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25.11.2005 | Von:
Herbert Wulf

Poker um Nordkoreas Atomprogramm

Von Krise zu Krise

Die nordkoreanische Geschichte des Baus von Reaktoren und von mindestens vier leistungsfähigen Raketentypen mit Reichweiten bis zu 2 500 Kilometern reicht bis in die sechziger Jahre zurück.[2] Das in den Reaktoren produzierte Plutonium und durch Anreicherung gewonnenes Uran haben Nordkorea heute zweifellos technisch in die Lage versetzt, ein einsatzfähiges Atomprogramm aufzubauen.

Nordkorea war 1985 zwar dem NPT beigetreten, weigerte sich aber, Inspektionen der IAEA zuzulassen, bis die USA Anfang der neunziger Jahre versprachen, ihre taktischen Atomwaffen aus Südkorea abzuziehen. Die amerikanisch-nordkoreanischen Beziehungen durchlebten in den vergangenen zwölf Jahren mehrere Krisen mit entsprechenden Auswirkungen auf das Verhältnis Pjöngjangs zu Südkorea und Japan.


Fußnoten

2.
Vgl. Timothy McCarthy, North Korean Ballistic Missile Programs: Soviet and Russian Legacies?, in: Occasional Paper, Center for Nonproliferation Studies Monterrey, (2001) 96, S. 9 - 12; Garry Samore, U.S.-DPRK Missile Negotiations, in: The Nonproliferation Review, 9 (2002) 2, S. 19.