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Film und Gesellschaft

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    Der Film ist das Leitmedium unserer Zeit. In der Welt der bewegten Bilder spiegeln sich die jeweiligen Rahmenbedingungen einer Gesellschaft wider – nicht zuletzt deshalb, weil das Medium Film mehr als einmal zu Propagandazwecken missbraucht worden ist. Filme sind Ausdruck eines zeitbedingten Selbstverständnisses und verraten uns indirekt vieles über uns: das Publikum. So sagt beispielsweise ein Film wie "Der Untergang" viel weniger über den Nationalsozialismus aus, als über ein bestimmtes Bild, das heute von der NS-Zeit existiert.

    Filme sind immer subjektiv. Sie können die Gesellschaft nicht objektiv abbilden, weil bereits jede Kameraeinstellung und jeder Blickwinkel die Realität filtert. Die filmische Wirklichkeit ist immer inszeniert. Doch diese Inszenierung gelingt manchen Regisseuren bisweilen so gut, dass ihre Bilderwelt der realen Welt scheinbar in nichts nachsteht.

       
  • Andreas Kötzing

    Editorial

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