Blick in das Münchner Hofbräuhaus am Platzl. Foto: M. C. Hurek

24.9.2012 | Von:
Michael Meuser

Entgrenzungsdynamiken: Geschlechterverhältnisse im Umbruch

Bildung

Erhebliche Veränderungen der Geschlechterrelation kennzeichnen die Entwicklungen im Bildungssystem. Im Schuljahr 1960/1961 betrug der Jungenanteil im Gymnasium 60 Prozent, der Mädchenanteil 40 Prozent, bis zum Schuljahr 2008/2009 war der Jungenanteil auf 47 Prozent gesunken, der der Mädchen auf 53 Prozent gestiegen. Die Hauptschule hat sich im gleichen Zeitraum von einer Schulform mit ausgeglichener Geschlechterrelation zu einer mehr von Jungen (55,5 Prozent) als von Mädchen (44,5 Prozent) besuchten Schule entwickelt.[19]

In den PISA-Studien zum Leistungsstand von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern sind die Leseleistungen der Mädchen erheblich besser als die der Jungen, während in Mathematik und in den Naturwissenschaften die Jungen ein höheres Leistungsniveau aufweisen, allerdings nicht im gleichen Maße wie die Mädchen beim Lesen. Die PISA-Studie 2006 ergab eine im Mittel um 42 Leistungspunkte höhere Lesekompetenz der Mädchen (517 gegenüber 475) und eine um 19 Punkte höhere Kompetenz in Mathematik sowie eine um sieben Punkte höhere Kompetenz in Naturwissenschaften bei den Jungen.[20]

Diese Daten sowie der Umstand, dass die Schülerinnen im Durchschnitt die Schule mit besseren Noten abschließen als die Schüler, haben eine Diskussion über eine vermeintliche Bildungsbenachteiligung der Jungen ausgelöst. In diesem Zusammenhang wird die "Feminisierung“ des Lehramts, insbesondere in der Grundschule, als ein Grund hierfür angeführt, also der Umstand, dass Schülerinnen und Schüler überwiegend und in der Grundschule nahezu ausschließlich von Frauen unterrichtet werden. Allerdings ist der Unterschied in den Leseleistungen zwischen Jungen und Mädchen am Ende der Grundschule nur gering ausgeprägt.[21] Er wird größer in den weiterführenden Schulen, in denen deutlich mehr Männer unterrichten (in den Gymnasien sind knapp 50 Prozent der Lehrkräfte männlich). Zudem zeigt ein historischer Rückblick, dass auch in den 1950er und 1960er Jahren, als mit Ausnahme des Primarbereichs das Lehramt nicht "feminisiert“ war, die Mädchen im Schnitt bessere Noten als die Jungen hatten.[22] Das schlechtere Bildungsniveau der Jungen wird augenscheinlich dann zu einem Problem, wenn eine wachsende Zahl von männlichen Hauptschulabsolventen wegen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt keinen Ausbildungsplatz mehr findet.

Hinsichtlich der Frage nach einer möglichen Bildungsbenachteiligung der Jungen ist des Weiteren zu berücksichtigen, dass es sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen eine erhebliche Streuung der Leistungswerte gibt. Zwar sind die Jungen mit ihren Leseleistungen in der PISA-Studie 2009 auf den unteren Kompetenzstufen stärker vertreten als die Mädchen und umgekehrt die Mädchen auf den oberen stärker als die Jungen, doch ist der Anteil von Jungen und Mädchen auf der mittleren, am häufigsten besetzten Kompetenzstufe nahezu gleich.[23] Weder Jungen noch Mädchen sind eine einheitliche Gruppe, eine generelle Bildungsbenachteiligung von Jungen ist nicht gegeben. Die größten Unterschiede finden sich nicht zwischen Jungen und Mädchen, sondern zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund und aus unterschiedlichen sozialen Schichten.[24]

Gleichwohl ist nicht zu übersehen, dass junge Frauen heute im Schnitt mit besseren Bildungsabschlüssen in die Berufswelt gehen als junge Männer. Bislang hat sich dieses Bildungskapital allerdings nicht in entsprechende Vorteile bei Berufskarrieren umsetzen lassen. Dies liegt vor allem daran, dass die Mehrzahl der Frauen bei der Geburt eines Kindes ihre Erwerbstätigkeit reduziert oder für einige Jahre unterbricht, was nahezu zwangsläufig einen Karriereknick zur Folge hat.

