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Bereit für den Wechsel? Die strategische und inhaltliche Positionierung von CDU/CSU und FDP vor der Bundestagswahl 2002


9.6.2002
Oppositionszeiten sind Phasen der inhaltlichen und strategischen Neuformierung. Der Beitrag untersucht vergleichend, in welchem Maße die bürgerlichen Parteien vor der Wahl neue Akzente setzten.

Einleitung



Oppositionszeiten sind Phasen der politischen Regeneration. Sie zwingen Parteien, ihre Standpunkte und Strategien zu überdenken. Das zeigte sich schon frühzeitig. So legte die CSU bereits während ihres kurzzeitigen Regierungsverlustes in Bayern zwischen 1954 und 1957 den Grundstein für eine Parteimodernisierung, von der sie noch lange zehren sollte. Ebenso nahmen die Sozialdemokraten die wiederholten Niederlagen in den fünfziger Jahren zum Anlass, ihre überkommene Programmatik und Wahlkampfstrategie zu erneuern. Für die Liberalen sollte die Zeit der Großen Koalition einen ähnlichen Effekt haben. Und bei der CDU bescherte schließlich der Machtverlust von 1969 eine Phase, in der sie ihre Partei grundlegend reformierte.

Nach ihrer langen Regierung hatten CDU/CSU und FDP seit 1998 erneut vier Jahre Zeit, um ihre Rückkehr ins Kanzleramt vorzubereiten. Haben sie diese Zeit tatsächlich genutzt, um ihre Strategien und Standpunkte auszubauen? Der folgende Artikel blickt zunächst auf ihre medialen und politischen Positionierungen, um dann in einem zweiten Schritt ihre inhaltlichen Neuansätze vergleichend zu beleuchten. [1]

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Fußnoten

1.
Ausgewertet wurden dafür sämtliche programmatischen und strategischen Papiere der Parteien sowie die Pressespiegel der Parteiarchive. Zur Neuformierung der CDU vgl. ausführlich Frank Bösch, Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU, Stuttgart-München 2002.