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20.8.2004 | Von:
Helmut Drüke

Europas Stiefel drückt und zwickt - Grundprobleme der Wirtschaft Italiens

Hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Entwicklung bildet der G-7-Staat Italien derzeit das europäische Schlusslicht. Dies wird anhand der aktuellen strukturellen wie auch konjunkturellen Probleme der italienischen Wirtschaft dokumentiert.

Einleitung

Die Regierung unter Silvio Berlusconi ist im Jahre 2001 angetreten, in Italiens Wirtschaft und Staat "Ordnung zu schaffen". Vorbild ist dabei ein Verständnis vom "rationalen" Staat, der - fernab der Parteiquerelen und des "Tumults der Straße" - allein nach den Prinzipien der wirtschaftlichen Rationalität agiert und damit zur Modernisierung Italiens beiträgt, die zur Bewährung in der Globalisierung überfällig sei.




Wie keine andere Regierung zuvor hatte Berlusconi II[1] Zeit, ihre Vorstellungen in die Praxis umzusetzen, denn diese Koalition hält sich bislang länger als alle vorherigen. Was ist in Wirtschaft und Staat seither geschehen, und in welchem Maße konnten Italiens Grundprobleme wie die Innovationsschwäche, die ungünstige Unternehmensstruktur, der Rückstand des Mezzogiorno und die Verschuldung der öffentlichen Haushalte einer Lösung zugeführt werden?

Dieser Beitrag versucht darauf eine Antwort zu finden. Dazu werden aktuelle wirtschaftspolitische Konzepte und Maßnahmen vor dem Hintergrund von Analysen der Grundstruktur der italienischen Wirtschaft beurteilt.


Fußnoten

1.
Die zweite von Berlusconi geführte Regierung.