APUZ Dossier Bild
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 Pfeil rechts

Unilateralismus der USA als Problem der internationalen Politik


22.7.2003
Bei der Außenpolitik der USA handelt es sich nicht um einen Bruch zwischen Uni- und Multilateralismus. Vielmehr geht es um eine Akzentverschiebung. In einer differenzierten Betrachtung dieser beiden Strömungen liegt der Schlüssel zum Verständnis der US-Außenpolitik.

Einleitung



Die Politik der US-Regierung im Kontext des Krieges gegen den Irak hat weit mehr als nur regionale Bedeutung für den Nahen und Mittleren Osten. So einschneidend die mittelfristigen Folgen des Krieges für den Irak und seine Nachbarländer auch sein mögen, so brachte der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski die allgemeine Bedeutung des Konfliktes doch präzise auf den Punkt: "Es geht nicht um den Irak. Es geht um unsere globale Rolle."Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine bearbeiteten und gekürzten Vorabdruck von: Jochen Hippler, US-Dominanz und Unilateralismus im internationalen System - Strategische Probleme und Grenzen von Global Governance, in: Jochen Hippler/Jeanette Schade, US-Unilateralismus als Problem von internationaler Politik und Global Governance, INEF-Report 70, Juli 2003 am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), Duisburg.1Zit. in: US in a Tough Position as Isolation Increases, in: Washington Post vom 6. März 2003, S. A01. Tatsächlich dürfte sich die Bedeutung der Politik der Bush-Administration im Kontext des Irak-Krieges für das internationale System als prägend erweisen, sowohl was ihre Substanz als auch ihren Stil angeht. Diese haben nicht nur die politische Architektur des Nahen und Mittleren Ostens erschüttert, sondern auch die Beziehungen zwischen den westlichen Verbündeten aus dem Gleichgewicht gebracht und die Rolle der Vereinten Nationen und des Völkerrechts auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.






Viele Debatten um den Irak-Krieg konzentrierten sich auf die unilaterale Handlungsweise Washingtons und seinen rüden Umgang mit dem UN-Sicherheitsrat. Es stellt sich die Frage, welcher Zusammenhang zwischen der unverkennbaren unipolaren Grundstruktur des internationalen Systems nach Ende des Kalten Krieges - nämlich der machtpolitisch eindeutig dominierenden Rolle der USA - und einer unilateralen Politik Washingtons besteht und wie sich dies auf das internationale System und die Vereinten Nationen auswirkt.




 

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...