APUZ Dossier Bild
1|2|3|4|5|6 Auf einer Seite lesen

26.5.2002 | Von:
Peter Döge

Geschlechterdemokratie als Männlichkeitskritik

Männerforschung, Männerpolitik und der "neue Mann"

Geschlechterdemokratie ist ein neuer strategischer Ansatz von Geschlechterpolitik. Sie fordert allgemein ein stärkeres Engagement von Männern bei der Ausgestaltung der Geschlechterverhältnisse.

Einleitung

Die Rolle des Mannes wurde in der Vergangenheit kaum hinterfragt. Neuerdings wird jedoch ihre Veränderung vor allem von der Frauenbewegung eingefordert. Geschlechterdemokratie als strategischer Ansatz von Geschlechterpolitik sieht sogar ein stärkeres Engagement von Männern bei einer egalitären Ausgestaltung der Geschlechterverhältnisse vor - ein Grund zu fragen, wie weit die "Männer-Bewegung" in der Bundesrepublik Deutschland ist, wo Blockaden einer weiteren Männerveränderung zu finden sind und was Geschlechterdemokratie aus Sicht der Männerforschung bedeuten kann.

I. Männer-Bewegung und Männerforschung

Kritische Männerforschung als kritische Analyse von Männern und von Männlichkeit ist im Kontext der antisexistischen Männerbewegung in den USA entstanden [1] . 1969 wurde in Berkeley die erste Männergruppe gebildet, die ersten kritischen Bücher von Männern über Männer und Männlichkeit erschienen zu Beginn der siebziger Jahre. Bereits Mitte der siebziger Jahre fanden an Universitäten in den USA Seminare zum Thema ,Männer' statt, 1991 wurden schon 400 Kurse angeboten. Zeitlich etwas versetzt erschienen auch in Großbritannien Männerstudien, und in den skandinavischen Ländern wurden im Rahmen der dort verfolgten Geschlechterpolitik Untersuchungen zu Männern und zu Männlichkeit initiiert.

Mit ihren Analysen der Innenperspektive männlicher Macht hat kritische Männerforschung, die sich insgesamt einer egalitären Gestaltung der Geschlechterverhältnisse verpflichtet sieht [2] , bisher wichtige Beiträge zu einem umfassenden Verständnis der Geschlechterverhältnisse geliefert. Von Bedeutung ist dabei die Erkenntnis, dass Männlichkeit, die ein soziales Konstrukt darstellt, historisch und kulturell variabel sowie mit anderen sozialen Differenzierungsmustern wie Ethnie, Schicht und Alter verschränkt ist. Folglich existiert nicht eine homogene Männlichkeit, sondern es muss von einer Vielzahl unterschiedlicher Männlichkeiten ausgegangen werden [3] . Diese sind zudem nicht gleichwertig, sondern stehen in einem hierarchischen Verhältnis zueinander, wobei das jeweils dominante Bild von Männlichkeit als hegemoniale Männlichkeit bezeichnet wird [4] . Dieses Männlichkeitsmuster, das quasi den Bezugspunkt männlichen Verhaltens abgibt, ist seinerseits zwar historisch variabel, in den westlichen Industriestaaten jedoch immer weiß und heterosexuell sowie mit Macht und beruflichem Erfolg eng verbunden.

Im Vergleich zu den angloamerikanischen Ländern ist kritische Männerforschung in der bundesdeutschen Wissenschaftslandschaft kaum institutionalisiert, Lehrangebote an Hochschulen und Universitäten sind nur sehr vereinzelt zu finden [5] . Die bisher veröffentlichten Sammelwerke zeigen eine thematische Konzentration auf den Bereich der Männer- und Jungenarbeit, der Entwicklungspsychologie sowie auf die historische Männerforschung [6] . Erst in den letzten Jahren entwickeln sich in Deutschland eigenständige Ansätze zu einer Soziologie der Männlichkeit, einer politikwissenschaftlichen sowie einer kriminologischen Männer- und Männlichkeitsforschung [7] .

Einmalig in der bundesdeutschen Männerforschung dürften jedoch die Studien zum Einstellungswandel von Männern sein [8] . Fanden sich hier in den siebziger Jahren noch überwiegend traditionelle Vorstellungen hinsichtlich der Gestaltung des Geschlechterverhältnisses, sind nach der jüngst vorgelegten Männerstudie von Paul M. Zulehner und Rainer Volz rund ein Fünftel der bundesdeutschen Männer so genannte "neue Männer" [9] . Diese sind partnerschaftlicher in der Beziehung, beteiligen sich deutlich mehr an Haus- und Familienarbeit, sind neue Väter, unterstützen ihre Partnerinnen in ihrer Berufstätigkeit und lehnen Gewalt als Mittel der Konfliktlösung in der Partnerschaft eindeutig ab. Ein Fünftel der Männer verhält sich jedoch nach wie vor traditionell, sieht den passenden Platz der Frauen im Heim und am Herd - eine Meinung, die allerdings auch rund ein Sechstel der befragten Frauen vertritt. Dazwischen finden sich die pragmatischen und unsicheren Männer, deren zukünftiges Rollenmuster eher noch unklar zu sein scheint.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen zeigt ein Blick auf vorliegende Ergebnisse der kritischen Männerforschung [10] , dass zwei hegemoniale Männerbilder, die auch gut 30 Jahre Frauen- und Männerbewegung nicht schwächen konnten, als zentrale Blockaden einer weiteren geschlechterdemokratischen Ausgestaltung des Geschlechterverhältnisses von Seiten der Männer gesehen werden können: der Mächtige Mann und der Arbeitsmann.

