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2.5.2007 | Von:
Yair Hirschfeld

Ein Fünfpunkte-Friedensplan für Nahost

Die neue Wirklichkeit im Nahen Osten macht die Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern schwieriger, zugleich aber auch notwendiger als je zuvor.

Einleitung

Der Abbruch der Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien im Frühling 2000, Israels einseitiger Rückzug aus dem Libanon im Sommer desselben Jahres und der Beginn der Al-Aqsa-Intifada im Herbst 2000 - all diese Ereignisse haben eine neue Realitätim Beziehungsgeflecht zwischen Israelis, Palästinensern und Arabern geschaffen. Geprägt wird diese neue Wirklichkeit auch durch den amerikanischen Einmarsch in den Irak im März 2003, das Erstarken der Regionalmacht Iran und die wachsende Kluft zwischen Schiiten und Sunniten. Jede Politik, die eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts anstrebt, muss sich an der neuen Wirklichkeit orientieren und sollte sich nicht auf Konzepte und Ansätze stützen, die in der Vergangenheit nicht zum erhofften Frieden führten.[1]




Dieser Beitrag untersucht die veränderte Lage in Israel, in den palästinensischen Autonomiegebieten, in der Region und auf breiterer internationaler Ebene aus israelischem Blickwinkel - in der Absicht, die Chancen eines umfassenden Ansatzes zur Konfliktlösung auszuloten und gleichzeitig vor weiterhin bestehenden Gefahren einer Politik zu warnen, die den Nahen Osten erneut in eine ausweglose Lage stürzen könnte.

Fußnoten

1.
Übersetzung aus dem Englischen: Susanne Laux, Königswinter.