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UN und Menschenrechte

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    Am 10. Dezember 1948 einigten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die erste Vorsitzende der Menschenrechtskommission, Eleanor Roosevelt, bezeichnete sie als die "Magna Charta der Menschheit". Heute beziehen sich die meisten demokratischen Verfassungen auf die Erklärung. Dennoch ist schwer vorstellbar, dass sich die Staaten der Welt heute nochmals auf ein solches Dokument einigen könnten: Nicht wenige sehen in den allgemeinen Menschenrechten ein Produkt der "westlichen Ordnung", der sie sich nicht unterordnen wollen. Insbesondere autokratisch regierte Länder wenden sich gegen eine Einschränkung der Souveränität des Staates durch unveräußerliche Rechte des Einzelnen.

       
  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Am 10. Dezember 1948, noch unter dem Eindruck der Verheerungen des Zweiten Weltkriegs, einigten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Weiter...

    Bardo Fassbender

    Idee und Anspruch der Menschenrechte im Völkerrecht

    1948 nahm die UN-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte an. Aber die Zeit, in der "der Westen" die Geltung der Menschenrechtsidee in anderen Ländern erzwingen konnte, ist vorbei. Weiter...

    Christian Schaller

    Gibt es eine "Responsibility to Protect"?

    Grundsätzlich ist jeder Staat verpflichtet, seine Bevölkerung vor Völkermord und anderen Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Darf die Staatengemeinschaft in Staaten eingreifen, wenn diese ihre Schutzfunktion nicht erfüllen? Weiter...

    Sven Bernhard Gareis

    Der UN-Menschenrechtsrat: Neue Kraft für den Menschenrechtsschutz?

    Der 2006 geschaffene Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen berichtet über die Menschenrechtssituation in jedem UN-Mitgliedstaat. Seine Wirksamkeit wird geschwächt durch den großen Einfluss, den autoritäre Staaten auf ihn haben. Weiter...

    Jörg Lange

    Migration und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948

    Flucht und Vertreibung bildeten wichtige Erfahrungsgrundlagen bei der Entstehung der Menschenrechtserklärung. Die darin formulierten Rechte auf Asyl und Einwanderung stehen jedoch unter staatlichem Vorbehalt. Weiter...

    Kerstin Martens

    Menschenrechts-NGOs im UN-System

    Nichtregierungsorganisationen spielen für den Menschenrechtsschutz eine wichtige Rolle als Agenda-Setter, Berater und Überwacher. Im Beitrag werden Strukturen und Grenzen der Zusammenarbeit mit den UN vorgestellt. Weiter...

    Anja Mihr

    Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsbildung

    Ein Schwerpunkt der UN-Arbeit ist Menschenrechtsbildung, die Menschen ermöglichen soll, ihre Rechte zu kennen und sich für sie einzusetzen. Doch ihre Verankerung in Schulplänen ist schwierig. Weiter...