Ausschnitt aus dem Gemälde "Der Chasseur im Walde" von Caspar David Friedrich aus dem Jahr 1814.
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1.12.2017 | Von:
Johannes Zechner

Natur der Nation. Der "deutsche Wald" als Denkmuster und Weltanschauung

    "Auch wenn wir keines Holzes mehr bedürften, würden wir doch noch den Wald brauchen. Das deutsche Volk bedarf des Waldes wie der Mensch des Weines."

    Wilhelm Heinrich Riehl, Land und Leute (1854)
Dieses vielzitierte Bekenntnis des Kulturhistorikers und Volkskundlers Wilhelm Heinrich Riehl schreibt der deutschen Baumwelt unverblümt eine nationalpolitische Bedeutung zu. Im Mittelpunkt der folgenden Ausführungen stehen in diesem Sinne nicht ökologische, soziale oder wirtschaftliche Funktionen des tatsächlich existierenden Waldes. Vielmehr fokussieren sie auf den Wald als Projektionsfläche für kulturelle Vorstellungen und fragen insbesondere: Wie wollten Poeten, Philologen, Publizisten und Propagandisten kollektive Identität in einer imaginierten Waldnatur begründen? Dafür wird der ideenhistorische Werdegang des "deutschen Waldes" in drei Zeitabschnitten dargestellt: nach einem knappen Blick auf die Vorgeschichte die Romantik um 1800 als weltanschauliche Inkubationsperiode, das NS-Regime von 1933 bis 1945 als ideologische Kulminationsphase sowie die Entwicklungen von der Nachkriegszeit bis heute.[1]

Romantische Wälder

Am Anfang standen ein lateinisch schreibender Historiker und scheinbar unendliche nordische Wälder. Tacitus (ca. 55–120 n. Chr.) schilderte um das Jahr 100 in seiner "Germania" das Gebiet östlich des Rheines wenig vorteilhaft als "durch seine Wälder grauenerregend"; die dort lebenden Stämme verehrten demnach ihre Götter im "heiligen Hain" statt in steinernen Tempeln.[2] Seine späteren "Annalen" berichteten über eine Schlacht in einem "Teutoburger Wald" zwischen Römern und germanischen Stämmen, deren siegreicher Anführer Arminius – heute besser bekannt als Hermann der Cherusker – zum "Befreier Germaniens" geworden sei.[3] Nach Wiederentdeckung dieser Schriften im 15. Jahrhundert fanden deutschsprachige Humanisten die vorgeschichtlichen Ursprünge ihres Volkes in der nun positiv gesehenen Waldnatur.[4] Der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803) schließlich beschrieb in seinem Bühnenstück "Hermanns Schlacht" die Stammeskrieger als "wie die Eiche eingewurzelt", um weitergehend das Vaterland mit der "höchsten, ältesten, heiligsten Eiche" zu vergleichen.[5]

Auf solche älteren Denkbilder konnten unter gänzlich anderen Zeitumständen prominente Poeten, Philologen und Publizisten zurückgreifen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Natur des Waldes mit Nation und Deutschtum verknüpften. Ihr politisches Bewusstsein war bestimmt von Nachwirkungen der Französischen Revolution wie dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806, der sich anschließenden Besatzungspolitik Napoleons sowie den Kriegen gegen Frankreich von 1813 bis 1815. Angesichts der erlebten Umwälzungen suchten sie in klarer Abgrenzung vom westlichen Nachbarland intensiv nach möglichen Bestandteilen einer historischen und kulturellen Identität. Dabei verstanden sie den "deutschen Wald" als geeignetes Symbol für Tradition und Kontinuität: Seine vorgeblichen Prinzipien von Unterordnung und Ungleichheit dienten als Gegenbild zur Gesellschaftsordnung der Französischen Revolution mit ihren Werten von liberté und égalité. Somit können die "Befreiungskriege" als weltanschaulicher Nährboden des deutschen Waldpatriotismus gelten, in dem sich die Denkmuster von Nationalnatur und Naturnation folgenreich verbanden.[6]

Als eigentlicher "Sänger des deutschen Waldes" gilt bis heute der vielgelesene Poet Joseph von Eichendorff (1788–1857).[7] Da er nach seiner auf einem schlesischen Adelsgut verbrachten Kindheit in Städten wie Berlin und Königsberg lebte, lässt sich seine Naturpoesie als temporäre Flucht zurück in eine Gegenwelt fernab urbaner Verpflichtungen lesen. 1813 meldete sich der angehende Beamte als Freiwilliger zum Kampf gegen Frankreich, der für ihn eine Neuauflage des antiken Konflikts der Germanen mit Rom bedeutete.

