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Städtepolitik

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    In Ostdeutschland stehen 1,3 Millionen Wohnungen leer, im Jahr 2030 sollen es zwei Millionen sein. Über eine Million Einwohner haben den ostdeutschen Bundesländern seit 1991 den Rücken gekehrt, und der Prozess der Abwanderung geht weiter. Vor allem junge, gut ausgebildete Menschen gehen fort. Laut amtlicher Prognosen könnte sich die Bevölkerungzahl Ostdeutschlands bis 2050 halbieren. Das demographische Schrumpfen wird mit dem Schwinden der wirtschaftlichen Basis gleichgesetzt. In Horrorszenarien werden ostdeutsche Städte als heruntergewirtschaftete Orte dargestellt, in denen es wenig junge, dafür aber um so mehr ältere und alte Menschen gibt.

    Außer Acht gelassen wird, dass schrumpfende Städte kein völlig neuartiges und auch kein spezifisch ostdeutsches Phänomen sind. Es beschränkt sich nicht nur auf Deutschland, sondern es handelt sich dabei um einen Vorgang, der weltweit in vielen Ländern stattfindet. Im Ruhrgebiet vollzieht sich diese Entwicklung schon seit 15 Jahren.

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

    Schrumpfende Städte sind kein völlig neuartiges und auch kein spezifisch ostdeutsches Phänomen. Es werden neue Möglichkeiten zur Erhöhung der Attraktivität der Städte und neue Wege des Stadtumbaus sowie neue Kooperationsformen der Stadtentwicklung aufgezeigt. Weiter...

    Hartmut Häußermann

    Umbauen und Integrieren - Stadtpolitik heute - Essay

    Das Schrumpfen von Städten und wachsende Integrationsprobleme in marginalisierten Stadtteilen sind Gegenstand stadtpolitischer Förderprogramme von Bund und Ländern. Deren Umsetzung weist allerdings noch erhebliche Konzeptionsmängel auf. Weiter...

    Peter Franz

    Regionalpolitische Optionen für schrumpfende Städte

    Das Programm Stadtumbbau Ost ist zu einseitig auf den Abriss von Wohnungen und Sanierung großer Wohnungsunternehmen gerichtet. Umbaumaßnahmen könnten attraktivitätssteigernd wirken, wenn die vorhandenen städtischen Potenziale genutzt würden. Weiter...

    Peter Jakubowski

    Den Stadtumbau flankieren - Was leisten neue Kooperationsformen in der Stadtentwicklung?

    In der Stadtentwicklung müssen von der Planungsverwaltung gezielt neue Kooperationsformen eingesetzt werden. Die kooperative Planungskultur ist ein wichtiger Baustein zur Erhaltung der Selbststeuerungskräfte unserer Städte. Weiter...

    Michael Haus

    Zivilgesellschaft und soziales Kapital im städtischen Raum

    Segregationsprozesse und die damit verbundene Verstärkung sozioökonomischer Ungleichheiten in den Städten gehen mit dem Zerfall sozialen Kapitals und der Gefährdung zivilgesellschaftlicher Praktiken einher. Es wird diskutiert, wie dieser Prozess aufzuhalten ist. Weiter...

    Frank Bertsch, Michael-Burkhard Piorkowsky

    Impulse für die neue Politik der Sozialen Stadt

    Das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" setzt ein ermutigendes Zeichen für die Reformfähigkeit Deutschlands. Es wird über eine Initiative zur familienpolitischen Weiterentwicklung des Programms berichtet. Weiter...