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Coverbild Wiedergutmachung und Gerechtigkeit

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 25–26/2013)

Wiedergutmachung und Gerechtigkeit

Im globalisierten Moraldiskurs um die Aufarbeitung von vergangenem staatlichen Unrechtshandeln dient die deutsche Wiedergutmachungspolitik und der Umgang mit NS-Verbrechen häufig als Referenz. Lässt sich staatliches Unrecht überhaupt "wiedergutmachen" und Schuld "ent-schuldigen"? Was wird den Opfern, ihren Hinterbliebenen oder Nachfahren gerecht, wie kann ihnen Gerechtigkeit widerfahren?

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Inhalt

Wenn in Tunesien über Entschädigungen für die Opfer des Ben-Ali-Regimes verhandelt wird, der australische Premierminister um Entschuldigung für das Unrecht gegenüber den Aborigines bittet oder der Internationale Strafgerichtshof Anklage gegen Kriegsverbrecher erhebt, spricht man in der Wissenschaft von Maßnahmen der Transitional Justice. In dem mittlerweile globalisierten Moraldiskurs um die juristische und moralische Aufarbeitung von vergangenem staatlichen Unrechtshandeln dient die deutsche Wiedergutmachungspolitik und der Umgang mit NS-Verbrechen häufig als Referenz. Nicht zu vergessen ist dabei, wie lange es dauerte, bis die Anerkennung der historischen Schuld an Nationalsozialismus und Holocaust in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft tatsächlich Folgen zeitigte. Die strafrechtliche Verfolgung ist noch immer nicht abgeschlossen, und bis heute wird um Entschädigungen für die Opfer gerungen.



Autor: bpb, Seiten: 56, Erscheinungsdatum: 17.06.2013, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7325

 

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