II. Der Macht-Mann

Männliche Identität konstituiert sich in der vorherrschenden bipolaren Geschlechterordnung immer in Abgrenzung und Entgegensetzung zu Weiblichkeit [11] . Dabei wird Männlichkeit gleichgesetzt mit grenzenloser (Gestaltungs-)Macht über Mensch und Natur [12] - ein Bild, das auch heute noch den gesamten Sozialisationsprozess von Männern begleitet. So betonen schon Spielzeugwerbespots, die nur auf Jungen zielen, aggressives Verhalten, das zudem eher mit positiven als negativen Sanktionen belegt wird [13] . Jungen sind in Bilderbüchern und im Jugendfernsehen die Helden, die weiblichen Figuren sind überwiegend das hilflose Opfer, das zu begehrende Weibchen, die umsorgende Mutter [14] . Schulbücher zeigen Männer meist an der Spitze von Hierarchien, zeigen sie technisch kompetent, Frauen kommen in diesen Hierarchien nicht vor [15] . Auch wenn bisweilen der "neue Vater" zu sehen ist, sind Männer in der Werbung "vor allem sportlich, erfolgreich, tüchtig und vernunftbegabt" [16] .

Mann-Sein im Sinne des Mächtigen Mannes muss kontinuierlich unter Beweis gestellt werden - Männer müssen sich ständig als Männer beweisen. Dabei kollidieren die Bilder vom Mächtigen Mann mit subjektiven Machtlosigkeitserfahrungen im Alltag - die Männerforschung spricht hier von fragiler Männlichkeit [17] . Fragile Männlichkeit wird als eine zentrale Ursache von Gewalt von Männern gegen Frauen, aber auch von Gewalt gegen andere Männer und von Gewalt von Männern gegen sich selbst gesehen. Gerade hier verstellt die mit dem Macht-Mann verbundene Vorstellung vom Mann als "Täter" und der Frau als "Opfer" häufig den Blick in der Geschlechterforschung, und so wird übersehen, dass zwei Drittel der Opfer männlicher Gewalt Männer sind [18] . Junge Männer haben heute gegenüber Frauen ein fast vierfach höheres Risiko, Opfer einer Gewalttat zu werden, doppelt soviel männliche wie weibliche Jugendliche werden mindestens einmal täglich zu Hause geschlagen, schätzungsweise jeder achte bis zwölfte Junge wird sexuell missbraucht. Jungen verbergen diese Taten meist aus der Furcht, als homosexuell und als Opfer - und damit als unmännlich - stigmatisiert zu werden. Ebenso werden Vergewaltigungen von Männern (anale Penetration) in Gefängnissen von den Opfern verschwiegen oder nicht weiter untersucht - von 2000 Vergewaltigungen werden lediglich 96 angezeigt und 26 von der Gefängnisleitung an die Polizei weitergeleitet. Gleiches gilt etwa für die weitgehende Dethematisierung von Vergewaltigungen von Männern durch Männer in Kriegssituationen.

Um seiner Rolle gerecht zu werden, übt der Mächtige Mann aber auch Gewalt gegen sich selbst aus - Gewalt, die sich in einer besonderen Beziehung von Männern zum eigenen Körper äußert und in einem gegenüber Frauen insgesamt schlechteren Gesundheitszustand resultiert [19] . So liegt die Suizidrate von Männern allgemein höher als die von Frauen, infolge eines riskanteren Verhaltens in der Freizeit sind mehr männliche als weibliche Jugendliche von Unfällen betroffen, Männer liegen in der Altersgruppe zwischen 18 und 59 Jahren sowohl beim Tabak- als auch beim Alkoholkonsum vor Frauen, Männer betreiben weniger Körperhygiene und Körperpflege und weisen in der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen die höchste Todesrate durch Herzinfarkt auf. Hinzu kommt, dass die Berufe mit den meisten Arbeitsunfällen nach wie vor typische Männerberufe sind, dass Berufskrankheiten mit Ausnahme der Hautkrankheiten durchgängig Männer erleiden. So weisen Männer allgemein eine um sechs Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen auf, wobei jedoch nicht alle Männer den Risiken gleichermaßen ausgesetzt sind. Männliche Professoren etwa leben rund neun Jahre länger als ungelernte Arbeiter, sozial benachteiligte Männer weisen mehr als doppelt so oft Herz-Kreislauf-Krankheiten auf als sozial bessergestellte Männer [20] .

