Auf einem Modell mit Spielzeugautos ist ein Polizeiauto in einer Rettungsgasse zu sehen.

Polizei

In den vergangenen Jahrzehnten hat mit dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis in der Gesellschaft der präventive Aspekt von Polizeiarbeit an Bedeutung gewonnen. Wie sich aktuell an den Novellierungen der Polizeigesetze in Deutschland zeigt, geht damit eine Ausdehnung des gesetzlichen Rahmens polizeilichen Handelns einher.

Als einzige Institution, die befugt ist, physischen Zwang einzusetzen, kann die Polizei weit in die durch die Verfassung geschützten Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen. Daher wird eine solche Entwicklung im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat von einer kritischen Reflexion begleitet, insbesondere vor dem Hintergrund umstrittener Polizeigewalt, rechtsextremer Verbindungen von Polizeibeamten sowie von Diskussionen über den diskriminierenden Charakter von Polizeipraktiken.

Anne-Sophie Friedel

Editorial

Mehr lesen

Hermann Groß

Polizei(en) und innere Sicherheit in Deutschland. Strukturen, Aufgaben und aktuelle Herausforderungen

Polizeien bilden das Rückgrat der Sicherheitsarchitektur Deutschlands. Neben Aufgaben, Personal und Organisation werden in dem Beitrag das Verhältnis zu anderen Sicherheitsakteuren sowie aktuelle Herausforderungen der Polizeiarbeit dargestellt.

Mehr lesen

Andrea Kretschmann, Aldo Legnaro

Abstrakte Gefährdungslagen. Zum Kontext der neuen Polizeigesetze

Prävention ist seit jeher eine Aufgabe der Polizei. Es lässt sich jedoch eine zunehmend in das Vorfeld einer Tat verlagerte Präventionstätigkeit beobachten, die mit dem Begriff der "abstrakten Gefährdungslage" arbeitet. Besonders ersichtlich wird das an den neuen Polizeigesetzen.

Mehr lesen

Thomas-Gabriel Rüdiger

Polizei im digitalen Raum

Mit dem Internet ist ein Raum ohne physische Grenzen entstanden, in dem Menschen miteinander interagieren und kommunizieren. Er stellt die Polizei vor die Frage, welche Funktion sie in diesem Raum übernehmen soll und welche Rahmenbedingungen dafür nötig sind.

Mehr lesen

Rafael Behr

Gewalt und Polizei. Ambivalenzen des innerstaatlichen Gewaltmonopols

Polizistinnen und Polizisten vollziehen das innerstaatliche Gewaltmonopol. Sie müssen fähig sein, Gewalt auszuüben und auszuhalten, ohne selbst gewaltaffin zu werden, sowie jederzeit in der Lage, illegitime von legitimer Gewaltanwendung zu unterscheiden.

Mehr lesen

Nadine Rossol

Polizei- als Erziehungsarbeit? Zu einem zentralen Motiv deutscher Polizeiarbeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Heute begegnen wir Polizist/innen hauptsächlich in ihrer Funktion als Ordnungshüter/innen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zog sich jedoch die Erwartung, dass Polizeiarbeit auch Erziehungsarbeit sein sollte, wie ein roter Faden durch die deutschen politischen Systeme.

Mehr lesen

Christoph Kopke

Polizei und Rechtsextremismus

Rechtsextreme Einstellungen und Vorfälle in deutschen Polizeibehörden werden derzeit kontrovers diskutiert. Zugleich ist die Polizei vermehrt mit rechtsmotivierten Straßenprotesten und Kriminalität sowie militanten neonazistischen Aktivitäten konfrontiert.

Mehr lesen

Tom Thieme

"Wir wollen keine Bullenschweine". Feindbild Polizei im Linksextremismus

Die linksextreme Szene eint trotz ihrer großen Heterogenität der Hass auf den demokratischen Verfassungsstaat und seine Repräsentanten. Somit nimmt die Polizei als Garantin der politischen Ordnung als Feindbild im Linksextremismus einen herausgehobenen Stellenwert ein.

Mehr lesen

Georg Seeßlen

Cops, Bullen, Flics, Piedipiatti. Polizist*innen in der populären Kultur - Essay

Polizist*innen zählen zu den letzten heroischen Figuren in einem postheroischen Zeitalter. Zugleich löst ihre Anwesenheit selbst bei unschuldigen Menschen Unsicherheit aus. Kein Wunder also, dass Polizist*innen das Material für eine rege Fantasie-und Legendenbildung bieten.

Mehr lesen