APUZ Dossier Bild

Zerfallende Staaten

  • PDF-Icon PDF-Version (391 KB)

    Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist die internationale Staatengemeinschaft mit dem Phänomen der zerfallenden Staaten konfrontiert. Die Ursachen sind vielfältig: korrupte Eliten, schlechte Regierungsführung, verfehlte wirtschaftliche Entwicklungskonzepte, keinerlei Rechenschaftspflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, mangelnde Wohlfahrt und wenig Rechtssicherheit sowie ahistorische Nation-building-Konzepte. Entwicklung und Fortschritt im westlichen Sinne gab es in nur wenigen Ländern.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Zerfallende Staaten bedrohen die Sicherheitsarchitektur in den internationalen Beziehungen. Der Solgan "Sicherheit zuerst" erscheint folglich oft als Allheilmittel. Eine zwangsläufige Folge dieses Denkens ist die Aufrüstung der Sicherheitskräfte, die häufig mit der Stärkung des Staates gleichgesetzt wird. Weiter...

    Jochen Hippler

    Failed States und Globalisierung - Essay

    Wirtschaftliche, politische und kulturelle Globalisierung ist nicht die Ursache von "failed states" und sich fragmentierenden Gesellschaften, sondern ein wichtiger Faktor, der dazu beitragen kann. Weiter...

    Wolfgang Hein

    Vom Entwicklungsstaat zum Staatsverfall

    Der Entwicklungsstaat der Nachkriegszeit weckte Erwartungen, die er selten erfüllen konnte. In armen Ländern zerstörten dann neoliberale Strategien häufig auch die wenigen positiven Ansätze. Weiter...

    Tobias Debiel

    Fragile Staaten als Problem der Entwicklungspolitik

    Wie geht die Entwicklungspolitik mit fragiler Staatlichkeit um? In einigen Situationen mag es notwendig sein, korrupte Regierungen zugunsten besser legitimierter gesellschaftlicher Partner zu umgehen. Weiter...

    Ludgera Klemp, Roman Poeschke

    Good Governance gegen Armut und Staatsversagen

    Reduzierung von Armut ist am besten durch Good Governance, effiziente und transparente Institutionen und die Verankerung demokratischer Werte zu erreichen. Weiter...

    Ulrich Schneckener

    Fragile Staatlichkeit als globales Sicherheitsrisiko

    Bei fragilen Staaten handelt es sich weniger um eine Bedrohung als vielmehr um ein Risiko, aus dem konkrete Bedrohungen für andere hervorgehen oder sich verstärken können. Weiter...

    Trutz von Trotha

    Der Aufstieg des Lokalen

    Viele Teile der Erde sind vom Aufstieg des Lokalen bestimmt. Zu seinen Erscheinungen gehören Formen des konstruktiven Staatszerfalls wie im Norden Malis oder in Somaliland, der "Kleine Krieg" oder die lokale Regelung gewaltsamer Konflikte. Weiter...

     

    Informationsportal Krieg und Frieden

    Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...