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Lateinamerika

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    Mit den Präsidentschaftswahlen in Venezuela am 3. Dezember ging in Lateinamerika das Superwahljahr 2006 zu Ende. Gewählt wurde der "Populist" Hugo Chávez. Sieben Staaten Südamerikas werden nun von Präsidenten regiert, die links von der Mitte stehen und gern als Populisten bezeichnet werden. Darüber hinaus wurde in Nicaragua der Sandinist Daniel Ortega zum Präsidenten gewählt. In Peru und Mexiko scheiterten Kandidaten der Linken knapp und erkennen das Wahlergebnis nicht an. In Mexiko hat sich der ebenfalls knapp Unterlegene López Obrador als "Präsident" öffentlich "ins Amt" einführen lassen und eine Gegenregierung gebildet. Stabilität verheißt dies nicht.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Lateinamerika erlebte 2006 eine Wahlmarathon. In zehn Staaten wurde gewählt. Bei den meisten Wahlen siegten linke Kandidaten, die man gerne als Populisten bezeichnet. Weiter...

    Wilhelm Hofmeister

    Demokratie in Lateinamerika - Essay

    Wenn Wahlen ein Indikator für Demokratie sind, dann bestätigt sich im Jahr 2006, dass die Demokratie in Lateinamerika seit dem Ende der Militärregierungen sich ein gutes Stück konsolidiert hat. Weiter...

    Juliana Ströbele-Gregor

    Indigene Emanzipations-
    Bewegungen in Lateinamerika

    Indigene Bewegungen sind in Lateinamerika zu einem wichtigen politischen Akteur geworden. Sie sind vielfach zum Sprachrohr der gesellschaftlich Benachteiligten und Unzufriedenen geworden. Weiter...

    Ingo Niebel

    Neopopulismus oder Emanzipation?

    Hugo Chávez wird im Westen als Populist bezeichnet. Der Beitrag zeigt, dass der Populismus eine Variante ist, um sich gegen die Globalisierung und den Neoliberalismus in der Wirtschaft zu wehren. Weiter...

    Günther Maihold

    Alte Konflikte und neue politische Kräfte im Andenraum

    Politische Neuorientierungen haben die jüngsten Wahlen in Bolivien, Peru und Ecuador geprägt. Unabhängig von der politischen Ausrichtung der neuen Regierungen stellen sich im Andenraum strukturelle Herausforderungen, die für eine erfolgreiche politische Entwicklung bewältigt werden müssen. Weiter...

    Silvana Krause

    Brasilien nach den Wahlen 2006

    Der Beitrag bilanziert der ersten Amtszeit von Präsident Lula: seine Wahlkampfstrategie, die Konsequenzen für seine spätere Regierungsarbeit und die erreichten Ziele. Sodann werden die Präsidentschaftswahlen von 2006, die Strategien der Kandidaten und die Gründe genannt, die zur Wiederwahl Lulas geführt haben. Weiter...

    Anne Huffschmid

    Traurige Demokratie: Mexiko vor der "Unregierbarkeit"

    Die mexikanischen Präsidentschaftwahlen im Sommer 2006 haben das Land der Demokratie nicht näher gebracht – im Gegenteil. Der rechte Wahlsieger Felipe Calderón hat mit seinem eigenen Legitimitätsdefizit zu kämpfen. Sein linker Gegenspieler Andrés Manuel López Obrador fühlt sich um den Wahlsieg betrogen. Weiter...