Männlichkeit als Negation des Weiblichen drückt sich letztendlich in einer spezifischen Form männlicher Emotionalität aus. Männer sind - wie häufig fälschlicherweise unterstellt - keineswegs un-emotional, sondern dem Macht-Mann wird aus dem gesamten Horizont möglicher Emotionalitätsformen nur ein gewisser Ausschnitt zugestanden. Die spezifische Form männlicher Emotionalität ist gekennzeichnet durch einen Mangel an Empathie und konstituiert Konkurrenz sowie insbesondere Homophobie als zentrales Beziehungsmuster zwischen Männern. Homophobie gepaart mit der Angst vor Homosexualität bildet eine weitere Ursache für übersteigerten Machismus, Sexismus und Rassismus bei Männern [21] .

Besonders eng ist die konnotative Verbindung von Dominanz, Konkurrenz und Männlichkeit im Management von Organisationen, das in der Männerforschung als ein bedeutender Ort der Interaktion und Reproduktion hegemonialer Männlichkeiten gefasst wird [22] . Allerdings sind männliche Manager - wie eine Befragung von rund 4 100 Männern in Leitungsfunktionen der 500 größten Unternehmen der USA gezeigt hat - häufig unzufrieden mit den emotionalen Einschränkungen, die ihre Tätigkeit ihnen abverlangt, sowie mit dem Umfang ihrer Arbeitszeit [23] , infolge permanenten Erfolgsdrucks werden Manager-Männlichkeiten als besonders fragil gesehen [24] . Einen Ansatz zur Reduktion dieser Unsicherheiten und einen Ausdruck der spezifischen Kommunikationsformen von Männern in Organisationen bilden Männerbünde, die als eine bedeutende Blockade von Gleichstellungspolitik gesehen werden können [25] , dabei allerdings auch als Ausgrenzungsmechanismus gegenüber nichthegemonialen Männlichkeiten - etwa gegenüber Hausmännern und homosexuellen Männern - fungieren [26] .

Das Bild des mächtigen Mannes bestimmt nach wie vor auch die Wahl der richtigen Partnerin. Heterosexuelle Männer haben zwar kaum Beschränkungen einzuhalten, wenn es um die Wahl einer jüngeren Frau geht, wenn der Mann jedoch eine Frau wählt, die älter ist als er, wird er mit massiven Vorurteilen konfrontiert: "Ihm wird die Rolle eines ,unmännlichen' Partners unterstellt, der entweder ,noch nicht erwachsen' ist und daher noch eine ,Schonfrist' genießt . . . oder ihm wird nachgesagt, kein ,richtiger' Mann zu sein. Das Klischee des ,Pantoffelhelden' beschreibt zum Beispiel den Mann, der sich nicht gegen die Frau durchsetzen kann oder will. Er gilt deshalb als ,unmännlich' und wird verspottet." [27] Ein "richtiger" Mann aber kann eigentlich kein Pantoffelheld sein, weil er kaum zu Hause ist - denn er soll vor allem Arbeitsmann sein.

III. Der Arbeitsmann

Erwerbsarbeit ist nach wie vor ein zentraler Bestandteil (nicht nur) männlicher Identität [28] . Folglich hielten fast drei Viertel der in der eingangs genannten Männerstudie befragten Männer Erwerbsarbeit für sehr wichtig - und dies unabhängig davon, ob sie sich als traditioneller oder neuer Mann sehen [29] . Die meisten Männer richten ihre Lebensbiografie an der Erwerbsarbeit und der beruflichen Karriere aus, sehen die Betreuung von Kleinkindern noch immer als Aufgabe der Frauen und erwarten von diesen bei Geburt eines Kindes eine Unterbrechung ihrer Erwerbsarbeit, wobei diese Einstellung schon sehr früh ausgeprägt ist [30] . Der Arbeitsmann ist jedoch kein "Rabenvater" oder gar ein verantwortungsloser Schmarotzer. Noch weniger ist er - wie es Claudia Pinl provozierend formuliert hat - das "faule Geschlecht". Erwerbsarbeit, das Verdienen des Familieneinkommens an einem außerhäusigen Ort, ist vielmehr die mit der Männerrolle in unserer Gesellschaft verbundene Form männlicher Fürsorge. Und so arbeiten Männer und Frauen in der Woche in etwa gleich viel - Männer überwiegend bezahlt außer Haus, Frauen hauptsächlich unbezahlt im Haus [31] .