Explizit politisch waren insbesondere Eichendorffs "Zeitlieder" aus den Jahren 1806 bis 1815: Hier erschien der Wald unter anderem als "Deutsch Panier, das rauschend wallt" – mithin als symbolische Nationalfahne.[8] In einem weiteren Gedicht geriet die scheinbare Eintracht der Baumwelt zum erklärten Vorbild für die Menschenwelt, um innere Spaltungen zu überwölben und überwinden: "Gleichwie die Stämme in dem Wald/Woll’n wir zusammenhalten,/Ein’ feste Burg, Trutz der Gewalt,/Verbleiben treu die alten."[9] Die sich abzeichnende Niederlage Napoleons verstand Eichendorff dann als Wiedererringung nationaler wie naturaler Souveränität: "Es löste Gott das lang verhaltne Brausen/Der Ströme rings – und unser ist der Rhein!/Auf freien Bergen darf der Deutsche hausen/Und seine Wälder nennt er wieder sein."[10] Nach den gescheiterten Einheitsplänen von 1848 schließlich erhob er die Heimat zum "Land der Eichen", in dem dieses Sinnbild verwurzelter Tradition den nationalen Zusammenschluss vorwegnehmen sollte.[11]

Ein wichtiges Symbol für Identität wie Kontinuität wurde die Baumnatur auch im Werk der bedeutenden Philologen Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859).[12] Während die beiden Mitbegründer der Germanistik ihr Berufsleben in Residenz- und Universitätsstädten wie Kassel und Berlin verbrachten, erschufen sie auf dem Papier einen umfänglichen Wald der Märchen und Metaphern. Besonders in der Zeit der französischen Besatzung sollte die intensive Arbeit an der germanisch-deutschen Überlieferung dazu dienen, der tagespolitischen Wirklichkeit deutlich glorreichere Vergangenheitsvorstellungen entgegenzusetzen.

So erschienen 1812/15 in zwei Bänden die von den Brüdern Grimm edierten "Kinder- und Hausmärchen", deren Einleitung aus der Feder Wilhelms die "Wälder in ihrer Stille" als Herkunftsregion des gesammelten Kulturgutes pries.[13] Die siebente Auflage von 1857 als letzte zu Lebzeiten der Herausgeber bot in fast der Hälfte der 200 Stücke Märchenwälder, von denen viele durch teils erhebliche Textarbeit dichtere und dunklere Formen angenommen hatten.

Auch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen wiesen zahlreiche Bezüge zur Baumwelt auf: Jacob verstand in seiner bald breit rezipierten "Deutschen Mythologie" heilige Eichen und Haine als Orte eines ursprünglichen "altdeutschen waldcultus".[14] Andernorts nutzte er mannigfache Sprachbilder des Organischen und Verwurzelten, wenn er das "Holz" der Sage oder den "Baum" der Sprache als durch die Jahrhunderte prägende Bestandteile der Volkskultur beschwor.[15]

Die Idee vom Wald als Garant der Tradition durchzieht ebenso die Schriften des einflussreichen Publizisten Ernst Moritz Arndt (1769–1860).[16] Der hauptberufliche Geschichtsprofessor an der Greifswalder und später Bonner Universität bezog Landschaftsumgebung und Volkscharakter eng aufeinander, etwa indem er dem nordisch imaginierten "Vaterlande grüner Eichen" kategorisch Italien als südliches "Land der Citronen und der Banditen" gegenüberstellte.[17] Während der antifranzösischen "Befreiungskriege" schufen seine radikalnationalistischen Gedichte ein eingängiges Reimschema von Eichen und Leichen, für den Sieg forderte er das Pflanzen einer "deutschen Freiheitseiche" als einzig angemessenes Erinnerungszeichen.[18]

Ausgesprochen wirkmächtig war Arndts 1815/16 veröffentlichte Artikelfolge "Ein Wort über die Pflegung und Erhaltung der Forsten und der Bauern", die bereits in ihrem Titel zwei für ihn ähnlich naturnahe und potenziell stabilisierende Elemente verband. Er sah Waldgebiete gewissermaßen als nationalen Wurzelgrund, den es für den Erhalt des eigenen Volkes und zum Schutz vor gesellschaftlichen Veränderungen gegen Kahlschläge zu verteidigen gelte. Ferner verlangte er in detailreichen Ausführungen umfängliche Aufforstungen und bemühte dafür unter anderem Argumente des Bodenschutzes, aber die Sorge um die Naturumgebung war hier weit weniger relevant als die um das durchgängig verherrlichte nationale Kollektiv – denn seine wahre Befürchtung war, die Axt im Walde werde "häufig zu einer Axt, die an das ganze Volk gelegt wird".[19]

