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Politik bei Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg


6.10.2005
Es wird gefragt, welchen Einfluss Kinderhörspiele auf den politischen Sozialisationsprozess haben. Das Ergebnis lautet, dass die äußerst erfolgreichen Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg keineswegs das Prädikat "wertvoll" verdienen.

Einleitung



Wer kennt sie eigentlich nicht: den großen sprechenden Elefanten und die kleine fliegende Hexe aus Neustadt?[1] Mittlerweile sind mehrere (Kinder-)Generationen mit den Geschichten von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg aufgewachsen. Nach wie vor erfreuen sich die seit 1977 und 1980 erscheinenden Hörspiele größter Beliebtheit.[2] Im Laufe der Zeit sind die Geschichten der von Elfie Donnelly geschaffenen Hörspielhelden immer vielfältiger und deren Vermittlungsformen (CD, DVD, Fernsehen, Kino) immer breiter geworden.

Mit dem Erfolg der Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg wächst die Bedeutung der Frage nach den darin vermittelten Inhalten sowie deren Einfluss auf den Sozialisationsprozess von Kindern. Nicht zu unterschätzen ist dabei der politische Aspekt, hat doch eine Vielzahl der Blümchen- bzw. Blocksberg-Hörspiele einen politischen Bezug. Im Folgenden wird deshalb der Frage nachgegangen, welchen Beitrag die Hörspiele von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg zur politischen Sozialisation leisten.



Fußnoten

1.
So kennen z.B. 98 Prozent aller Kinder (6 - 14 Jahre) Benjamin Blümchen (Kiddinx-Merchandising, http://www.kiddinx-merchandising.de, 5.7. 2005).
2.
Die Blümchen- bzw. Blocksberg-Hörspiele liegen in den Kindertonträgercharts von 2002 auf den Plätzen zwei und drei (GfK/Institut für angewandte Kindermedienforschung [IfaK]). Von Benjamin Blümchen wurden seit 1977 insgesamt 102 Folgen produziert und über 60 Millionen MCs verkauft, von Bibi Blocksberg wurden seit 1980 insgesamt 83 Folgen produziert und über 35 Millioen MCs verkauft; vgl. Kiddinx-Merchandising (Anm. 1).

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