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26.5.2002 | Von:
Wilfried Schubarth

Pädagogische Konzepte als Teil der Strategien gegen Rechtsextremismus

In der aktuellen Debatte um die Bekämpfung des Rechtsextremismus spielen pädagogische Strategien bisher kaum eine Rolle. Als Bestandteil gesamtgesellschaflicher Strategien gegen Rechtsextremismus sind pädagogische Konzepte jedoch unverzichtbar.

Einleitung

Was tun gegen Rechtsextremismus? Diese Frage bestimmt seit Wochen und Monaten die öffentliche Diskussion. Ausgelöst wurde die neuerliche Debatte durch den Düsseldorfer Bombenanschlag Ende Juli, bei dem sechs der neun Opfer jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion waren. Der Anschlag weckte offenbar Erinnerungen an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte und führte zu einem (medial inszenierten) gesellschaftlichen Aufschrei, einer damit verbundenen geschärften bzw. wiedergewonnenen Wahrnehmung von Rechtsextremismusphänomenen und einer verstärkten Suche nach Gegenstrategien. Welche Bedeutung kommt in der aktuellen Rechtsextremismus-Debatte den pädagogischen Gegenstrategien zu? Welche schulischen und außerschulischen Konzepte im Umgang mit Rechtsextremismus gibt es und wie sind diese zu bewerten?