Nach 1848 blieb der "deutsche Wald" angesichts des fortbestehenden Partikularismus ein wichtiges Symbol kollektiver Zugehörigkeit, etwa für den eingangs zitierten Arndt-Schüler Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897). Sein mehrbändiges Hauptwerk "Naturgeschichte des Volkes" erklärte die Baumwelt gegen den englischen Park und das französische Feld zur stereotypischen Nationalnatur: "Wir müssen den Wald erhalten, (…) damit Deutschland deutsch bleibe."[20] Im Kontext der Reichsgründung 1870/71 kam es dann zur politisch motivierten Pflanzung von "Kaisereichen" beziehungsweise "Sedaneichen" sowie zur Veröffentlichung zahlreicher patriotischer Eichengedichte.[21]

Mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Ende des Kaiserreiches geriet der "deutsche Wald" für das radikalnationalistische Spektrum noch verstärkt zum Inbegriff organisch verstandener Identität. Außerordentlich aktiv war dabei der 1923 gegründete Deutscher Wald e.V. – Bund zur Wehr und Weihe des Waldes, dem es aber weniger um die Bäume selbst als um die Bedürfnisse der Menschen ging: "Kommt, Deutsche, in den Wald hinein und lasst uns alle, alle einig sein!"[22] Klar definiert wurden auch die vermuteten Feinde von Wald und Volk zugleich, vor allem das französische "Schlächtergesindel" und der jüdische "Wüstensprößling".[23] Damit zeigte das Denkmuster "deutscher Wald" bereits vor der nationalsozialistischen Machtübernahme explizit rassistische und antisemitische Tendenzen.

Nationalsozialistische Waldanschauungen

In den Jahren der NS-Herrschaft von 1933 bis 1945 erreichte die politische Inanspruchnahme der Baumwelt ihren Kulminationspunkt, als das entsprechende Denkmuster unter anderem die Ideologien von "Lebensraum" und "Volksgemeinschaft" legitimieren sollte. Dabei bezog sich die nationalsozialistische Propaganda so durchgängig wie selektiv auf ältere Waldbilder, ohne jedoch im eigentlichen Sinne Neues hinzuzufügen. Somit konnte der "deutsche Wald" zur Projektionsfläche für eine Vielzahl modernitätskritischer, nationalistischer, rassistischer und biologistischer Vorstellungen werden: als Gegenbild zu Fortschritt und Großstadt, als germanischer Ursprung und deutsche Heimat, als heidnisches Heiligtum und rassischer Kraftquell sowie als Vorbild sozialer Ordnung und Erzieher zur Gemeinschaft.[24]

Schon früh erkannte die NSDAP das agitatorische und propagandistische Potenzial der Waldimaginationen. Der Reichsforstmeister, Reichsjägermeister und Oberste Beauftragte für den Naturschutz Hermann Göring (1893–1946) verstand den Nationalsozialismus in seiner Rede "Ewiger Wald – Ewiges Volk" als neuen "weltanschaulichen Unterbau" des Forstwesens.[25] Auch behauptete er einen äußerst engen Bezug des deutschen Volkes zum Wald, bezeichnenderweise mit dem antisemitischen Gegenbild der vermeintlich baumfernen Juden: "Wenn wir durch den Wald gehen, sehen wir Gottes herrliche Schöpfung, erfüllt uns der Wald mit (…) einer ungeheuren Freude an Gottes herrlicher Natur. Das unterscheidet uns von jenem Volke, das sich auserwählt dünkt und das, wenn es durch den Wald schreitet, nur den Festmeter berechnen kann."[26]

Ein solches Denken war dann ideologische Grundlage für das Projekt "Wiederbewaldung des Ostens": Als Bestandteil der nationalsozialistischen Besatzungspolitik sollten in den "eingegliederten Ostgebieten" Danzig-Westpreußen und Wartheland ungefähr eine Million Hektar Wald aufgeforstet werden, um den im "Altreich" ermittelten Bewaldungsgrad von etwa 30 Prozent zu erreichen.[27] Diese Landschaftsgestaltung "deutscher Art gemäß" sahen die Planer als eine unerlässliche Grundlage für die geplante Besiedlung, denn "nie wird sich deutsches und nordisches Blut in öden, baumlosen Kultursteppen halten können".[28] Leitendes Prinzip war damit statt wertneutraler Forstwirtschaft eine ethnisch motivierte Vorstellung von Landschaftsgestaltung, die die Deportations- und Vernichtungspolitik des NS-Regimes zusätzlich legitimieren sollte.

