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Iran

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    Um das politische Erbe des Republikgründers, Ayatollah Khomeini, tobt in der "Islamischen Republik Iran" seit Wochen ein heftiger Machtkampf zwischen Konservativen und Reformern. Dieser kann als ein weiterer Beleg für den Stillstand des Landes angesehen werden. Streitpunkt ist die Zulassung der Kandidaten für die bevorstehende Parlamentswahl. Der Wächterrat, bestehend aus sechs Geistlichen und sechs Laien, verhinderte die Aufstellung zahlreicher Reformkandidaten. Aus Protest dagegen hat ein Drittel der Abgeordneten ihr Mandat niedergelegt. Sie werfen den Konservativen vor, Khomeinis Erbe zu verraten, der eine islamische Republik und keine islamische Herrschaft habe etablieren wollen. Bisher ist es den Konservativen gelungen, den Wächterrat für ihre politischen Ziele zu instrumentalisieren.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

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