Greta Thunberg wird während eines Interviews gefilmt.

Klimadiskurse

Durch Fridays for Future erfahren das seit Jahrzehnten bekannte Problem des menschengemachten Klimawandels und die Herausforderung, sich über geeignete Ansätze sowohl für seine Begrenzung als auch für eine Anpassung an seine Folgen zu verständigen, eine bisher unerreichte gesellschaftliche Politisierung.

Alte Fragen werden mit neuem Nachdruck diskutiert: Wie lässt sich die Reduktion klimaschädlicher CO2-Emissionen effektiv umsetzen? Welche politischen Weichenstellungen sind prioritär? Welche Rolle können marktwirtschaftliche Mechanismen beim Klimaschutz spielen? Und was tragen Verhaltensänderungen auf individueller Ebene bei? Zugleich wird die Klimadebatte selbst mit Blick auf die sie auszeichnenden Katastrophenszenarien, Verzichtsaufforderungen und verkürzten Darstellungen von Zusammenhängen kritisch reflektiert.

Anne-Sophie Friedel

Editorial

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Dieter Rucht

Faszinosum Fridays for Future

Der Aufstieg von Fridays for Future wurde durch eine quasi-symbiotische Beziehung zu den Massenmedien begünstigt. Die Bewegung hat bisherige Herausforderungen gut gemeistert, wird aber voraussichtlich mit mehr interner wie externer Kritik rechnen müssen.

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Frank Uekötter

Kleine Geschichte der Klimadebatte

Die globale Klimadebatte entstand als kumulatives Resultat ganz unterschiedlicher Impulse. Der Kalte Krieg war dabei in mehrfacher Hinsicht ein Katalysator, sodass sich bis um 1990 ein Rahmen entwickelte, in dem sich Klimaforschung und Klimapolitik bis heute bewegen.

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Harald Welzer

Wissen wird überbewertet. Nachhaltigkeitstransformation ist eine Sache der Praxis

Die verbreitete Katastrophenrhetorik in der Klimadebatte führt nicht zu den notwendigen Verhaltensänderungen. Die Klimakommunikation sollte sich an gegebenen Handlungsspielräumen und gelingenden Veränderungspraktiken orientieren. Modelle dafür liegen vor.

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Ralf Fücks

Aufbruch in die ökologische Moderne. Vom Raubbau an der Natur zur Kooperation mit der Natur

Die liberale Gesellschaft braucht eine grüne industrielle Revolution, um dem Klimawandel zu begegnen. Mit demokratischer Politik, Erfindergeist und einer dynamischen Ökonomie lassen sich Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum entkoppeln.

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Heike Göbel

Der Markt als Verbündeter im Klimaschutz

Viele Klimaschützer sehen in privaten Unternehmen einen Gegner im Kampf um die Senkung der Treibhausgase. Dabei könnten sie die Wirtschaft und den Wettbewerb auch für ihre Ziele einspannen. Ökonomen haben einige Ideen, wie das auf freiheitlichem Weg gelingen kann.

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Reiner Grundmann

Die Wissenschaften in der Klimadebatte

Der öffentliche Diskurs über den Klimawandel ist stark von Dramatisierung geprägt. Klimawissenschaftler tragen einen Teil dazu bei, wenn sie etwa versuchen, durch eine überspitzte Darstellung in der Medienkommunikation den Druck auf die politische Ebene zu erhöhen.

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Axel Bojanowski

Journalisten im Klimakrieg

In den Medien wird der Wissensstand über den Klimawandel häufig verzerrt dargestellt. Ein Blick auf die hinter den Unstimmigkeiten liegenden kulturellen, politischen und pragmatischen Motivationen offenbaren strukturelle Probleme des Journalismus.

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