APUZ Dossier Bild

Gesundheit und soziale Ungleichheit

  • PDF-Icon PDF-Version (3.533 KB)

    Arme Menschen leben ungesünder, sind häufiger krank, erhalten eine schlechtere ärztliche Versorgung und sterben früher. Die Lebenserwartung von Angehörigen unterschiedlicher sozialer Schichten differiert erheblich. Die Wahrscheinlichkeit, lange und gesund leben zu können, nimmt mit der Höhe des Einkommens zu. Wissenschaftler haben für Europa eine Spanne von bis zu sieben Jahren ausgemacht.

    Eine präventive Gesundheitspolitik sollte folglich in starkem Maße auch darin bestehen, die sozialökonomische Lage von Angehörigen benachteiligter Schichten und deren Bildungschancen konsequent zu verbessern. Ganz gleich, um welchen Lebensbereich es sich handelt, das "Rezept" für eine Verringerung sozialer Ungleichheit ist Bildung: Besser Gebildete haben bessere Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und damit ein sinnvolleres Leben zu führen, laufen weniger Gefahr, in extreme Milieus abzurutschen und verfügen über günstigere Voraussetzungen, bewusster zu leben sowie sich und ihre Kinder gesünder zu ernähren.

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

    Die Lebenserwartung von Angehörigen unterschiedlicher sozialer Schichten differiert erheblich. Die Wahrscheinlichkeit, lange und gesund leben zu können, nimmt mit der Höhe des Einkommens zu. Wissenschaftler haben für Europa eine Spanne von bis zu sieben Jahren ausgemacht. Weiter...

    Matthias Richter, Klaus Hurrelmann

    Warum die gesellschaftlichen Verhältnisse krank machen

    Wer arm, wenig gebildet und beruflich schlecht gestellt ist, wird häufiger krank und muss früher sterben. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit zu verringern. Weiter...

    Thomas Lampert, Lars Eric Kroll, Annalena Dunkelberg

    Soziale Ungleichheit der Lebenserwartung in Deutschland

    In welchem Gesundheitszustand die durch den Ansteig der Lebenserwartung hinzugewonnenen Lebensjahre verbracht werden? Es wird diskutiert, welche Bedeutung in diesem Zusammenhang der sozialen Ungleichheit zukommt. Weiter...

    Nico Dragano

    Gesundheitliche Ungleichheit im Lebenslauf

    Die Basis für eine gute Gesundheit wird bereits in der Schwangerschaft gelegt. Frühe Belastungen sind in der Gesellschaft ungleich verteilt: Das Risiko wächst mit der sozialökonomischen Benachteiligung. Weiter...

    Christine Hagen, Bärbel-Maria Kurth

    Gesundheit von Kindern alleinerziehender Mütter

    Veränderte Beziehungs- und Lebensformen der Eltern verändern auch die familiären Lebenswelten der Kinder. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der gesundheitlichen und der sozialen Situation dieser Kinder. Dieser fällt für Jungen und Mädchen sowie in den west- und ostdeutschen Bundesländern je anders aus. Weiter...

    Ines Heindl

    Ernährung, Gesundheit und soziale Ungleichheit

    Viele Familien sind mit den Aufgaben einer Ernährungs- und Gesundheitsbildung überfordert. Um positive Esserlebnisse erfahren und essen lernen zu können, sollten Kinder und Jugendliche unter anregenden, sie schützenden Lebensverhältnissen aufwachsen dürfen. Weiter...