Aushang Stellenangebote im Schaufenster der Zeitarbeitvermittlung Randstad. Hier: Job-Angebot für Industriemechaniker. Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, 19.12.2003

Vollbeschäftigung?

Das deutsche "Jobwunder“ mitten in Krisenzeiten lässt Vollbeschäftigung wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders der 1960er Jahre wieder als realistisches Ziel erscheinen. Doch oft wird übersehen, dass hinter dem Beschäftigungswunder von damals eine historische Sondersituation, geprägt vom Wiederaufbauboom der Nachkriegszeit und der weitgehenden Exklusion von Frauen aus dem Arbeitsmarkt, stand. Zudem beruht das heutige "Jobwunder“ erheblich auf der Ausweitung von im Vergleich zum sogenannten Normalarbeitsverhältnis atypischen, bisweilen prekären Beschäftigungsformen.

Dennoch halten viele am Ziel der Vollbeschäftigung, zumal in Wahlkampfzeiten, fest: Ein hoher Beschäftigungsstand kann für wirtschaftliche Nachfrage und Wachstum sorgen und den Beschäftigten finanzielle Ressourcen, gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe an sozialen Sicherungssystemen ermöglichen.

     

Anne Seibring

Editorial

Mitten in Krisenzeiten hält das deutsche "Jobwunder“ an, Vollbeschäftigung wie in den 1960er Jahren scheint vielen wieder möglich. Ist das Vollbeschäftigungsziel unter veränderten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen realistisch oder eine Illusion, ja ein Mythos? Weiter...

Thomas Straubhaar

Wege zur Vollbeschäftigung - Essay

Das"deutsche Jobwunder“ in Krisenzeiten verblüfft die Welt. Das Ziel der Vollbeschäftigung erscheint wieder erreichbar. Die erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre muss fortgesetzt werden und weitere Reformen müssen erfolgen. Weiter...

Hans-Jürgen Urban

Gute Arbeit: Leitbild einer zeitgemäßen Vollbeschäftigungspolitik - Essay

Das Szenario des "Endes der Arbeitsgesellschaft“ und das Leitbild der prekären Vollbeschäftigungspolitik sind gescheitert. Faire Löhne, sichere Beschäftigung, Bildungsinvestitionen und humane Arbeitsbedingungen weisen die richtige Richtung. Weiter...

Aysel Yollu-Tok, Werner Sesselmeier

Vollbeschäftigung: ein zeit- und gesellschaftskontingenter Begriff

Die rein ökonomische Definition von Vollbeschäftigung ist nicht in zeitlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eingebettet und muss daher, je nach gesellschaftlicher Organisation von Arbeit, wirtschaftspolitisch übersetzt werden. Weiter...

Martin Dietz, Michael Stops, Ulrich Walwei

Vollbeschäftigung in Sicht? Zur Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktlage hat sich zuletzt deutlich verbessert, der Aufwärtstrend könnte sich nach Prognosen fortsetzen. Von Vollbeschäftigung kann noch nicht die Rede sein, aber von guten Chancen, die Beschäftigungssituation weiter zu verbessern. Weiter...

Markus Promberger

Mythos der Vollbeschäftigung und Arbeitsmarkt der Zukunft

Vollbeschäftigung verkörpert den Traum von einem sozial gerechten Kapitalismus, erwies sich in der Vergangenheit jedoch als Ausnahme. Würde sie künftig Wirklichkeit, so wäre sie wohl mit einer tiefen Spaltung des Arbeitsmarktes verbunden. Weiter...

Toni Pierenkemper

Kurze Geschichte der "Vollbeschäftigung" in Deutschland nach 1945

Vollbeschäftigung als gänzliche Abwesenheit von Arbeitslosigkeit, wie in der DDR offiziell immer, in Westdeutschland lediglich in den 1960er Jahren erreicht, gilt noch häufig als Ziel der Arbeitsmarktpolitik, erweist sich aber als eine Chimäre. Weiter...

Friederike Maier

Ist Vollbeschäftigung für Männer und Frauen möglich?

Die 1960er Jahre als Jahre der Vollbeschäftigung zu bezeichnen bedeutet, sich allein auf Männer zu beziehen. Heute müssen beide Geschlechter berücksichtigt und ungesicherte Beschäftigung für Frauen eingedämmt werden. Weiter...

Günther Schmid

Annäherungen an eine Politik der Vollbeschäftigung in Europa

Angesichts der Arbeitsmarktsituation in vielen Ländern Europas scheint es utopisch, von Vollbeschäftigung zu reden. In Annäherung an dieses Ziel zeigt sich, dass es vor allem der Schaffung neuer institutioneller Kapazitäten bedarf. Weiter...