Als elementare Bedingung dafür galt die vorherige Zwangsumsiedlung dort lebender Bevölkerungsgruppen in das besetzte "Generalgouvernement" beziehungsweise in Ghettos und Konzentrationslager. Diese Deportationen begründeten die Planer mit einer angeblich planmäßigen Waldzerstörung durch "Menschen, die nicht unseres Geistes und Blutes sind".[29] Rassistisch geprägt war die diesbezügliche Agitation gegen eine "Großwaldschlächterei (…) besonders von jüdischen Holzfirmen";[30] daneben wurde auch den slawischen Polen jeglicher positive Bezug zum Wald abgesprochen. Lobende Erwähnung fanden Zeiten deutscher Herrschaft mit umfangreichen Aufforstungen, beispielsweise im Mittelalter unter dem Deutschritter-Orden oder nach der ersten Teilung Polens 1772 unter Friedrich dem Großen.

Ein zweiter wichtiger Propagandist der nationalsozialistischen Waldanschauung war Alfred Rosenberg (1893–1946), Chefredakteur der Parteizeitung "Völkischer Beobachter". Im Zentrum seiner Weltsicht stand ein konstruierter Konflikt zwischen "Ariern" und "überstaatlichen Mächten" wie Judentum und Bolschewismus. Spätestens mit dem Erscheinen des "Mythus des 20. Jahrhunderts" 1930 nahm er für sich in Anspruch, das maßgebliche theoretische Werk der NS-Bewegung vorgelegt zu haben. Dort rechnete Rosenberg das Judentum unter die nomadischen "Wüstenvölker", denen die Fähigkeit zur Verwurzelung wie zum Staatsaufbau abgehe; in der revolutionären sowjetischen Gesellschaftsordnung sah er einem ähnlichen landschaftsbasierten Nationalstereotyp folgend den politischen Ausdruck für das "Chaos der russischen Steppe".[31]

Zentral in Rosenbergs Bemühungen um die Umsetzung seiner weltanschaulichen Positionen agierte die NS-Kulturgemeinde, deren 1936 veröffentlichter Film "Ewiger Wald" als ihre aufwändigste Produktion gilt.[32] Die Botschaft dieser nationalsozialistischen Reinszenierung germanisch-deutscher Geschichte lautete: Waldvernichtung meint auch Volksvernichtung, Wiederaufforstung bedeutet kollektive Wiedergeburt. Zu Beginn widmete sich der Film heidnischen Ritualen wie Baumsargbestattung oder Questenbaumfest und der "Hermannsschlacht", verstanden als Kampf zur Verteidigung der "heiligen Haine" gegen Rom. Am Ende der waldanschaulichen Zeitreise diffamierte "Ewiger Wald" das demokratische System der Weimarer Republik: "Verrottet, verkommen, von fremder Rasse durchsetzt. Wie trägst du Volk, wie trägst du Wald die undenkbare Last?"[33] Die Machtübernahme 1933 sollte dem unter dem Motto "Schlagt aus, was rassefremd und krank!" ein Ende machen, illustriert von bewegten Bildern eines Hakenkreuz-geschmückten Maibaumes und der uniformierten "Volksgemeinschaft".[34]

Daneben kontrastierte die Begleitpropaganda in antisemitischer Manier seit Urzeiten waldverwurzelte Deutsche mit baum- wie volksfeindlichen Kollektiven "auf ewiger Wanderschaft".[35] Weitergehend wurde die natürliche Ordnung sogar zum Vorbild für den gesellschaftlichen Aufbau erklärt, denn wer gemäß "den Gesetzen des Waldes lebt, wird am Wesen des Waldes genesen und ewig sein".[36]

Ein solches organisches Politikverständnis postulierten auch Veröffentlichungen jenseits des Wirkungsbereichs von Rosenbergs NS-Kulturgemeinde. So beschrieb ein Buch mit dem programmatischen Titel "Der Wald als Erzieher" den Mischwald als Idealstaat, der hierarchisch gegliedert und dem höheren Zweck der Erhaltung des Ganzen verpflichtet sei.[37] Das Lehrerhandbuch "So lebt die Waldgemeinschaft" betonte denn auch ausdrücklich, deren Studium führe zum "Verständnis der Grundlehren eines völkisch und rassisch bewußten Staates, wie es der nationalsozialistische ist".[38] Nach 1945 sollten einige der inzwischen etablierten Denkbilder noch ideelle Spuren in bundesrepublikanischen Zusammenhängen hinterlassen.

Nachhaltigkeit deutschen Walddenkens?

