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Neue Formen der Staatlichkeit

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    Über das Ende des Staates in seiner "klassischen" Form ist in den vergangenen Jahren oft spekuliert worden: Ist der souveräne Nationalstaat tot? Was kann er im Zeitalter der Globalisierung noch leisten? Welche Muster von Staatlichkeit könnten an seine Stelle treten?

    Trotz aller Kritik an den Unzulänglichkeiten dieser Staatsform ist insbesondere die dritte Frage bisher unbeantwortet geblieben. Sicher ist nur, dass die Räume begrenzter Staatlichkeit zunehmen, sodass sich der territoriale Nationalstaat womöglich als historische Ausnahme erweisen könnte.

       
  • Ludwig Watzal

    Editorial

    Im Zeitalter der Globalisierung scheint es unzureichend zu sein, funktionierende Staatlichkeit auf die Beschreibung von Institutionen des europäischen "Nationalstaats" zu reduzieren. Dadurch wird verkannt, dass sich Staatlichkeit historisch stets unterschiedlich ausgeprägt hat. Weiter...

    Thomas Risse, Ursula Lehmkuhl

    Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit

    Die Frage, wie unter den Bedingungen begrenzter Staatlichkeit regiert werden und welchen Beitrag die internationale Gemeinschaft dazu erbringen kann, ist ein zentrales Thema der Weltpolitik und der wissenschaftlichen Diskussion geworden. Weiter...

    Philipp Genschel, Bernhard Zangl

    Die Zerfaserung von Staatlichkeit und die Zentralität des Staates

    Staatlichkeit zerfasert. Der seit dem 15. Jahrhundert verlaufende Prozess der Aneignung von Herrschaftsbefugnissen durch den Staat hat sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umgekehrt. Er wandelt sich vom Herrschaftsmonopolisten zum Herrschaftsmanager. Weiter...

    Mathias Albert, Willibald Steinmetz

    Be- und Entgrenzungen von Staatlichkeit im politischen Kommunikationsraum

    Ein Verständnis von Politik als Kommunikation stellt auf Breitenwirksamkeit, Nachhaltigkeit und Verbindlichkeit ab und ist unabhängig vom Staat zu verstehen. Gerade dadurch eröffnet sich aber die Möglichkeit, die Entstehung globalstaatlicher Strukturen unabhängig vom Modell des modernen Nationalstaates zu denken. Weiter...

    Matthias Ecker-Ehrhardt, Michael Zürn

    Die Politisierung internationaler Institutionen

    Gesellschaftliche Widerstände setzen internationale Institutionen immer stärker unter Zugzwang. Normative Ansprüche wie z. B. auf Autonomie, Partizipation, Transparenz oder Rechtsgleichheit werden vielfach enttäuscht und führen zu gesellschaftlichen Reaktionen, auf die internationale Institutionen reagieren müssen. Weiter...

    Jan Helmig

    Geopolitik - Annäherung an ein schwieriges Konzept

    Geopolitische Argumentationen spielen in der Politik eine weiterhin wichtige Rolle. Neben klassischen geopolitischen Konzepten etabliert sich mehr und mehr ein alternatives Verständnis von räumlichen Abgrenzungsprozessen, welches die traditionelle Geopolitik selbst als machtpolitisches Mittel versteht. Weiter...