Eine 80 x 30 Zentimeter große gefaltete Urkunde mit der Formulierung "in civitate nostra Dresden" aus dem Jahr 1216 liegt am 21.01.2016 in einer Glasvitrine im Stadtarchiv in Dresden. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die wertvolle Urkunde mit der Ersterwähnung der Stadt Dresden vor 800 Jahren präsentiert.

Dresden

1206 wurde Dresden erstmals urkundlich erwähnt. Nach und nach wurde die Stadt zum "Elbflorenz", dessen barockes Stadtbild und bedeutende Kunstsammlungen Einheimische und Besucher gleichermaßen begeistern. Zu DDR-Zeiten galt Dresden wegen des schlechten Empfangs des Westfernsehens als "Tal der Ahnungslosen", aber auch als Residuum einer Bürgerlichkeit, die im Realsozialismus anderswo zu verschwinden drohte.

Vielen Dresdnerinnen und Dresdnern wird ein charakteristischer "Eigen-Sinn" nachgesagt. Er drückt sich aus in einem besonderem Stolz auf die Stadt, bisweilen aber auch in einem Opferkult, wie sich etwa im Umgang mit dem Gedenken an das verheerende Bombardement in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zeigt. Seit etwas über einem Jahr ist Dresden Schauplatz der polarisierenden Protestbewegung Pegida.

     

Johannes Piepenbrink

Editorial

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