Die dieser Arbeitsteilung unterliegende geschlechtsspezifische Konnotation von Erwerbsarbeit sowie Haus- und Familienarbeit scheint nach wie vor ungebrochen - und wird in der Sozialisation von Männern kontinuierlich reproduziert. Kindergarten, Kindertagesstätte und Grundschule sind ein von Frauen dominierter Bereich - nur rund fünf Prozent des Erziehungspersonals in öffentlichen und privaten Einrichtungen ist männlich. Folglich fehlt schon hier der Mann, der mit den Kindern kocht, putzt, aufräumt und somit ein anderes Rollenmuster vorlebt [32] . Lehrbücher zeigen nach wie vor den außerhäusigen, erwerbstätigen Mann und die Frau als Hausfrau und Mutter [33] . Zwar erscheinen Frauen im Fernsehen mittlerweile in so genannten Männerberufen; Männer in weiblich konnotierten Tätigkeitsfeldern oder gar als Hausmann werden jedoch meist karikierend oder ironisch verzerrt dargestellt [34] . Frauen werden in so genannten Männerberufen gefördert, Männer aber nicht in so genannten Frauenberufen, womit die Wertigkeit dieser Tätigkeiten weitgehend erhalten bleibt, nur unter anderen Vorzeichen reproduziert wird [35] .

Männer, welche aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten oder Erziehungsurlaub in Anspruch nehmen wollen, sehen sich noch immer mit massiven Hindernissen konfrontiert. Insbesondere die Einstellungen von Führungskräften sowie vorherr-schende Leistungsvorstellungen und Karrieremuster, die sich am Arbeitsmann ausrichten, werden als zentrales Hindernis gesehen [36] . Teilzeitmänner gelten als wenig leistungsbereit und loyal, Erziehungsurlauber als "unmännlich" [37] . Von daher ist es nicht verwunderlich, dass bei Volkswagen bis zum Zeitpunkt der generellen Arbeitszeitverkürzung kein Mann eine individuelle Reduzierung seiner Arbeitszeit in Erwägung gezogen hatte: "Weniger finanzielle Gründe als schlicht die ,Unüblichkeit' einer Teilzeitbeschäftigung . . . war hierbei ausschlaggebend gewesen." [38] Auch die Hälfte der Männer, die sich bei BMW für ein flexibles Arbeitsmodell interessierten, schreckte davor zurück, dieses in Anspruch zu nehmen. Als Gründe gaben sie vor allem Vorbehalte der Vorgesetzten sowie befürchtete Einbußen an Karrierechancen an [39] .

Die Kehrseite des hohen Stellenwerts der Erwerbsarbeit zeigt sich darin, dass Männer von Erwerbslosigkeit besonders stark betroffen sind, stehen ihnen in dieser Situation doch kaum Alternativen zum Arbeitsmann offen. Erwerbslose Männer werden als extrem lethargisch, gekennzeichnet von innerpersonalen Spannungszuständen und als sehr ichbezogen geschildert [40] , fast krampfhaft versuchen sie, den Familien-Ernährer zu rekonstituieren - etwa durch die Annahme von Schwarzarbeit [41] .

Statt sie endlich abzulösen, werden Arbeitsmann und Macht-Mann im Kontext von Globalisierung und Neoliberalismus in ihrer Widersprüchlichkeit sogar noch aufgewertet: Auf der einen Seite gewinnen zentrale männliche Attribute wie Orts- und Reproduktionsunabhängigkeit, Bindungslosigkeit, Risikofreudigkeit, Einsatzbereitschaft, Dominanzbereitschaft eine noch größere Bedeutung, auf der anderen Seite erfahren immer mehr Männer die Kehrseite dieser Bilder: Sie sind konfrontiert mit Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und sozialem Abstieg [42] . Vor dem Hintergrund der Einschränkungen, Brüchigkeiten und Unsicherheiten, die mit diesen Bildern für Männer verbunden sind, wurden in den vergangenen Jahren von unterschiedlicher Seite Perspektiven einer Männerpolitik formuliert. Dabei lassen sich idealtypisch zwei Ansätze gegenüberstellen: Während der eine im Kontext von Geschlechterdemokratie auf eine Ablösung von Männlichkeit als dominantes gesellschaftliches Handlungsmuster und auf eine Flexibilisierung von Rollenbildern in Kooperation mit Frauen gerichtet ist, zielt der andere unter Annahme essentialistischer Geschlechtermerkmale auf eine Rekonstituierung von Männlichkeit bei zeitweiser Separierung von Frauen.

