Verschiedene Buttons, die während des Women´s March in Washington im Januar 2018 verkauft wurden

(Anti-)Feminismus

Der Begriff „Feminismus“, zunächst synonym zu Frauenemanzipation verwendet, verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts von Frankreich aus im Zuge der Frauenbewegungen in Europa und auf andere Kontinente. Heute hat er seinen festen Platz in Politik, Forschung, Popkultur. Antifeminismus, also Widerstände gegen feministische Forderungen und Errungenschaften, gibt es, seit es den Feminismus gibt.

In manch aktuellen Debatten scheinen die Fronten von Antifeminismus und Feminismus zu verwischen. Ist „antifeministisch“ der richtige Begriff, wenn Frauenrechte strategisch und mit rassistischer Grundierung in Stellung gegen Migranten gebracht werden? Ist der heutige „Antigenderismus“ eine Spielart des Antifeminismus oder etwas Anderes? Und wie lässt sich das Zusammenwirken antifeministischer und feministischer Momente im sogenannten Postfeminismus der Medienkultur erklären?

Anne Seibring

Editorial

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Barbara Holland-Cunz

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Seit fast 230 Jahren kämpfen FeministInnen für Bildung, Arbeit, politische Teilhabe, Freiheit von Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung und setzen patriarchaler Unterdrückung einen Rechtediskurs sowie Kritiken der Entwürdigung und das Ideal der Würde entgegen.

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Rosalind Gill

Die Widersprüche verstehen. (Anti-)Feminismus, Postfeminismus, Neoliberalismus

Postfeminismus ist einer der strukturierenden Kontexte für das Leben von Frauen im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Er eignet sich feministische wie auch antifeministische Ideen sowohl an, als er sie auch ablehnt, und ist eng mit dem Neoliberalismus verbunden.

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Von der Sorgearbeit bis #MeToo. Aktuelle feministische Themen und Debatten in Deutschland

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Imke Schmincke

Frauenfeindlich, sexistisch, antifeministisch? Begriffe und Phänomene bis zum aktuellen Antigenderismus

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Männerpolitik und (Anti-)Feminismus

Sind Männer, die Gleichstellung befürworten, "Feministen"? Die Konzepte von Geschlechterpolitik unterscheiden sich. Viele Akteure wollen nicht nur "einbezogen" werden, sondern ihre Anliegen selbst vertreten – ohne wie Antifeministen die Schuld bei den Frauen zu suchen.

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Susanne Maurer

Hedwig Dohms "Die Antifeministen"

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