Während der ersten Nachkriegsjahrzehnte half der "deutsche Wald" als vorgeblich unpolitisch-romantisches Idyll, zuerst vor der Niederlage und später vor der Teilung eine Zuflucht im Schatten der Bäume zu suchen. Weil Vergangenheitsbewältigungen überwiegend ausblieben, konnten dadurch insbesondere weniger belastete weltanschauliche Motive über den politischen Systemwechsel hinaus fortwirken. Sie finden sich beispielsweise in frühen Publikationen der ansonsten sehr verdienstvollen Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, deren Gründung 1947 primär als Reaktion auf "Reparationshiebe" der Alliierten erfolgte – und nicht als Kritik an den vorhergehenden Waldzerstörungen durch die nationalsozialistische Autarkie- und Kriegspolitik.[39]

Zu Kronzeugen ihrer Werbung für mehr "Waldgesinnung" erklärte die Schutzgemeinschaft deutsche Walddenker und Walddichter des 19. Jahrhunderts wie Joseph von Eichendorff, die Brüder Grimm, Ernst Moritz Arndt und Wilhelm Heinrich Riehl. Auch zeigte sich ein Weiterleben der Vorstellung einer besonderen Beziehung zwischen Volk und Wald, wenn etwa in der Einleitung der 1949 erschienenen Anthologie "Uns ruft der Wald" behauptet wurde: "Wir Deutschen sind von alters her ein Waldvolk gewesen und in unserem innersten Wesen bis heute geblieben."[40] Einzelne Veröffentlichungen wiesen solche Bezüge noch bis in die 1960er Jahre hinein auf, bevor mit dem Aufkommen der neuen politischen Umweltschutzbewegung auch althergebrachte Naturbilder vermehrt hinterfragt wurden.

Stark auf die romantischen Waldbilder von Gedichten und Märchen bezogen sich noch die bundesrepublikanischen Veröffentlichungen zum "Waldsterben" in den 1980er Jahren.[41] Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung waren die damals zu verzeichnenden Schäden partiell gravierend, standen aber in keinem Verhältnis zu den emotionalen Appellen in Medien und Öffentlichkeit. Dabei unterschied sich die große Konsenskoalition über parteipolitische Grenzen hinweg deutlich vom Lagebild in der nahezu zeitgleichen Atomkraftdebatte, die rund um die geplanten Nuklearanlagen in Gorleben und Wackersdorf verhärtete Frontbildungen und gewaltsame Eskalationen hervorbrachte. Schon damalige Protagonisten beschworen ein spezifisch deutsches Waldverhältnis, um die politischen Reaktionen entweder als vorbildlich zu loben oder als ungenügend zu kritisieren.[42]

Bilanzierend betrachtet haben drastisch visualisierte Voraussagen einer fast vollständigen Entwaldung dazu beigetragen, wirksame Umweltschutzmaßnahmen schneller als sonst üblich durchzusetzen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung unter Helmut Kohl beschloss umfassende Reduktionsmaßnahmen für Industrie und Verkehr, die Forstwissenschaft profitierte von einem enormen Mittelzuwachs für Forschungsprojekte – darunter die jährlichen "Waldschadensberichte", die später semantisch zu "Waldzustandsberichten" optimiert wurden. Kontrastierend zu damaligen Schreckensvisionen eines baumlosen Deutschland ist inzwischen ein Bewaldungsgrad von fast einem Drittel zu vermelden, wobei Hessen und Rheinland-Pfalz mit je 42 Prozent die Spitzenreiter sind und Schleswig-Holstein mit lediglich elf Prozent das Schlusslicht ist.[43]

Indes ist schon seit den 1970er Jahren ein zunehmender mentaler wie tatsächlicher Abstand zum Wald zu beobachten, vor allem unter Jüngeren und Stadtbewohnern.[44] So gehen aktuell laut einer 2010 veröffentlichten Studie mehr als die Hälfte der Deutschen selten oder nie und nur etwa ein Viertel regelmäßig in den Wald, der dann meist zum Naturerleben, Spazieren oder Wandern dient. Nur ein Teil der Bevölkerung versteht die Baumwelt weiterhin als kulturell prägend und traditionsbildend, während Aspekte des oft sportlichen Freizeitgenusses überwiegen. Außerhalb des extrem rechten politischen Spektrums keine Rolle mehr spielen hingegen explizit identitätsstiftende Bezüge, wie sie während der romantischen und der nationalsozialistischen Zeit wichtige Poeten, Philologen, Publizisten und Propagandisten vertreten hatten.[45]

Schlussbemerkungen

Ideengeschichtlich erscheint der "deutsche Wald" als ein wesentlich von der Romantik um 1800 begründetes Denkmuster, das sich bis 1945 zunehmend radikalisierte und danach einer entgegengesetzten Tendenz unterlag. Es erlaubte interessengeleitete Bezugnahmen und Adaptionen, die aber meist ohne viel Rücksicht auf die ursprünglichen historischen Kontexte erfolgten. Derartige Zuschreibungen liegen jedoch nicht in der Waldnatur selbst begründet: Bäume mögen zwar Vorlieben in puncto Boden- und Klimabedingungen haben, sie vertreten aber weder politische Meinungen noch äußern sie nationale Präferenzen.

