Leutnant der Reserve der Fußartillerie Franz Dischinger als vorgeschobener Beobachter mit Scherenfernrohr bei der Zielaufklärung und Lenkung des Artilleriefeuers an der Front bei Pareid, rund 25 Kilometer vor Verdun.

Erster Weltkrieg

Am 28. Juli 1914 begann der Erste Weltkrieg. Doch statt des allgemein erwarteten kurzen Waffengangs folgte ein über vier Jahre dauernder, verlustreicher Stellungskrieg. Heute wird wieder darüber diskutiert, ob dieser erste "totale Krieg" vermeidbar war und wer zu welchen Anteilen die Verantwortung trug.

     

Johannes Piepenbrink

Editorial

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Gerd Krumeich

Vorstellungen vom Krieg vor 1914 und der Beginn des "Großen Krieges"

Als Europa 1914 in den Krieg zog, gab es nur vage Vorstellungen von dem, was dann wirklich kam. Dies erklärt auch, warum er überhaupt zugelassen wurde. Weiter...

Annika Mombauer

Julikrise und Kriegsschuld – Thesen und Stand der Forschung

Die Kriegsschuld ist seit hundert Jahren Streitthema. Nachdem die Fischer-Kontroverse in den 1960er Jahren Deutschland als Hauptschuldigen herausstellte, haben derzeit Deutungen Konjunktur, die Deutschlands Rolle relativieren. Weiter...

Sönke Neitzel

Der historische Ort des Ersten Weltkrieges in der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts

Der Erste Weltkrieg führte zur Verschiebung der Maß­stäbe von Recht und Unrecht. Eine besonders wirkmächtige Folge war die Aufhe­bung des Unterschieds zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten. Weiter...

Björn Opfer-Klinger

Der Krieg an der Peripherie – Mittelasien und Nordafrika

Der Erste Weltkrieg spielte sich keineswegs nur im Herzen Europas ab. Die Kriegsparteien versuchten den jeweiligen Gegner auch durch Destabilisierung der Kolonien und Revolutionierungspolitik zu schwächen. Weiter...

Bernd Kleinhans

Der Erste Weltkrieg als Medienkrieg: Film und Propaganda zwischen 1914 und 1918

Das neue Massenmedium Film war ein wichtiges Propagandainstrument im Ersten Weltkrieg. Dabei ging es nicht nur um die Darstellung eines "sauberen" Krieges, sondern auch um nationale Sinnstiftung. Weiter...

Jason Crouthamel

Deutsche Soldaten und "Männlichkeit" im Ersten Weltkrieg

Im täglichen Überlebenskampf verhandelten, bestätigten und unterliefen Soldaten die vorherrschenden männlichen Ideale aktiv. Insofern war die "Frontgesellschaft" gleichgeschlechtlicher Liebe gegenüber toleranter als der Mainstream. Weiter...

Martin Bayer

Der Erste Weltkrieg in der internationalen Erinnerung

Der Blick auf den Ersten Weltkrieg ist geprägt von nationalen Sichtweisen und Sensibilitäten. Ein gemeinsames Narrativ ist schwierig, doch die Gedenkjahre bieten eine Chance zur Annäherung. Weiter...