Fauler Apfel

Rechts in der Mitte?

Dass sich antidemokratisches Gedankengut nicht nur an den Rändern der Gesellschaft, sondern auch in ihrer Mitte findet, ist keine neue Erkenntnis. Bereits 1959 schrieb der Soziologe Seymour Martin Lipset über einen "Extremismus der Mitte". In jüngster Zeit mehren sich jedoch die Anlässe, um erneut darüber nachzudenken: vom Erstarken rechtspopulistischer Parteien in vielen Ländern Europas über die "Abendspaziergänge" der Pegida und ihrer Ableger bis hin zu den Anschlägen und Protesten gegen Asylbewerberheime. Wie weit antidemokratische Einstellungen in "die Mitte" reichen und wie sehr diese Rechtsextremisten ein Umfeld bietet, sind daher berechtigte Fragen.

     

Johannes Piepenbrink

Editorial

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Die Formulierung "Extremismus der Mitte" ist missverständlich. Die These, dass Rechtsextremismus ein Phänomen der sozialen Mitte sei, ist empirisch nicht haltbar. Potenziell kann jeder für Extremismen anfällig werden. Weiter...

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Karim Fereidooni, Mona Massumi

Rassismuskritik in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern

Rassismus ist Teil der Lebenswirklichkeit aller Menschen, die in Deutschland leben, unterrichtet werden und selbst unterrichten. In der Lehrerausbildung sollte Rassismuskritik daher ein fester Bestandteil sein. Weiter...

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Die Leerstelle in der Fachdiskussion füllen. Sozialarbeit und der NSU-Komplex

Die Rolle kommunaler Jugendclubs bei der Entstehung des NSU gilt als erwiesen. Dennoch findet in der Sozialen Arbeit eine angemessene fachliche Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex bislang kaum statt. Weiter...

Nanett Bier

Journalisten und der NSU-Prozess

Journalisten, die über den NSU-Prozess berichten, stehen vor einigen Herausforderungen. Zwischen juristischer Berichterstattung und den Zwängen des journalistischen Alltags gilt es, die eigene Rolle kritisch zu reflektieren. Weiter...

 
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