IV. Rekonstituierung von Männlichkeit

Besonders deutlich wird diese Perspektive von der so genannten Mythopoetischen Männerbewegung vertreten [43] . Den zentralen Ausgangspunkt ihrer Überlegungen bildet, wie insbesondere der Amerikaner Robert Bly in seinem im Jahr 1990 erschienen Buch Eisenhans es formuliert, die Annahme einer grundlegenden Differenz zwischen Männern und Frauen sowie einer im Mann verankerten spezifischen Energie. Gerade diese männlichen Potenziale seien im Zuge der Frauenbewegung - aber auch durch Bürokratisierung und Technisierung - in den vergangenen Jahren verschüttet worden, nach der Frauenbefreiung gehe es nun um die Befreiung der Männer [44] . Männer müssen sich danach - getrennt von Frauen - mit anderen Männern zusammenfinden und versuchen, unter Hilfestellung älterer, erfahrener Männer, ihre vermeintlich verschütteten männlichen Energien wieder-zufinden. Dies soll in einem Prozess der Initiation - begleitet durch intensive Körperarbeit - geschehen.

Zwar hat die mythopoetische Männerbewegung in der Bundesrepublik Deutschland nicht die Bedeutung wie in den USA, Versatzstücke ihres Ansatzes finden sich jedoch in der Jungenarbeit und in den so genannten Männergruppen. Insbesondere deren Beitrag zu einer Veränderung der Geschlechterverhältnisse wird innerhalb der Männerforschung gegenwärtig kontrovers diskutiert. Verweisen die einen darauf, dass die hier aktiven Männer zwar verbal emanzipationsorientiert sind, sie jedoch im Alltagshandeln eher traditionellen dichotomen Geschlechterkategorien verhaftet blieben, sich sogar ein "Ablösungsprozess von frauenbewegten Positionen und Definitionen und die Hinwendung zu Gruppierungen, die die Rückkehr zu alten Gewissheiten offerieren", erkennen lässt [45] , betonen andere die Bedeutung von therapeutischen Männergruppen hinsichtlich "der Erweiterung individueller Spielräume in der Ausgestaltung des männlichen Habitus" [46] . Als ein Kritikpunkt an Männergruppen wird ihre Konzentration auf eine nur individuelle Männlichkeit und ihre weitgehende Missachtung der institutionell-strukturellen Ebene von Männlichkeit und Geschlechterhierarchie angeführt [47] .

V. Geschlechterdemokratie als Männlichkeitskritik

Hier setzt Männlichkeitskritik an, die unter Verneinung einer überhistorisch fixierten, essentialistischen Männlichkeit Geschlechterdemokratie nicht nur als den Abbau der quantitativen Dominanz von Männern in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen und als Veränderung von Männern auf individueller Ebene, sondern vor allem als Ablösung von Männlichkeit als dominantem gesellschaftsstrukturierendem Prinzip - als Norm - fasst [48] .

Im Zentrum steht dabei insbesondere der Umbau der Arbeitsstrukturen und des Arbeitsmarktes [49] . Denn nicht die globalisierte Erwerbsarbeitsgesellschaft mit ihren männlich geprägten Leistungs- und Karrieremustern kann das Ziel von Geschlechterdemokratie darstellen, sondern die Aufwertung bisher weiblich konnotierter Verhaltensmuster und Tätigkeiten mit der Perspektive von Diversity, d. h. ihrer Gleichwertigkeit jenseits aller körperlichen und soziokulturellen Unterschiede der sie ausführenden Personen [50] . Damit verbunden ist etwa die Forderung nach Anerkennung von Haus- und Familienarbeit als gesellschaftlich nützliche Arbeit sowie nach Anerkennung der hier erworbenen Fähigkeiten als berufsrelevante Qualifikationen51. Geschlechterdemokratie als Männlichkeitskritik beinhaltet weiterhin ein neues Leitbild von wirtschaftlichem Handeln, welches mehr auf Kooperation statt Konkurrenz zwischen den Wirtschaftssubjekten abhebt und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen für nachkommende Generationen als vordringlich sieht [51] . Damit in Ver-bindung steht die Kritik an der Trennung zwischen Mensch und Natur sowie an der Trennung zwischen Körper und Geist, die konstitutiv für die männliche Identität der Moderne ist [52] .

Da ein solcher Ansatz von der Bildungs- über die Medien-, die Wirtschafts- und Steuerpolitik bis hin zur Verteidigungs-, Umwelt- und Technologiepolitik alle Politikbereiche erfasst, kann seine Umsetzung nicht durch eine exklusive Frauen- oder Männerpolitik geschehen, sondern nur in einer generellen Verbindung aller politischen Problemstellungen mit der Männerfrage, wobei der seit Mitte der neunziger Jahre diskutierte Ansatz des Gender Mainstreaming den geeigneten Rahmen bilden kann. Denn dieser fordert die Integration der Perspektive der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in allen Politikbereichen, auf allen politischen Ebenen und in allen Organisationen [53] . Darin eingeschlossen könnte zugleich eine kritische Überprüfung des Männerbilds in allen gesellschaftlichen Bereichen mit dem Ziel einer Flexibilisierung der Geschlechterrollen sein. In diesem, von Robert W. Connell auch als De-Gendering bezeichneten Ansatz könnten in einem kritischen Geschlechterdialog die jeweils positiven wie negativen männlichen und weiblichen Rollenbestandteile gesichtet und neu kombiniert werden [54] . Dies kann nicht in einer Separierung der Geschlechter, sondern nur von Männern und Frauen gemeinsam erreicht werden - nur gemeinsam können "Männer und Frauen . . . wahrhaft menschliche Wesen werden . . . und nicht in erster Linie männliche bzw. weibliche Wesen" [55] .

