, stabile Nachfrage, wachsende Passungsprobleme. Die Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2015. Bonn (BIBB, Fachbeitrag im Internet vom 02.02.2016); URL: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a21_beitrag_naa-2015.pdf

Müller-Kohlenberg, Lothar; Schober, Karin; Hilke, Reinhard (2005): Ausbildungsreife - Nu-merus clausus für Azubis? Ein Diskussionsbeitrag zur Klärung von Begriffen und Sachverhalten. BWP, Heft 3, S. 19-23.

Ulrich, Joachim G. (2005): Probleme bei der Bestimmung von Ausbildungsplatznachfrage und Ausbildungsplatzangebot. Definitionen, Operationalisierungen, Messprobleme. Bonn (BIBB, Fachbeitrag im Internet vom 31.01.2005); URL: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a21_leitartikel_lehrstellenbilanz-2004-05_ulrich_definition-nachfrage.pdf


Fußnoten

1.
Da die Zahlen aufgrund von Datenschutzbestimmungen jeweils auf ein Vielfaches von drei gerundet werden, können Summenwerte von der Summe der Einzelwerte abweichen.
2.
Das BIP gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres in einem Land hergestellt wurden.
3.
Hierbei handelt es sich um einen Befund auf Basis des IAB-Betriebspanels; eine repräsentative Befragung von Betrieben in Deutschland, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung durchführt.
4.
Siehe BIBB-Tabellen zum Ausbildungsmarkt, URL: https://www.bibb.de/de/38906.php, Tabelle 37.
5.
Die "klassische" ANR hatte zudem die Bewerber nicht berücksichtigt, die "alternativ verblieben" waren; dies sind solche Ausbildungsstellenbewerber und -bewerberinnen, die zum Stichtag 30.09. z.B. doch in einer Berufsvorbereitungsmaßnahme oder in der Alternative "Jobben/Arbeit" verblieben waren. Die hier berichtete erweiterte ANR zählt solche Personen jedoch auch zur Nachfrage (Ulrich 2005). Dennoch ist es immer zu empfehlen nicht nur einen Indikator zu betrachten, wenn man sich ein gutes Gesamtbild über die Situation am Ausbildungsstellenmarkt machen möchte. Neben der ANR werden deshalb auch weitere Indikatoren verwendet; siehe hierzu Matthes u.a. 2016.
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Autoren: Christian Ebner, Alexandra Uhly für bpb.de
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