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Dokumentation: Attentate und Morde an Separatistenanführern in den selbsternannten "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" | Ukraine-Analysen | bpb.de

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Dokumentation: Attentate und Morde an Separatistenanführern in den selbsternannten "Volksrepubliken Donezk und Luhansk"

/ 2 Minuten zu lesen

Der Mordanschlag auf Alexander Sachartschenko war nicht das einzige Attentat auf einen Separatistenanführer in der Ostukraine. Eine Übersicht der seit 2015 verübten Attentate auf Oberhäupter der selbsternannten "Volksrepubliken" bietet diese Dokumentation.

Herausgeber der Länderanalysen

Gemeinsam herausgegeben werden die Ukraine-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

Junge Menschen in Moskau halten Portrais des ermordeten Spearatistenanführers Arsenji Pawlow und Mitstreitern in den Händen. (© picture alliance / Anton Novoderezhkin/TASS/dpa)

Alexander Sachartschenko war das ranghöchste Todesopfer einer Reihe von Anschlägen, die seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine auf wichtige Separatistenanführer der selbsternannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk verübt wurden. Anbei eine Übersicht der Attentate an den bekanntesten Milizkommandeuren und Anführern der "DNR" und "LNR".

01.01.2015

In der Nähe der Stadt Lutugino (Region Luhansk) wird die Wagenkolonne des Stabschefs der 4. Brigade der "Volksrepublik Luhansk" ("LNR"), Alexander Bednow (Kampfname "Batman"), beschossen. Später teilt die "Generalstaatsanwaltschaft" der "LNR" mit, Bednow und andere Mitglieder des Bataillons "Batman" seien bei einer Operation zur Festnahme von Verdächtigen in Fällen von Folter, Morden, Geiselnahmen und illegalen Verhaftungen durch die Volksmiliz der "LNR" erschossen worden.

23.01.2015

Das Auto von Jewgenij Ischtschenko (auch Bekannt als "Malysch", dt. "Kleiner"), einem Oberhaupt der Stadt Perwomajsk in der "LNR" und Kommandeur der "Kosakenvolksgarde", wird beschossen. Am nächsten Tag wird er tot aufgefunden.

23.05.2015

Das Auto des Kommandeurs der Milizbrigade "Prisrak" (dt. "Gespenst"), Alexej Mosgowoj, fährt nahe der Ortschaft Altschewsk – etwa 40 Kilometer von Luhansk – auf eine Mine und wird von mehreren Maschinengewehren ins Kreuzfeuer genommen. Zum Attentat bekennt sich die ukrainische Partisanengruppe "Teni" (dt. "Schatten").

12.12.2015

Pawel Drjomow, Kommandeur einer Kosakenbrigade der LNR-Volksmiliz (auch bekannt als "Batja", dt. "Vater") und enger Kampfgefährte von Alexej Mosgowoj, kommt durch eine Bombe, die in seinem Auto detoniert, zu Tode. Er war gerade in der Nähe von Luhansk unterwegs und kam von seiner eigenen Hochzeit.

09.01.2016

In der Stadt Horliwka (Donezker Gebiet) wird der Vizekommandeur der 100. Brigade der "Republikanischen Garde" der "Volksrepublik Donezk", Jewgenij Kononenko (Kampfname "Kot", dt. "Kater") von einem Scharfschützen erschossen.

16.10.2016

In Donezk kommt mit Arsenij Pawlow (besser bekannt unter seinem Kampfnamen "Motorola") einer der bekanntesten Anführer der Donbass-Milizen durch einen Bombenanschlag ums Leben. Er stirbt, als im Aufzug seines Wohnhauses ein Sprengsatz detoniert. Pawlow war Kommandant der "Sparta"-Einheit, die für ihre Brutalität berüchtigt war, und brüstete sich vor der Presse damit, mehr als ein Dutzend ukrainischer Gefangener erschossen zu haben.

27.01.2017

Walerij Bolotow, von Mai bis August 2014 Republikchef der "LNR", stirbt aus bisher ungeklärten Umständen in seinem Wohnhaus in Moskau. Es wird über eine Vergiftung spekuliert, da Bolotow seiner Frau kurz vor seinem Tod mitteilt, dass sein Gesundheitszustand sich nach der Einnahme einer Tasse Kaffee, die er bei einem Treffen mit dem ehemaligen "Parlamentssprecher" der "LNR", Alexej Karjakin, zu sich nahm, rapide verschlechtert hat.

08.02.2017

In Donezk kommt der Kommandeur der Milizbrigade "Somali", Michail Tolstych (Kampfname "Giwi"), ums Leben, als ein Geschoss, vermutlich von einem Raketen- oder Granatwerfer, sein Büro trifft, in dem er sich aufhält. Tolstych wird, wie seinem engen Freund Arsenij Pawlow, die Misshandlung von ukrainischen Kriegsgefangenen vorgeworfen.

Quellen: https://tass.ru/info/5512077; https://ria.ru/world/20170208/1487448142.html; https://www.nzz.ch/international/mordserie-in-der-ostukraine-das-sterben-der-separatisten-ld.145364

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