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16.8.2002 | Von:
Peter Döge

"Managing Gender"

Gender Mainstreaming als Gestaltung von Geschlechterverhältnissen

Der Autor veranschaulicht, dass es sich bei Gender Mainstreaming um eine konkrete politische Strategie handelt. Es geht dabei nicht nur um die Gleichstellung von Frauen und Männern, sondern generell um die Gleichwertigkeit des Unterschiedlichen.

Einleitung

Gender Mainstreaming gerät in der geschlechterpolitischen Diskussion seit einigen Jahren mehr und mehr zum Zauberwort. Das Konzept soll neuen Schwung in die Realisierung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern bringen, ihm werden beachtliche Potenziale zur Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses zugeschrieben. Kann Gender Mainstreaming diese Erwartungen erfüllen? Wo liegen dabei die Neuerungen gegenüber der bisherigen Gleichstellungspolitik? Zur Beantwortung dieser Frage sollen im Folgenden zentrale Strukturmerkmale des Gender-Mainstreaming-Konzepts sowie einige good practice-Beispiele vorgestellt werden.