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Geschlechter-Gerechtigkeit / Gender

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  • Mit dem Begriff des "Gender Mainstreaming" wird eine Strategie zur nachhaltigen Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern bezeichnet, deren Hauptanliegen darin besteht, den Mainstream männlichen Denkens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verändern. Es handelt sich um einen "top-down" initiierten und organisierten Prozess, in dem mehr erreicht werden soll als das bisherige (noch nicht erreichte) Ziel der Gleichstellung der Geschlechter. Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wird durch andere Ungleichheiten überlagert, welche die geschlechtersensible Strategie des Gender Mainstreaming mit in den Blick nehmen soll.

       

    Katharina Belwe

    Editorial

    "Gender Mainstreaming" bezeichnet eine Strategie zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Das Hauptanliegen besteht darin, den Mainstream männlichen Denkens in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verändern. Weiter...

    Claudia Pinl

    Gender Mainstreaming - ein unterschätztes Konzept

    Claudia Pinl bezweifelt, dass die weitreichenden Konsequenzen der neuen Strategie den Verantwortlichen tatsächlich bewusst sind. Es gehe doch um die Umgestaltung der Strukturen, die Ungleichheit reproduzierten. Weiter...

    Judith Butler

    Zwischen den Geschlechtern

    Zwischen "männlich" und "weiblich" existiert eine Art Grauzone, die nicht nur in unserer Gesellschaft diskriminiert wird. Die Autorin plädiert vor diesem Hintergrund vehement für ein Aufbrechen der Geschlechternormen. Weiter...

    Peter Döge

    "Managing Gender"

    Der Autor veranschaulicht, dass es sich bei Gender Mainstreaming um eine konkrete politische Strategie handelt. Es geht dabei nicht nur um die Gleichstellung von Frauen und Männern, sondern generell um die Gleichwertigkeit des Unterschiedlichen. Weiter...

    Christina Klenner

    Geschlechtergleichheit in Deutschland?

    Reicht Gender Mainstreaming für den Abbau noch bestehender sozialer Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern? Die Beseitigung von Diskriminierungen setze eine Umgestaltung des Alltags im Spannungsfeld beruflicher Entwicklung und familiärer Aufgaben voraus. Weiter...

    Sabine Berghahn

    Supranationaler Reformimpuls versus mitgliedstaatliche Beharrlichkeit

    Wie steht es um das Arbeits- und Gleichstellungsrecht in der EU? Ist die formale Chancengleichheit für Frauen in den Rechtsordnungen verankert? Weiter...

    Christiane Thorn

    Nachhaltigkeit hat (k)ein Geschlecht

    Wie steht es um die Perspektiven einer gendersensiblen zukunftsfähigen Entwicklung? Die Voraussetzung könnte in einer grundlegenden Transformation vieler Bereiche liegen. Weiter...