Der vorgestellte "deutsche Wald" wies allerdings immer weniger Bezug zu dem auf breiter Fläche wachsenden monokulturellen Realwald auf. Schon während der Entstehung des waldromantischen Denkens zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich die imaginierte Laubwaldwildnis im Kontrast zur forstlichen Entwicklung befunden, in der ökonomische Effizienz und statistische Erfassbarkeit der Nadelholzpflanzungen vorherrschten. Indem dieser Widerspruch noch an Schärfe gewann, kam dem Denkbild eines deutschen "Waldvolkes" – und bezeichnenderweise nicht "Forstvolkes" – eine immer stärker nostalgische Kompensationsfunktion zu.

Damit schien das Wunschbild des "deutschen Waldes" gleichsam außerhalb der Geschichte gestellt, um gegen die tatsächliche historische Dynamik eine statische Harmonie bewahren zu können. Gleichwohl lassen sich die Entwicklungsphasen deutschen Walddenkens, deren Höhepunkte in Kriegs- und Krisenzeiten fielen, mit den breiteren nationalpolitischen Tendenzen korrelieren. Die weitgehende Realitätsenthobenheit des Denkmusters erlaubte dabei sowohl die poetische Beschwörung romantischer Sehnsuchtslandschaft als auch die politische Rechtfertigung der NS-Herrschaftspraxis.

Ungeachtet seines imaginierten Charakters konnte dem Naturideal des "deutschen Waldes" historische Relevanz zukommen, sobald einflussreiche Akteure es als Projektionsfläche für gesellschaftliche oder politische Ziele gebrauchten. Im Zeitverlauf traten an die Stelle patriotischer Waldemphase rassistische und antisemitische Denkmuster, die einen unaufhebbaren Gegensatz zwischen deutschem "Waldvolk" und jüdischem "Wüstenvolk" beziehungsweise slawischem "Steppenvolk" postulierten. Ferner geriet die Baumwelt gemäß der sozialdarwinistischen Parole vom "Wald als Erzieher" zum vermeintlichen Vorbild für die Gesellschaftsordnung.

Nach 1945 wurde die Weltanschauungsnatur des "deutschen Waldes" als explizites Nationalsymbol zunehmend irrelevant. An die Stelle der über Generationen vollzogenen Denkarbeit am politischen Waldideal traten die Freizeitgestaltung in oder die Naturerhaltung zugunsten der Baumwelt. Mittlerweile soll der Gedanke der Verwurzelung nicht mehr eine Widerstandsfähigkeit gegen behauptete Feindvölker stärken, sondern gegen reelle Sturmgefahren infolge des Klimawandels schützen. Erneute waldanschauliche Aufladungen könnte ein demokratisch-rational reflektierter Naturbezug verhindern, der vergangene Entwicklungen wie die beschriebenen kritisch hinterfragt.
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Fußnoten