Familie

Trotz gestiegener Erwerbsquote der Frauen und eines gesellschaftlichen Diskurses, der der Figur des männlichen Familienernährers ihre vormalige fraglose Gültigkeit entzogen hat, sind in der Mehrzahl der deutschen Paarhaushalte die Männer weiterhin in der Position des Allein- oder Haupternährers. Daten des Sozio-oekonomischen Panels zufolge war dies 2007 in 64,3 Prozent der Haushalte der Fall, wobei es allerdings deutliche Ost-West-Unterschiede gibt. In Ostdeutschland betrug der Wert nur 45,1 Prozent, in Westdeutschland hingegen 68,8 Prozent. Eine egalitäre Einkommenserwirtschaftung fand in 28,1 Prozent der Haushalte statt (43,7 Prozent im Osten, 24,4 Prozent im Westen), die Frau in der Position der Familienernährerin gab es in 7,6 Prozent der Haushalte (11,2 Prozent im Osten, 6,8 Prozent im Westen). Letztere Konstellation ist in den meisten Fällen jedoch nicht Ausdruck einer entsprechenden Absicht, sondern durch eine ungewollte Arbeitslosigkeit oder ein sehr geringes Einkommen des Mannes bedingt.[25]

Untersuchungen, die danach fragen, welche Bedeutung die Befragten verschiedenen Lebensbereichen zumessen, zeigen, dass jungen Männern und Frauen Beruf und Familie nahezu gleichermaßen wichtig sind. Der Beruf rangiert ein wenig höher als die Familie, für Männer wie für Frauen. Jungen Männern sind Familie und Kinder nur um ein Geringes weniger wichtig als jungen Frauen.[26] Das heißt jedoch nicht, dass es eine große Bereitschaft unter Männern gibt, berufliche Belange zugunsten familiärer zurückzustellen. Zwar sagten in einer Befragung nahezu 95 Prozent der Männer sowohl, es sei Aufgabe des Vaters, das Familieneinkommen zu sichern, als auch, es sei seine Aufgabe, Zeit für die Kinder zu haben, doch sind nur 43 Prozent bereit, dafür Einbußen bei der eigenen Karriere in Kauf zu nehmen.[27]

Wie eine Studie des Bundesfamilienministeriums zeigt, erhöhen Männer die für Erwerbsarbeit aufgewendete Zeit, wenn sie Vater werden. 56 Prozent der kinderlosen Männer arbeiten 36 Stunden pro Woche und mehr. Dieser Wert steigt auf 75 Prozent nach der Geburt des ersten Kindes und auf 82 Prozent mit einem zweiten Kind.[28]

Aus weiteren Studien ist bekannt, dass die Partnerschaften junger Paare ohne Kind zwar nicht völlig egalitär sind, dass aber die Männer an der Hausarbeit in nicht geringem Maße beteiligt sind. Mit der Geburt des ersten Kindes setzt ein Prozess der Retraditionalisierung ein. Hausarbeit und Kinderbetreuung werden mehr und mehr zur Aufgabe der Frauen.[29] Väter wenden weniger Zeit für Haus- und Familienarbeit auf als kinderlose Männer (187 gegenüber 211 Minuten pro Tag).[30] Gemäß den Daten des European Social Survey gehört Deutschland zu den europäischen Ländern mit der geringsten Kooperationsrate der Männer bei Haushaltstätigkeiten.[31] In den Familien besteht eine hohe Diskrepanz zwischen dem von beiden Partnern präferierten und dem tatsächlich praktizierten Arrangement.

Obwohl diese Daten auf die Persistenz, die Hartnäckigkeit der traditionellen geschlechtlichen Arbeitsteilung hinweisen, lässt sich daraus nicht schließen, in den privaten Geschlechterbeziehungen habe es keine Veränderungen gegeben. Mit der Funktion des Ernährers ist nicht mehr ein selbstverständlicher Anspruch auf die Position des Familienoberhaupts verknüpft. Des Weiteren wollen zwar die meisten Männer die Ernährerfunktion als Teil ihres Vaterschaftskonzeptes bewahren, betrachten sie aber nicht als die "Essenz“ von Vaterschaft.[32]

Vaterschaft erschöpft sich nicht mehr in einem Engagement für die Familie. Die von Vätern für Kinderbetreuung aufgewendete Zeit hat sich in einem Zeitraum von 20 Jahren (1985 bis 2004) erhöht, allerdings in beträchtlichem Maße nur am Sonntag (von 4,4 auf 5,7 Stunden bei den westdeutschen Vätern), während der Wert für die Wochentage nur leicht (von 2,3 auf 2,7 Stunden) gestiegen ist.[33] Ein Engagement des Vaters in der Familie bedeutet nicht zwangsläufig eine zeitliche Entlastung der Mutter. Eine australische Studie zur familialen Zeitverwendung von Vätern und Müttern hat ergeben, dass Väter deutlich weniger Zeit mit ihren Kindern allein verbringen als Mütter. In 92 Prozent der Zeit, die Väter mit ihren Kindern verbringen, sind auch die Mütter anwesend. Der entsprechende Wert für die Mütter beträgt 71 Prozent.[34]

