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Partizipation in Familie und Schule - Übungsfeld der Demokratie

6.10.2005

Datenbasis: Das DJI-Kinderpanel



Das Kinderpanel des Deutschen Jugendinstituts ist eine auf drei Jahre angelegte quantitative Längsschnittstudie.[11] Darin wird nach den Bedingungen für das Aufwachsen der Kinder in Deutschland gefragt. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung ihrer eigenen Perspektive. Das ist zu betonen, da es durchaus nicht selbstverständlich war und ist, Kinder als eigenen Gegenstand von sozialwissenschaftlicher Forschung, mithin als eigenständige Subjekte zu betrachten. Familie, Peers (Gleichaltrigengruppen) und Schule als zentrale Dimensionen des kindlichen Alltags bilden die Bezugspunkte der Studie. Generell geht es um die Fragen: Was fördert, was gefährdet Kinder in ihrer Entwicklung? Unter welchen Bedingungen können sie Kompetenzen entwickeln, Anforderungen in ihrem Alltag konstruktiv bewältigen und eigene Interessen realisieren?

Als empirische Basis für unsere Untersuchung dienen die Daten der zweiten Welle des DJI-Kinderpanels (Frühjahr 2004). 720 Kinder im Alter zwischen neun und zehn Jahren, die mehrheitlich die dritte bzw. vierte Klasse der Grundschule besuchten, wurden mündlich befragt. Die Mütter dieser Schulkinder wurden ebenfalls mündlich interviewt, den Vätern wurde ein schriftlicher Fragebogen vorgelegt. Die nachfolgenden Analysen geben ausschließlich die Sicht der Kinder wieder und beziehen sich explizit auf deren Einschätzungen bezüglich ihrer Mitwirkungsmöglichkeiten in Familie und Schule.



Fußnoten

11.
Vgl. Christian Alt (Hrsg.), Kinderleben - Aufwachsen zwischen Familie, Freunden und Institutionen. Band 1: Aufwachsen in Familien. Band 2: Aufwachsen zwischen Freunden und Institutionen, Wiesbaden 2005.