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14.6.2006 | Von:
Hermann Lotze-Campen

Wasserknappheit und Ernährungssicherung

Ausblick

Wasser ist für die Nahrungsproduktion essenziell. In vielen vor allem ärmeren Regionen der Welt ist Wasser bereits heute eine knappe Ressource. Aufgrund unzureichender Preissignale wird dies aber noch nicht in aller Konsequenz von den gesellschaftlichen Akteuren wahrgenommen. Viele Entwicklungsländer, die stark von der Landwirtschaft abhängen und häufig in trockenen Regionen liegen, sind bereits heute von Wasserknappheit und damit verbundenen Problemen der Ernährungssicherung betroffen. Diese Länder werden in Zukunft auch noch überdurchschnittlich dem Klimawandel in Form von veränderten Niederschlägen ausgesetzt sein.

Die geschilderten zukünftigen Entwicklungen bezüglich des Wasserverbrauchs außerhalb der Landwirtschaft, der Wasserverfügbarkeit und des Klimawandels könnten sich weltweit zu einer ernsthaften Krise entwickeln, in der Wasserknappheit zu deutlichen Beeinträchtigungen in der Nahrungsproduktion, Ernährungssicherheit, Gesundheit und Umweltqualität führt.

Eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten stehen für verschiedene Aspekte dieser globalen Herausforderung zur Verfügung. Allerdings werden nur aus der sinnvollen Kombination von regional angepassten Maßnahmen angemessene Konzepte für ein integriertes und insgesamt effizienteres Wassermanagement entstehen. Außerdem erfordern alle diese Maßnahmen Zeit, konsequenten politischen Willen und erhebliche finanzielle Mittel. Für die Entwicklung der richtigen Anreizstrukturen zur Umsetzung der vorhandenen technischen und organisatorischen Anpassungsmöglichkeiten sind vor allem nationale Politiker und regionale Entscheidungsträger verantwortlich.