1.
Der Beitrag beruht auf der Monografie Johannes Zechner, Der deutsche Wald. Eine Ideengeschichte zwischen Poesie und Ideologie 1800–1945, Darmstadt 2016. Als Überblicksdarstellungen siehe auch Bernd Weyergraf (Hrsg.), Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Berlin 1987; Albrecht Lehmann/Klaus Schriewer (Hrsg.), Der Wald – Ein deutscher Mythos? Perspektiven eines Kulturthemas, Berlin–Hamburg 2000; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.), Mythos Wald, Münster 2009; Ursula Breymayer/Bernd Ulrich (Hrsg.), Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald, Dresden 2011.
2.
Publius Cornelius Tacitus, Germania (ca. 98), in: ders., Agricola/Germania, München–Zürich 1991, V, S. 83 bzw. XXXIX, S. 123. Zum Kontext vgl. Marcus Nenninger, Die Römer und der Wald. Untersuchungen zum Umgang mit einem Naturraum am Beispiel der römischen Nordwestprovinzen, Stuttgart 2001.
3.
Publius Cornelius Tacitus, Annales, Düsseldorf 1982 (ca. 110–120), I 60, S. 87 bzw. II 88, S. 203. Zur Rezeption vgl. Klaus Kösters, Mythos Arminius. Die Varusschlacht und ihre Folgen, Münster 2009.
4.
Siehe etwa Conrad Celtis, De situ et moribus Germaniae additiones (ca. 1500), in: Gernot Michael Müller, Die "Germania generalis" des Conrad Celtis, Tübingen 2001, S. 101ff.
5.
Friedrich Gottlieb Klopstock, Hermanns Schlacht (1769), in: ders., Hermann-Dramen, Berlin–New York 2009, S. 30 bzw. S. 80. Zum Kontext vgl. Martina Wagner-Egelhaaf (Hrsg.), Hermanns Schlachten. Zur Literaturgeschichte eines nationalen Mythos, Bielefeld 2008.
6.
Vgl. auch Johannes Zechner, From Poetry to Politics. The Romantic Roots of the "German Forest", in: William Beinart/Karen Middleton/Simon Pooley (Hrsg.), Wild Things. Nature and the Social Imagination, Cambridge 2013, S. 185–210.
7.
Vgl. Klaus Lindemann, "Deutsch Panier, das rauschend wallt". Der Wald in Eichendorffs patriotischen Gedichten im Kontext der Lyrik der Befreiungskriege, in: Hans-Georg Pott (Hrsg.), Eichendorff und die Spätromantik, Paderborn u.a. 1985, S. 91–130.
8.
Joseph von Eichendorff, Der Jäger Abschied (wohl 1810), in: ders., Gedichte, Erster Teil: Text, Berlin–Boston 1993, S. 151.
9.
Ders., Der Tyroler Nachtwache (1810), in: ebd., S. 148.
10.
Ders., An die Freunde (1814), in: ders., Gedichte, Zweiter Teil: Verstreute und nachgelassene Gedichte. Text, Berlin–Boston 1997, S. 49.
11.
Ders., Libertas Klage (1849), in: ebd., S. 4.
12.
Vgl. Hisako Ono, Waldsymbolik bei den Brüdern Grimm, in: Fabula. Zeitschrift für Erzählforschung 1–2/2007, S. 73–84.
13.
Wilhelm Grimm, Vorrede zu den "Kinder- und Hausmärchen" (1812), in: ders., Kleinere Schriften I, Hildesheim u.a. 1992, S. 320.
14.
Jacob Grimm, Deutsche Mythologie I, Göttingen 18442, S. XLIV.
15.
Ders., Gedanken wie sich die Sagen zur Poesie und Geschichte verhalten (1808), in: ders., Kleinere Schriften I, Hildesheim u.a. 1991, S. 402; ders., Über die wechselseitigen Beziehungen und die Verbindung der drei in der Versammlung vertretenen Wissenschaften (1846), in: ders., Kleinere Schriften VII, Hildesheim u.a. 1991, S. 557.
16.
Vgl. Caroline Delph, Nature and Nationalism in the Writings of Ernst Moritz Arndt, in: Catrin Gersdorf/Sylvia Mayer (Hrsg.), Nature in Literary and Cultural Studies. Transatlantic Conversations on Ecocriticism, Amsterdam–New York 2006, S. 331–354.
17.
Ernst Moritz Arndt, Scharnhorst der Ehrenbote (1813), in: ders., Gedichte, Berlin 1860, S. 253; ders., Reisen durch einen Theil Teutschlands, Italiens und Frankreichs in den Jahren 1798 und 1799 I, Leipzig 1801, S. 66.
18.
Ders., Gesang zu singen bei Pflanzung einer deutschen Freiheitseiche (1814), in: ders. 1860 (Anm. 17), S. 291.
19.
Ders., Ein Wort über die Pflegung und Erhaltung der Forsten und der Bauern im Sinne einer höheren, d.h. menschlichen Gesetzgebung I, in: Der Wächter. Eine Zeitschrift in Zwanglosen Heften 3–4/1815, S. 375.
20.
Wilhelm Heinrich Riehl, Land und Leute, Stuttgart–Tübingen 1854, S. 32.
21.
Siehe etwa Ernst Wachsmann (Hrsg.), Sammlung der Deutschen Kriegs- und Volkslieder, Berlin 1870, S. 13, S. 70, S. 87, S. 149, S. 154, S. 269, S. 297 und S. 310; Emanuel Geibel, Heroldsrufe. Aeltere und neuere Zeitgedichte, Stuttgart 1871, S. 97, S. 146 und S. 168.
22.
O.A., Sinnspruch, in: Deutscher Wald 20/1926, S. 1.
23.
August Meier-Böke, Wald und Wehrwolf, Hamburg 1924, S. 6; ders., Deutscher Wald und deutscher Friedhof, Hamburg 1925, S. 8.
24.
