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Prozesspolitik

P. (auch: Ablaufpolitik) bezeichnet die direkte Intervention des Staates in wirtschaftliche Abläufe. Mit der generellen Ausrichtung auf Stabilität und Wachstum werden insb. vier Ziele der Wirtschaftspolitik unterschieden: a) Eindämmung konjunktureller (kurzfristiger) Schwankungen, b) Stärkung des (langfristigen) wirtschaftlichen Wachstums, c) Ausgleich regionaler Ungleichheiten, Intervention in Branchenkrisen, d) Veränderung der gegebenen Vermögens- oder Einkommensverteilung.

Aufgrund der Einbettung in die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) haben nationale wirtschaftliche Interventionen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nur noch wenig Spielraum. Ggt.: Ordnungspolitik.

Siehe auch:
Intervention/Interventionsstaat
Staat
Stabilität
Wachstum
Wirtschaftspolitik
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)
Europäische Union (EU)
Ordnungspolitik

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.



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