>>> Alles zur Bundestagswahl 2017 <<<
Drohnenübung der Schweizer Armee auf dem Militärflugplatz Emmen.

Moderne Kriegführung

Krieg galt lange als selbstverständliches Mittel zur Durchsetzung außenpolitischer Interessen. Erst ab dem späten 19. Jahrhundert wurden internationale Konventionen geschlossen, um kriegerische Auseinandersetzungen einzuhegen. Im Lichte der technologischen Entwicklungen und des Wandels des Kriegsgeschehens wurden diese in der Folge immer wieder angepasst und erweitert. Auch heute stehen völkerrechtliche Kategorien auf dem Prüfstand: Durch Entwicklungen wie die Zunahme nichtstaatlicher Akteure in bewaffneten Konflikten, die Militarisierung des Cyberspace oder die fortschreitende Automatisierung in der Militär- und Waffentechnik drohen die Grenzen zwischen Kombattant und Zivilist sowie zwischen Krieg und Frieden zu verschwimmen.

     

Anne-Sophie Friedel

Editorial

Weiter...

Jost Dülffer

Alte und neue Kriege. Gewaltkonflikte und Völkerrecht seit dem 19. Jahrhundert

Die traditionellen Bestrebungen, Grenzen der Gewaltanwendung im Krieg zu vereinbaren, wurden seit dem 19. Jahrhundert im positiven Völkerrecht kodifiziert und an die Entwicklung von Kriegen angepasst. Der politische Umgang mit ihnen bleibt eine unverzichtbare Aufgabe. Weiter...

Wolfgang Schreiber

Der neue unsichtbare Krieg? Zum Begriff der "hybriden" Kriegführung

Der Begriff der „hybriden Kriegführung“ scheint die neueste Variante darzustellen, einen wahrgenommenen Wandel des Kriegsgeschehens terminologisch zu fassen. Handelt es sich bei dem so beschriebenen Phänomen tatsächlich um etwas Neues? Weiter...

Marcel H. Van Herpen

Propaganda und Desinformation. Ein Element "hybrider" Kriegführung am Beispiel Russland

Seit der Ukraine-Krise 2014 sieht sich die Welt mit der schärfsten Propagandaoffensive des Kreml der vergangenen 50 Jahre konfrontiert. In dem Beitrag werden Funktionsweise und Instrumente der russischen Propagandamaschinerie analysiert. Weiter...

Thomas Reinhold

Cyberspace als Kriegsschauplatz? Herausforderungen für Völkerrecht und Sicherheitspolitik

Die verschiedenen Cybervorfälle der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass die Staaten den Cyberspace verstärkt als militärische Domäne wahrnehmen und virtuell aufrüsten. Das birgt Herausforderungen für das Völkerrecht und die internationale Sicherheitspolitik. Weiter...

Ulrike Esther Franke

Automatisierte und autonome Systeme in der Militär- und Waffentechnik

Der Trend zu immer größerer Automatisierung bis hin zur Autonomie in der Militär- und Waffentechnik ist ein Selbstläufer. Die Entwicklung hin zu einer Situation, in der Roboter über das Leben von Menschen entscheiden, kann nur durch aktives Eingreifen verhindert werden. Weiter...

Betcy Jose

Gezielte Tötungen. Auf dem Weg zu einer globalen Norm?

Gezielte Tötungen, etwa von Terroristen, schei¬nen in der globalen Öffentlichkeit zunehmend still zur Kenntnis genommen zu werden und auf eine – wenn auch zurückhaltende – Akzeptanz zu stoßen. Entwickelt sich die Praxis zu einer globalen Norm? Weiter...

Andrea Schneiker, Elke Krahmann

Privatisierung von Krieg? Problemfelder des Einsatzes Privater Militär- und Sicherheitsfirmen in der modernen Kriegführung

Private Militär- und Sicherheitsfirmen übernehmen in bewaffneten Konflikten immer mehr zentrale militärische Aufgaben. Zugleich unterliegt ihre Arbeit in Konfliktgebieten aber einer unzureichenden nationalen und internationalen Regulierung und Kontrolle. Weiter...