Vgl. auch Johannes Zechner, "Ewiger Wald und ewiges Volk". Die Ideologisierung des deutschen Waldes im Nationalsozialismus, Freising 2006.
25.
Hermann Göring, Ewiger Wald – Ewiges Volk (1936), in: Erich Gritzbach (Hrsg.), Hermann Göring. Reden und Aufsätze, München 1938, S. 250.
26.
Zit. nach Erich Gritzbach, Hermann Göring. Werk und Mensch, München 1938, S. 111.
27.
Vgl. zum Projektkontext Michael A. Hartenstein, "Neue Dorflandschaften". Nationalsozialistische Landschaftsplanung in den "eingegliederten Ostgebieten" 1939–1944, Berlin 1998.
28.
Friedrich Alpers, Ehrendienst der Forstbeamten im Osten, in: Reichsstiftung für deutsche Ostforschung (Hrsg.), Wiederbewaldung des Ostens, Berlin 1943, S. 8; Heinrich Friedrich Wiepking-Jürgensmann, Das Grün im Dorf und in der Feldmark, in: Bauen – Siedeln – Wohnen. Offizielles Organ der Deutschen Arbeitsfront für Wohnungs- und Siedlungsbau 13/1940, S. 42.
29.
Ders., Deutsche Landschaft als deutsche Ostaufgabe, in: Neues Bauerntum. Fachwissenschaftliche Zeitschrift für das ländliche Siedlungswesen 4–5/1940, S. 134.
30.
Herbert Hesmer, Der Wald im Weichsel- und Wartheraum, Hannover 1941, S. 25.
31.
Alfred Rosenberg, Der Mythus des 20. Jahrhunderts. Eine Wertung der seelisch-geistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit, München 19335, S. 213 bzw. S. 112.
32.
Vgl. zu diesem Film Thomas Meder, Die Deutschen als Wald-Volk. Der Kulturfilm "Ewiger Wald", in: Guili Liebman Parrinello (Hrsg.), Il bosco nella cultura europea tra realtà e immaginario, Rom 2002, S. 105–129. Als Inspiration für den Filmtitel vgl. Raoul Heinrich Francé, Ewiger Wald. Ein Buch für Wanderer, Leipzig 1922.
33.
Zit. nach dem Textprotokoll in Zechner (Anm. 24), S. 91.
34.
Ebd.
35.
Carl Maria Holzapfel, Männer im Kampf um Gemeinschaft, in: Kunst und Volk. Amtliches Organ der NS-Kulturgemeinde 6/1936, S. 203.
36.
Ders., Wald und Volk. Leitgedanken der Filmdichtung "Ewiger Wald", in: Licht–Bild–Bühne, 8.6.1936, S. 3.
37.
Siehe dafür Franz von Mammen, Der Wald als Erzieher. Eine volkswirtschaftlich-ethische Parallele zwischen Baum und Mensch und zwischen Wald und Volk, Dresden–Leipzig 1934.
38.
Konrad Guenther, Geleitwort, in: Hugo Keller, So lebt die Waldgemeinschaft I: Biologische Gemeinschaftskunde, Leipzig 1936, S. VI.
39.
Vgl. zur Schutzgemeinschaft ausführlicher Astrid Mignon Kirchhof, Gründung und Entwicklung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, in: Breymayer/Ulrich (Anm. 1), S. 251–255.
40.
O.A., Uns ruft der Wald, in: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Hrsg.), Uns ruft der Wald. Ein Buch deutscher Dichter und Waldfreunde, Rheinhausen 1949, S. 7. Siehe ähnlich etwa auch o.A., Die Deutschen lieben ihre Wälder wie ihre Kinder, in: Unser Wald 6/1957, S. 151; Heinz-Gerhard Becke, Die Bedeutung des Waldes für unser Volk, Wiesbaden 1963.
41.
Vgl. als Sammelband Roderich von Detten (Hrsg.), Das Waldsterben. Rückblick auf einen Ausnahmezustand, München 2013. Zu den entsprechenden Debatten ausführlicher Birgit Metzger, "Erst stirbt der Wald, dann du!". Das Waldsterben als westdeutsches Politikum 1978–1986, Frankfurt/M. 2015.
42.
Siehe dafür Helmut Kohl, Schutz von Natur und Umwelt als Aufgabe von nationalem Rang, in: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung 146/1984, S. 1281–1286; Carl Amery, Das Zeichen an der Wand, in: Arbeitskreis Chemische Industrie/Katalyse Umweltgruppe Köln (Hrsg.), Das Waldsterben. Ursachen – Folgen – Gegenmaßnahmen, Köln 1983, S. 11ff.
43.
Siehe zu den genauen Zahlen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.), Der Wald in Deutschland. Ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur, Berlin 20162.
44.
Vgl. dazu ausführlicher Annette Braun, Wahrnehmung von Wald und Natur, Opladen 2000; Carsten Wippermann/Katja Wippermann, Mensch und Wald. Einstellungen der Deutschen zum Wald und zur nachhaltigen Waldwirtschaft, Bielefeld 2010; Klaus Schriewer, Natur und Bewusstsein. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Waldes in Deutschland, Münster 2015.
45.
Siehe als solche Stimmen etwa Werner H.F. Kellermann-Tospel (Hrsg.), Baum und Wald. Die grünen Wurzeln unseres Volkes, Essen 1992; Henning Eichberg, "Baumzeit – ja danke". Grüner Protest und grünes Leben, in: wir selbst 1–2/2000, S. 7–18.
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Autor: Johannes Zechner für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de
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