Internetverweise des Autors:



www.unesco.org/cpp/uk/declarations/oslotoc.htm

www.ruendal.de/aim/gender.html

www.maenner-online.de
1|2|3|4|5|6 Auf einer Seite lesen

Fußnoten

1.
Vgl. Hanna Schissler, Männerstudien in den USA, in: Geschichte und Gesellschaft, (1992) 18, S. 204-220.
2.
Vgl. Harry Brod, The Case for Men's Studies, in: ders. (Hrsg.), The Making of Masculinities: The New Men's Studies, Boston 1987, S. 39-62.
3.
Vgl. Jeff Hearn/David L. Collinson, Theorizing Unities and Differences Between Men and Between Masculinities, in: Harry Brod/Michael Kaufmann (Hrsg.), Theorizing Masculinities, Thousand Oaks 1994, S. 97-118.
4.
Vgl. Tim Carrigan/Robert W. Connell/John Lee, Towards a New Sociology of Masculinity, in: Theory and Society, (1995) 5, S. 590 ff.; s. a. Robert William Connell, Gender and Power, Cambridge 1987, S. 91 ff.
5.
Vgl. Peter Döge, Männer in der Geschlechterforschung? Der Beitrag kritischer Männerforschung zur Geschlechterforschung, in: ZIF-Bulletin, (1998) 2, S. 131-139.
6.
Vgl. Holger Brandes/Hermann Bullinger (Hrsg.), Handbuch Männerarbeit, Weinheim 1996; Thomas Kühne (Hrsg.), Männergeschichte - Geschlechtergeschichte. Männlichkeit im Wandel der Moderne, Frankfurt am Main 1996.
7.
Vgl. Michael Meuser, Geschlecht und Männlichkeit. Soziologische Theorie und kulturelle Deutungsmuster, Opladen 1998; Peter Döge, Männlichkeit und Politik. Krise der fordistischen Naturverhältnisse und staatliche Forschungs- und Technologiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland, Bielefeld 1999; Joachim Kersten, Gut und (Ge)schlecht. Männlichkeit, Kultur und Kriminalität, Berlin-New York 1997; s. a. Doris Janshen (Hrsg.), Blickwechsel. Der neue Dialog zwischen Frauen- und Männerforschung, Frankfurt am Main - New York 2000.
8.
Vgl. Sigrid Metz-Göckel/Ursula Müller, Der Mann, Weinheim - Basel 1986; Helge Pross, Die Männer, Reinbek 1978; Walter Hollstein, Die Männer - Vorwärts oder zurück?, Stuttgart 1990.
9.
Paul M. Zulehner/Rainer Volz, Männer im Aufbruch. Wie Deutschlands Männer sich selbst und wie Frauen sie sehen. Ein Forschungsbericht, hrsg. von der Männerarbeit der Evangelischen Kirsche Deutschlands sowie der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands, Ostfildern 1998.
10.
Vgl. Peter Döge, Männerforschung als Beitrag zur Geschlechterdemokratie? Ansätze und Ergebnisse kritischer Männerforschung im Überblick. Literaturstudie im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn 1999.
11.
Vgl. Michael Kaufman, The Construction of Masculinity and the Triad of Men's Violence, in: ders. (Hrsg.), Beyond Patriarchy. Essays by Men on Pleasure, Power, and Change, Toronto - New York-Oxford 1987, S. 1-29.
12.
Vgl. Arthur Brittan, Masculinity and Power, Oxford - New York 1989.
13.
Vgl. Sarah Sobieraj, Taking Control. Toy Commercials and the Social Construction of Patriarchy, in: Lee H. Bowker (Hrsg.), Masculinities and Violence, Thousand Oaks - London - New Delhi 1998, S. 15-28.
14.
Vgl. Maya Götz, Männer sind die Helden. Geschlechterverhältnisse im Kinderfernsehen, in: TELEVIZION, (1999) 12, S. 34-38.
15.
Vgl. Klaus Jürgen Bönkost/Rolf Oberliesen, Arbeit, Wirtschaft und Technik in Schulbüchern der Sekundarstufe I, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Bonn 1997.
16.
Guido Zurstiege, Mannsbilder - Männlichkeit in der Werbung. Zur Darstellung von Männern in der Anzeigenwerbung der 50er, 70er und 90er Jahre, Opladen 1998, S. 196; s. a. Steve Craig (Hrsg.), Men, Masculinity and the Media, Newbury Park - London - New Delhi 1992.
17.
Vgl. Michael Kaufman, Men, Feminism, and Men's Contradictory Experience of Power, in: H. Brod/M. Kaufman (Anm. 3).
18.