Fazit

Mit der Zugehörigkeit zu dem einen oder dem anderen Geschlecht sind immer noch unterschiedliche Teilhabechancen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verbunden. Diese sind, wie die Entwicklungen im Bildungssystem zeigen, nicht mehr durchgängig zu Lasten der Frauen verteilt. Im Erwerbsleben und in der Familie reproduzieren sich hingegen – und dies oft gegen die Intentionen von Frauen und Männern – in hohem Maße tradierte Strukturen.

In der Politik, auf die hier nicht detailliert eingegangen wurde, stellen sich die Verhältnisse offener dar. Dies ist nicht nur daran zu sehen, dass Deutschland seit nunmehr sieben Jahren von einer Frau regiert wird. Allerdings darf die symbolische Wirkung einer vermehrten Präsenz von Frauen in Spitzenpositionen der Politik in ihrer Bedeutung nicht unterschätzt werden. Der Wandel der Geschlechterverhältnisse im politischen Feld zeigt sich neben der stärkeren Präsenz von Frauen in Bundes- und Landesregierungen in dem Anstieg der Zahl weiblicher Abgeordneter in den Parlamenten und den Parteigremien. Im Deutschen Bundestag etwa lag der Frauenanteil bis Mitte der 1980er Jahre unter zehn Prozent, danach stieg er bis Ende der 1990er Jahre auf 30 Prozent an. Seitdem pendelt er zwischen diesem Wert und 33 Prozent.[35] In den Spitzengremien der im Bundestag vertretenen Parteien liegt der Frauenanteil zwischen 25 (FDP) und 50 Prozent (Bündnis 90/Grüne und Linke). Der männerbündische Charakter, der für das politische Feld lange Zeit gleichermaßen wie für die Wirtschaft charakteristisch war, ist in der Politik ein Stück weit aufgebrochen worden.

Resümiert man die zuvor referierten Befunde, so zeigt sich, dass die Veränderungsdynamik der Geschlechterverhältnisse von einer Parallelität von Kontinuität und Wandel geprägt ist. Festzuhalten ist, dass als Folge der erheblichen Veränderungen im Wertesystem die gesellschaftliche Dominanz des männlichen Geschlechts nicht mehr fraglos gegeben ist. Sie ist zwar in vielen Bereichen weiterhin präsent, allerdings setzt sich "die männliche Herrschaft nicht mehr mit der Evidenz des Selbstverständlichen“ durch,[36] sondern muss in wachsendem Maße begründet und legitimiert werden.

Die Entwicklung verläuft in den verschiedenen Bereichen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und auch nicht immer in die gleiche Richtung. Insbesondere lässt sich eine Ungleichzeitigkeit im Vergleich von beruflicher und privater Sphäre feststellen. Einer fortschreitenden Entgrenzung in der Sphäre des Berufs (wachsende Inklusion der Frauen in die Erwerbsarbeit, tendenzielle Auflösung der Unterscheidung von sogenannten Männer- und Frauenberufen) steht eine hartnäckige Kontinuität tradierter Aufgabenverteilungen in Partnerschaft und Familie gegenüber.

Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich, wie bei mehreren Punkten deutlich wurde, die Verhältnisse in den östlichen und den westlichen Bundesländern zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. Als Folge der Unterschiede der Gesellschaftssysteme zwischen 1945 und 1990 stehen die Geschlechterverhältnisse in den östlichen Bundesländern in einer anderen gesellschaftlichen Tradition als in den westlichen.

Dies betrifft insbesondere die Figur des männlichen Familienernährers, die es in der DDR, in der die Vollerwerbstätigkeit beider Partner die Regel war, faktisch nicht gab.[37] Daraus resultierten zwar keine vollkommen gleichberechtigten Geschlechterverhältnisse, wohl aber in Teilen stärker egalitäre Arrangements als im Westen. Diese haben sich in abgeschwächter Form bis heute gehalten, was sich unter anderem in deutlich egalitäreren Werthaltungen hinsichtlich der Erwerbstätigkeit von Frauen und der weitaus größeren Verbreitung einer egalitären Einkommenserwirtschaftung bei ostdeutschen Paaren zeigt.

Wenn mit Blick auf die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse von einer Enttraditionalisierung gesprochen wird, dann ist das aus westlicher Perspektive formuliert und verkennt bisweilen, dass in manchen Dimensionen das, was sich im Westen herauszubilden beginnt, im Osten bereits über eine längere Tradition verfügt.

