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Die 68er-Generation

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Die Ereignisse um die Studentenproteste des Jahres 1968 werfen ihre Schatten noch immer bis in die Gegenwart. Für die einen ist es ein magisches Jahr, quasi der Beginn einer demokratischen Neugründung der Bundesrepublik nach der als restaurativ empfundenen Adenauer-Zeit, für andere die Abirrung vom erfolgreichen Weg eben dieser Ära, ja die Vorgeschichte zum Terrorismus. Beiden Einschätzungen haftet etwas Mythologisches an. Die jüngste Bundestagsdebatte um die Vergangenheit einiger Protagonisten der damaligen Zeit hat dies überdeutlich gemacht. Sie schwankte zwischen Verklärung und Denunziation, zwischen Normalisierung und Unversöhnlichkeit. Von einer einheitlichen Bewertung ist man noch weit entfernt. Mag die 68er-Bewegung mit ihren politischen Ideen, die zum Teil besser im Reich der Utopie aufgehoben gewesen wären, auch gescheitert sein, einige soziokulturelle Veränderungen, die sie in Gang gesetzt hat, können als revolutionär bezeichnet werden.

Ludwig Watzal

Editorial

Die Ereignisse um die Studentenproteste des Jahres 1968 werfen ihre Schatten noch immer bis in die Gegenwart. Für die einen ist es ein magisches Jahr, für andere die Vorgeschichte zum Terrorismus. Weiter...

Claus Leggewie

1968 ist Geschichte

Bei der heutigen Rezeption von 1968 müssen mehrere wichtige Punkte berücksichtigt werden. So haben beispielsweise die damaligen Ereignisse einen in Gang befindlichen Prozess sozialer und politischer Modernisierung beschleunigt. Weiter...

Axel Schildt

Vor der Revolte: Die sechziger Jahre

Ein lediglich auf die Revolte von 1968 fixierter Blick scheint unausgewogen zu sein. Vielmehr sind die gesamten sechziger Jahre als eine Phase tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation zu verstehen. Weiter...

Wolfgang Kraushaar

Denkmodelle der 68er-Bewegung

Das theoretische Selbstverständnis spielte für die 68er-Bewegung eine außerordentlich große Rolle. Dennoch hat es weder explizite "68er-Ideen" noch eine kohärente "68er-Theorie" gegeben. Weiter...

Edgar Wolfrum

"1968" in der gegenwärtigen deutschen Geschichtspolitik

"1968" wird derzeit zum Dreh- und Angelpunkt des geschichtspolitischen Kampfes um das Selbstverständnis der BRD. Die Frage, welche Deutungsmuster sich in der Öffentlichkeit durchsetzen, ist von großer Wichtigkeit. Weiter...

Stefan Wolle

Die versäumte Revolte: Die DDR und das Jahr 1968

In der DDR überschnitten sich in den späten sechziger Jahren zwei unterschiedliche ideologische Strömungen. Dies waren eine reformsozialistische Denkrichtung und eine emanzipatorische Aufbruchstimmung der jungen Generation der westlichen Welt. Weiter...