Vgl. Hans-Joachim Lenz, ". . . und wo bleibt die solidarische Kraft für die gedemütigten Geschlechtsgenossen?" Männer als Opfer von Gewalt - Hinführung zu einer (noch) verborgenen Problemstellung, in: ders. (Hrsg.), Männliche Opfererfahrungen. Problemlagen und Hilfeansätze in der Männerberatung, Weinheim - München 2000, S. 19-69.
19.
Überblick bei: Wolfgang Korte, MännerGesundheit und MännerKrankheit: Zahlen, Fakten und Hintergrund-Informationen, in: MännerGesundheit. Dokumentation der Tagungsreihe, hrsg. von der Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Hamburg 1997, S. 22-32; s. a. Don Sabo, Masculinities and Men's Health: Moving Toward Post-Superman Era Prevention, in: Michael S. Kimmel/Michael A. Messner (Hrsg.), Men's Lives, Boston u. a. 19984, S. 347-361.
20.
Vgl. W. Korte (Anm. 19), S. 31 f.
21.
Vgl. Michael Kimmel, Masculinity as Homophobia: Fear, Shame, and Silence in the Construction of Gender Identity, in: H. Brod/M. Kaufman (Anm. 3), S. 119-141.
22.
Vgl. David Collinson/Jeff Hearn, Naming Men as Men: Implications for Work, Organization and Management, in: Gender, Work and Organization, (1994) 1, S. 2-22; David L. Collinson/Jeff Hearn (Hrsg.), Men as Managers. Managers as Men. Critical Perspectives on Men, Masculinities and Managements, London - Thousand Oaks - New Delhi 1996.
23.
Vgl. Jan Halper, Quiet Desperation: The Truth About Successful Men, New York 1988.
24.
Vgl. Deborah Kerfoot/David Knights, Management, Masculinity and Manipulation: From Paternalism to Corporate Strategy in Financial Services in Britain, in: Journal of Management Studies, (1993) 4, S. 659-679.
25.
Vgl. Judy Wajcman, Women and Men Managers. Careers and Equal Opportunities, in: Rosemary Crompton/Duncan Gallie/Kate Purcell (Hrsg.), Changing Forms of Employment. Organisations, Skills and Gender, London 1996, S. 259-277.
26.
Vgl. Daniela Rastetter, Sexualität und Herrschaft in Organisationen. Eine geschlechtervergleichende Analyse, Opladen 1994, S. 271; s. a. Cliff Cheng, Men and Masculinities Are Not Necessarily Synonymous: Thoughts on Organizational Behavior and Occupational Sociology, in: ders. (Hrsg.), Masculinites in Organizations, Thousands Oaks - London - New Delhi 1996, S. xi-xx.
27.
Ursula Richter, Wenn Frauen jüngere Männer lieben. Neue Chancen für die Partnerschaft, Frankfurt am Main 1999, S. 98.
28.
Vgl. Dieter Schnack/Thomas Gesterkamp, Hauptsache Arbeit. Männer zwischen Beruf und Familie, Reinbek 1996.
29.
Vgl. P. M. Zulehner/R. Volz (Anm. 9), S. 82 ff.
30.
Vgl. Beth Willinger, Resistance and Change. College Men's Attitudes Toward Family and Work in the 1980s, in: Jane C. Hood (Hrsg.), Men, Work and Family, Newbury Park - London - New Delhi 1993, S. 108-130.
31.
Vgl. Karen Blanke/Manfred Ehling/Norbert Schwarz, Zeit im Blickfeld. Ergebnisse einer repräsentativen Zeitbudgeterhebung, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 121, Stuttgart - Berlin - Köln 1996, S. 6.
32.
Vgl. Kurt Möller, Männlichkeit und männliche Sozialisation. Empirische Befunde und theoretische Erklärungsansätze, in: ders. (Hrsg.), Nur Macher oder Macho? Geschlechtsreflektierende Jungen- und Männerarbeit, Weinheim 1997, S. 29.
33.
Vgl. Kultusministerium Sachsen-Anhalt, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern in Schulbüchern des Landes Sachsen-Anhalt, Studie im Auftrag des Kultusministeriums, Magdeburg, o. J.
34.
Vgl. Christine Williams, The Glass Escalator: Hidden Advantages for Men in the "Female" Profession, in: M. S. Kimmel/M. A. Messner (Anm. 19), S. 285-299.
35.
Vgl. Christine L. Williams, Introduction, in: dies. (Hrsg.), Doing "Women's Work". Men in Nontraditional Occupations, Newbury Park - London - New Delhi 1993, S. 1-9.
36.
Vgl. Klaus Peinelt-Jordan, Männer zwischen Familie und Beruf - ein Anwendungsfall für die Individualisierung der Personalpolitik, München - Mering 1996, S. 290 f.
