Spinnennetz mit Morgentau

Gesellschaftliche Zusammenhänge

Was hält die Gesellschaft zusammen? Wichtige "Sinngeneratoren" kollektiver und individueller Identität – etwa dörfliche, familiäre und religiöse Gemeinschaften – verlieren an Bindekraft. Kollektive Identitäten einer res publica können mit Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung des Individuums in Konflikt geraten, wenn sie auf sozialen Wandel nicht sensibel genug reagieren und nicht alle in einer Gesellschaft lebenden Menschen einschließen.

Asiye Öztürk

Editorial

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Volker Kronenberg

Was hält die Gesellschaft zusammen? Ein Blick zurück nach vorn

Die ersten drei Essays dieser Ausgabe beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage, was die Gesellschaft zusammenhält. Sind es Werte, die wer definiert? Ist es soziale Teilhabe, die wie verteilt wird? Ist es Religion, die wo ihre Grenzen hat?

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Julia Friedrichs

Die Kluft. Was Deutschland teilt

Die ersten drei Essays dieser Ausgabe beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage, was die Gesellschaft zusammenhält. Sind es Werte, die wer definiert? Ist es soziale Teilhabe, die wie verteilt wird? Ist es Religion, die wo ihre Grenzen hat?

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Detmar Doering

Religion und freiheitlich säkularer Staat

Die ersten drei Essays dieser Ausgabe beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage, was die Gesellschaft zusammenhält. Sind es Werte, die wer definiert? Ist es soziale Teilhabe, die wie verteilt wird? Ist es Religion, die wo ihre Grenzen hat?

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Silke van Dyk

In guter Gesellschaft? Wandel in den Randzonen des Sozialen

Im flexiblen Kapitalismus finden vormals ausgeschlossene Gruppen – wie Frauen, Ältere oder Migranten – leichter Einlass in die „Zonen des Normalen“. Aber neue Ausschlüsse entstehen: Die Grenzen des („normalen“) Sozialen werden neu vermessen.

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Serhat Karakayali

Kosmopolitische Solidarität

Solidarität jenseits von partikularen Gemeinschaften zu denken, heißt, sie als Form gesellschaftlicher Arbeit zu sehen. Indem wir die „Anderen“ virtuell einbeziehen, organisieren wir Gemeinschaften als offen gegenüber Veränderungen.

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Brigitte Hasenjürgen

Demokratische Migrationsgesellschaft: Zusammenleben neu aushandeln

Weniger ein gemeinsam geteilter Kultur- und Wertehimmel, vielmehr die immer wieder neu auszuhandelnde Verständigung darüber, wie alle Beteiligten zusammenleben wollen, ist tragend für eine demokratische Migrationsgesellschaft.

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Heidi Hein-Kircher

"Deutsche Mythen" und ihre Wirkung

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts entwickeln sich durch die Nationalbewegung „deutsche Mythen“. Heute gibt es kein funktionierendes Repertoire, denn 1989 unterblieb es, die „neue“ Republik mit „neuen“ Mythen und Erzählungen auszustatten.

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Auszug: Deutsche Identität?

Identifikation auf einer kognitiven Ebene: Die Bindung an die Nation ist auf dieser Ebene das Ergebnis eines gedanklichen Abwägungsprozesses. Identifikation mit der Nation entsteht dann, wenn es "gute Gründe" gibt, die aus Sicht des Einzelnen für Deutschland sprechen.

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Bernhard Giesen, Robert Seyfert

Kollektive Identität

Kollektive Identität ist heiliges und bedeutungsleeres Zentrum zugleich: Sie gilt zwar unhinterfragt, wird aber immer anders verstanden. Dennoch wird sie nicht als unerklärliches Mysterium angesehen, sondern als prinzipiell aufklärbarer Gegenstand.

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Kurt Möller

Kohäsion? Integration? Inklusion? Formen und Sphären gesellschaftlicher (Ein-)Bindung

Der (Des-)Integrationsbegriff verspricht analytischen Gewinn, wenn er nicht oberflächlich bleibt. Es macht einen Unterschied, ob er System- oder Sozialintegration meint. Die Kriterien – Zugehörigkeit, Teilhabe, Anerkennung – unterscheiden sich entsprechend.

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Alfred Eisfeld

(Spät-)Aussiedler in Deutschland

Aussiedler wurden auf wechselnder rechtlicher Grundlage aufgenommen, wodurch es große Unterschiede in ihrer Lebenssituation gibt. Neben gelungener Integration machen sich zunehmend Fehlentwicklungen wie Altersarmut bemerkbar.

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Marcus Meier

"Christlich-jüdische Leitkultur"? Fallstricke bei der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus

Vor dem Hintergrund der Debatten über die „christlich-jüdische Leitkultur“ plädiert der Artikel für eine lebendigere und umfassendere politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, die homogene kulturelle Zuordnungen infrage stellt.

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