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24.7.2007 | Von:
Klaus Wahl

Fremdenfeindliche Täter

Was haben antisemitische, fremdenfeindliche und rechtsextreme Täter gemeinsam, was unterscheidet sie? Ihre Lebensgeschichten zeigen meist schon früh in der Kindheit emotionale und soziale Auffälligkeiten. Das erfordert frühe Prävention.

Einleitung

Die von der Polizei "politisch rechts motivierte Straftaten mit extremistischem Hintergrund" genannten Delikte stiegen 2006 in Deutschland um 14,6 % gegenüber dem Vorjahr; sie bezogen sich überwiegend auf die Verbreitung von Propagandamitteln und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§§ 86, 86a StGB). Als rechtsextrem gezählte Gewalttaten nahmen von 2005 bis 2006 um 9,3 % zu. 2006 wurden 484 fremdenfeindliche Gewalttaten (46,2 %), 302 Gewaltdelikte gegen reale und vermeintliche Linksextremisten (28,8%), 43 antisemitische Gewalttaten (4,1%), der Rest gegen sonstige Gegner erfasst.[1]






Fußnoten

1.
Vgl. Bundesministerium des Innern (Hrsg.), Verfassungsschutzbericht 2006 (Vorabfassung), Berlin 2007, S. 23, 26, 28.