37.
Vgl. Joseph H. Pleck, Are "Family-Supportive" Employer Policies Relevant to Men?, in: J. C. Hodd (Anm. 30), S. 231.
38.
Kerstin Jürgens/Karsten Reinecke, Zwischen Volks- und Kinderwagen. Auswirkungen der 28,8-Stunden-Woche bei der VW AG auf die familiale Lebensführung von Industriearbeitern, Berlin 1998, S. 216.
39.
Vgl. Christian Dellekönig, Der Teilzeit-Manager. Argumente und erprobte Modelle für innovative Arbeitszeitregelungen, Frankfurt am Main - New York 1995, S. 114.
40.
Vgl. Franziska Schreyer, Weibliche familiale Arbeit und männliche Dauererwerbslosigkeit im Arbeitermilieu, in: Beiträge der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg (BeitrAB), 149 (1991), S. 153.
41.
Vgl. David Waddington/Clas Critcher/Bella Dicks, ,All jumbled up'. Employed women with unemployed husbands, in: Jennie Popay/Jeff Hearn/Jeanette Edwards (Hrsg.), Men, Gender Divisions and Welfare, London - New York 1998, S. 231-256.
42.
Vgl. Robert W. Connell, Masculinities and Globalization, in: Men and Masculinities, (1998) 1, S. 3-23; s. a. Richard Sennett, Der flexible Mensch. Die Kultur des neuen Kapitalismus, Berlin 1998².
43.
Vgl. Michael S. Kimmel/Michael Kaufman, Weekend Warriors. The New Men's Movement, in: H. Brod/M. Kaufman (Anm. 3), S. 259-288; s. a. Michael A. Messner, Politics of Masculinities. Men in Movements, Thousand Oaks - London - New Delhi 1997, S. 90 ff.
44.
Vgl. Steve Biddulph, Männer auf der Suche. Sieben Schritte zur Befreiung, München 1997², S. 30 ff.
45.
Cornelia Behnke/Peter Loss/Michael Meuser, "Wir kommen über das Reden nicht hinaus". Selbstreflexion und Handlungspraxis in Männergruppen, in: Widersprüche, (1995) 56/57, S. 119-127.
46.
Holger Brandes, Ein schwacher Mann kriegt keine Frau. Männer unter sich. Therapeutische Männergruppen und Psychologie des Mannes, Münster 1992, S. 179.
47.
Vgl. Michael Kimmel, Manhood in America. A Cultural History, New York u. a. 1996, S. 331.
48.
Vgl. Peter Döge, Die Erforschung der Männlichkeit. Neue wissenschaftliche Ansätze in der Debatte um Geschlechterdemokratie und was Männer dazu beitragen können, in: Frankfurter Rundschau vom 31. Juli 1999, S. 9; s. a. John MacInnes, The End of Masculinity. The confusion of sexual genesis and sexual difference in modern society, Buckingham 1998, S. 2 f.
49.
Vgl. Peter Döge, Neue Männer - Neue Männerpolitik. Ansätze geschlechterdemokratischer Politik im Zeichen des "neuen Mannes", in: Martin Rosowski/Andreas Ruffing (Hrsg.), MännerLeben im Wandel. Würdigung und praktische Umsetzung einer Männerstudie, Ostfildern 2000, S. 119 ff.
50.
Vgl. M. Kimmel (Anm. 47), S. 334. 51 Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu auch den Beitrag von Brigitte Geißel in diesem Heft.
51.
Ein Ansatz in diese Richtung findet sich bei: Adelheid Biesecker, Für eine vorsorgende Wirtschaftsweise notwendige (neue?) Institutionen, in: Elisabeth Allgoewer (Hrsg.), Ökonomie weiterdenken! Beiträge von Frauen zu einer Erweiterung von Gegenstand und Methode, Frankfurt am Main - New York 1997, S. 53-77.
52.
Vgl. Victor Seidler, Unreasonable Men. Masculinity and Social Theory, London 1994.
53.
Vgl. Barbara Stiegler, Frauen im Mainstreaming. Politische Strategien und Theorien zur Geschlechterfrage, Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 1998; Council of Europe, Gender mainstreaming. Conceptual framework, methodology and presentation of good practice. Final Report of Activities of the Group of Specialists on Mainstreaming (EG-S-MS), Council of Europe Publishing, Straßburg 1998.
54.
Vgl. Robert W. Connell, Masculinities, Cambridge 1995, S. 232 ff.
55.
Vgl. Brian Easlea, Väter der Vernichtung. Männlichkeit, Naturwissenschaftler und der nukleare Rüstungswettlauf, Reinbek bei Hamburg 1986, S. 196.