APUZ Dossier Bild

Religion und Gesellschaft

  • PDF-Icon PDF-Version (373 KB)

    Die Wiederkehr der Weltreligionen als Akteure in der internationalen Politik ist nicht länger zu übersehen. Sie haben inzwischen einen politischen Stellenwert erlangt, den sich im säkularisierten Westen kaum mehr jemand so recht vorstellen konnte. Die Macht, die von den Religionen ausgeht, konkretisiert sich auch in den (Glaubens-) Konflikten der Weltpolitik. Diese haben inzwischen globale Dimensionen angenommen; keine Religionsgemeinschaft ist davon unberührt geblieben. Großen Schaden nehmen die Religionsgemeinschaften durch die Politisierung ihrer Glaubensinhalte. Dafür ist ein religiöser Fundamentalismus verantwortlich, der sich im Allgemeinen gegen die westliche Moderne wendet.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Den Kampf der Islamisten gegen den säkularen Westen symbolisieren die Anschläge vom 11. September 2001. Ihre Auswirkungen waren nicht nur in Politik und Wirtschaft, sondern auch in der Religion zu spüren. Im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit steht seither eine islamistische Organisation religiöser Extremisten: Al-Qaida. Weiter...

    Claus Leggewie

    Religionen und Globalisierung - Essay

    In vielen Gesellschaften Europas kam es zu einer umfassenden Säkularisierung, wohingegen sich in den USA zahlreiche Glaubensüberzeugungen auf hohem Niveau hielten. Es kam zu "zwei Säkularisierungen". Weiter...

    Otto Kallscheuer

    Der Vatikan als Global Player

    Das Zweite Vatikanische Konzil führte zum bewussten Verzicht auf kirchliche Machtansprüche. Das Papstum stieg zum globalen metapolitischen Akteur auf. Weiter...

    Rudolf Uertz

    Katholizismus und Demokratie

    Seit dem 19. Jahrhundert vollzog sich im katholischen Staatsdenken ein Wandel von traditionalistischen Ideen über konstitutionelle und neuscholastisch-kirchliche Positionen hin zu personalen Grundrechten und einem demokratischen Rechtsstaat. Weiter...

    Wilfried Röhrich

    Der Islam in der Weltpolitik

    Die Weltreligionen haben eine Macht erlangt, die an die Geschichte der Kreuzzüge und der islamischen Djihad-Kriege erinnert. Dies zeigt sich an der Politisierung der jeweiligen Religion, besonders in Form des religiös fanatisierten Terrorismus. Weiter...

    Josef Braml

    Die theo-konservative Politik Amerikas

    Das politische Erstarken konservativer evangelikaler und fundamentalistisch-religiöser Bewegungen seit Beginn der achtziger Jahre ist eine der bedeutsamsten kulturellen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten. Weiter...