Fußnoten

19.
Vgl. Waltraud Cornelißen, Gender-Datenreport, München 2005, S. 30; Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2010, Wiesbaden 2010, S. 135.
20.
Vgl. Manfred Prenzel et al., PISA 2006 in Deutschland, Münster 2008, S. 81, S. 115, S. 140.
21.
Vgl. Wilfried Bos et al., IGLU-E 2006, Münster 2008, S. 77f.
22.
Vgl. Klaus Rodax/Klaus Hurrelmann, Die Bildungsbeteiligung der Mädchen und Frauen – ein Indikator für wachsende Chancengleichheit?, in: Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie, 6 (1986), S. 138–146, hier: S. 139.
23.
Vgl. Eckhard Klieme et al., PISA 2009. Bilanz nach einem Jahrzehnt, Münster 2010, S. 53.
24.
Vgl. Margrit Stamm, Underachievement von Jungen: Perspektiven eines internationalen Diskurses, in: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 11 (2008) 1, S. 106–124.
25.
Vgl. Ute Klammer/Sabine Neukirch/Dagmar Weßler-Poßberg, Wenn Mama das Geld verdient. Familienernährerinnen zwischen Prekarität und neuen Rollenbildern, Berlin 2012, S. 43, S. 59ff.
26.
Vgl. Martina Gille, Familien- und Lebensmodelle junger Männer, in: Karin Jurczyk/Andreas Lange (Hrsg.), Vaterwerden und Vatersein heute. Neue Wege – neue Chancen!, Gütersloh 2009, S. 97–120, hier: S. 110.
27.
Vgl. Claudia Zerle/Isabelle Krok, Null Bock auf Familie!? Schwierige Wege junger Männer in die Vaterschaft, in: K. Jurczyk/A. Lange (Anm. 26), S. 121–140, hier S. 130.
28.
Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Die Familie im Spiegel der amtlichen Statistik, Berlin 2003, S. 114.
29.
Vgl. Rotraut Oberndorfer/Harald Rost, Auf der Suche nach den neuen Vätern, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, (2004) 55, S. 490–499; Florian Schulz/Hans-Peter Blossfeld, Wie verändert sich die häusliche Arbeitsteilung im Eheverlauf? Eine Längsschnittstudie der ersten 14 Ehejahre in Westdeutschland, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 58 (2006), S. 23–49; Wassilios E. Fthenakis/Beate Minsel, Die Rolle des Vaters in der Familie, Stuttgart 2002.
30.
Vgl. Peter Döge, Männer – Paschas oder Nestflüchter?, Opladen 2006, S. 31.
31.
Vgl. M. José Gonzáles/Teresa Jurado-Guerrero/Manuela Naldini, What Made Him Change? An Individual and National Analysis of Men’s Participation in Housework in 26 Countries, DemoSoc Working Paper 30/2009, online: www.recercat.net/bitstream/2072/41841/1/DEMOSOC30[1].pdf (11.9.2012).
32.
Vgl. Stephen Williams, What is Fatherhood? Searching for the Reflexive Father, in: Sociology, (2008) 42, S. 487–502. Siehe auch den Beitrag von Diana Baumgarten in dieser Ausgabe ().
33.
Vgl. Daniela Grunow, Wandel der Geschlechterrollen und Väterhandeln im Alltag, in: Tanja Mühling/Harald Rost (Hrsg.), Väter im Blickpunkt, Opladen 2007, S. 49–76, hier: S. 63f.
34.
Vgl. Lyn Craig, Does Father Care Means Fathers Share? A Comparison of How Mothers and Fathers in Intact Families Spend Time with Children, in: Gender & Society, 20 (2006), S. 259–281, hier: S. 272.
35.
Gesine Fuchs, Politische Partizipation von Frauen in Deutschland, in: Beate Hoecker (Hrsg.), Politische Partizipation zwischen Konvention und Protest, Opladen 2006, S. 235–260; Deutscher Bundestag, Juni 2011, online: www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/mdb_zahlen/frauen_maenner.html (11.9.2012).
36.
Pierre Bourdieu, Eine sanfte Gewalt, in: Irene Dölling/Beate Krais (Hrsg.), Ein alltägliches Spiel. Geschlechterkonstruktion in der sozialen Praxis, Frankfurt/M. 1997, S. 218–230, hier: S. 226.
37.
Vgl. Sylka Scholz, Männlichkeiten erzählen. Lebensgeschichtliche Identitätskonstruktionen ostdeutscher Männer, Münster 2004.